Gedanken zum Tag des Gedächtnistrainings
Mehr als nur Rätselspaß: Warum Gedächtnistraining mein Weg zurück ins Leben war
- Rauchende Köpfe und wilde Haare beim Sudoku – für mich mehr als nur ein Rätsel, sondern mein persönlicher Weg zurück zu neuer Lebenskraft.
- Foto: Winfried Paltian
- hochgeladen von Winfried Paltian
Heute ist der offizielle Tag des Gedächtnistrainings. Auf den ersten Blick wirkt mein Bild vielleicht wie eine humorvolle Momentaufnahme mit rauchendem Kopf, zerzausten Haaren und großen Fragezeichen über dem Sudoku. Und ja, ein bisschen Selbstironie gehört im Alltag einfach dazu!
Doch für mich persönlich hat das Thema Gedächtnistraining eine viel tiefere Bedeutung, die weit über das tägliche Kreuzworträtsel oder Sudokus hinausgeht.
Als ich vor 14 Jahren nach einem Herzinfarkt eine Woche im Koma lag und danach wieder aufgewacht bin, stand ich vor einer meiner größten Herausforderungen: Mein Gehirn musste praktisch neu trainiert werden. Dinge, die früher selbstverständlich waren, fielen mir plötzlich schwer. In dieser Phase habe ich gelernt, dass die Erholung des Geistes nicht von heute auf morgen geschieht. Es ging nicht um schnelle Erfolge, sondern um zwei wesentliche Dinge: Ausdauer und Geduld.
Schritt für Schritt, Tag für Tag habe ich mein Gehirn gefordert und wieder aufgebaut. Es war ein langer Weg, aber nach viel Geduld habe ich es geschafft, mein Gedächtnis wieder so weit zu trainieren, dass es fast wie früher funktioniert.
Das Gehirn ist wie ein Muskel – wenn man ihn nicht nutzt oder wenn er nach einem schweren Rückschlag verletzt ist, braucht er Pflege, Training und ganz viel Zeit. Genau deshalb ist Gedächtnistraining für mich so wichtig: Es hält uns nicht nur im Alter geistig beweglich, sondern schenkt uns auch die Möglichkeit, verlorene Fähigkeiten wieder Stück für Stück zurückzugewinnen.
Egal ob mit Zahlenrätseln, Büchern, dem Erinnern an frühere Momente oder dem bewussten Verfassen von Gedanken – jede kleine Übung zählt.
Wie haltet ihr euer Gehirn fit? Habt ihr auch feste Rituale oder Rätsel, die euch im Alltag begleiten?
Herzliche und nachdenkliche Grüße,
Winfried
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