Unterwegs
Montréal
- hochgeladen von Thomas Ruszkowski
Leonard Cohen wurde 1934 in Montréal geboren und wuchs im wohlhabenden jüdischen Viertel Westmount auf. Seine Familie gehörte zur jüdischen Gemeinde Montréals. Diese Herkunft beeinflusste seine Texte stark, etwa seine Beschäftigung mit Bibel, jüdischer Mystik, Schuld, Liebe und Tod. Lange bevor er als Sänger bekannt wurde, war Cohen vor allem Dichter und Schriftsteller. In Montréal studierte er an der McGill University und begann dort seine literarische Karriere.
Die Stadt taucht immer wieder direkt oder indirekt in seinem Werk auf. Besonders bekannt ist „Suzanne“, das auf einer realen Begegnung in Montréal basiert. Cohen hatte eine enge Verbindung zur Montréal-Szene und zu frankokanadischer Kultur. Montréal war für ihn eine Art kulturelle Schnittstelle zwischen englisch- und französischsprachigem Kanada. Leonard Cohen starb 2016 in Los Angeles, wurde aber auf dem Shaar Hashomayim Cemetery in Montréal beigesetzt, dem Friedhof seiner jüdischen Gemeinde und seiner Familie.
Interessant ist, dass Montréal bei Cohen nicht einfach nur „Geburtsort“ war: Sein jüdisches Montréal bildet gewissermaßen den kulturellen und spirituellen Hintergrund für einen großen Teil seines gesamten Werks.
Bürgerreporter:in:Thomas Ruszkowski aus Essen |
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