Geschwister Niederbacher
Wenn Liebe und Musik aufeinandertreffen
- Hans und Angelika Niederbacher mit Reporter Matthias Bucher
- Foto: Matthias Bucher
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Musik und Liebe gehören zu den schönsten und wichtigsten Komponenten im Leben eines Menschen. Bei Familie Niederbacher treffen beide auf ganz besondere Weise aufeinander.
Seit zwei Generationen wird in der Familie die Leidenschaft zur Musik gelebt. Mit ihrer volkstümlichen Musik begeistern die Geschwister Niederbacher ihr Publikum – auf den großen Live-Bühnen ebenso wie im Fernsehen. Die zweite Generation zählt mittlerweile seit 20 Jahren zu den gefragten Künstlern der volkstümlichen Musik und ist bei Tourneen und Veranstaltungen in Deutschland und darüber hinaus unterwegs.
Auch im Fernsehen konnten die Geschwister Niederbacher während ihrer mittlerweile 20-jährigen Karriere zahlreiche musikalische Akzente setzen. Zu ihren Stationen zählen unter anderem der „Grand Prix der Volksmusik“ sowie die beliebte Fernsehsendung „Schlager-Spaß mit Andy Borg“.
Doch hinter der Musik steckt noch viel mehr: Die Geschwister Niederbacher sind nicht nur Musiker, sondern auch Almbauern und absolute Familienmenschen. Es ist mir eine große Freude mit beiden Generationen zu sprechen.
Wie hat bei euch in der ersten Generation alles angefangen?
Hans: Mein Bruder Walter und ich hatten bereits von Kindesbeinen an große Freude an der Musik. Später nahmen wir an einem Wettbewerb mit dem Namen „Aus unserem Studio“ in Bozen teil. Dafür machten wir auch unsere erste Studioaufnahme. Die Sendung wurde immer samstags auf Rai Bozen ausgestrahlt. Durch unseren viermaligen Sieg wurden wir einem großen Publikum bekannt. Damals wurde per Postkarte abgestimmt. Wir erhielten rund 17.000 Stimmen und lagen damit 7.000 Stimmen vor dem Zweitplatzierten. Das ganze Land war von uns begeistert.
Mit welchen Worten würdet ihr euren Zusammenhalt als Geschwister beschreiben?
Angelika: Wir haben von Kindheit an einen sehr großen Zusammenhalt. Es macht uns besonders stolz, dass dies bei uns Geschwistern bis heute so gut funktioniert.
Gibt es einen Titel, der die Geschwister Niederbacher besonders gut widerspiegelt?
Hans: In der ersten Generation waren das „Das kleine Edelweiß“, „Ich bin ein Bergvagabund“ und „Der Tiroler Bua“. Diese drei Titel mussten wir bei dem großen Wettbewerb immer wieder live präsentieren. Für uns war das nicht immer leicht.
Angelika: Bei uns waren es die Grand-Prix-Titel „Ein Lied für Mama“ und „Die alte Madonna“. Ganz besondere Lieder sind für uns auch „Wieder blühen die Rosen“ oder „Fahr ma hoam von der Alm“. Auf unserer neuen CD ist es der Titelsong „Es eint uns Liebe“, der unsere Geschwisterliebe perfekt beschreibt. Wir sind sehr stolz darauf, dass uns unsere Texter und Komponisten immer wieder so viele wunderschöne Titel schreiben.
Was zeichnet euer Jubiläumsalbum aus?
Angelika: Auf dem Album befinden sich die besten Titel aus 20 Jahren Geschwister Niederbacher. Als besonderes Schmankerl hat Manfred gemeinsam mit seiner Tochter Natalie zwei wunderschöne Titel aufgenommen. Natalie hat das musikalische Talent eindeutig von ihrem Papa geerbt.
Habt ihr einen Lieblingsplatz in eurer Heimat?
Angelika: Mein Lieblingsplatz ist mein Zuhause und natürlich die Bacher Alm.
Hans: Bei mir ist es genauso. Besonders genieße ich den Sommer auf der Bacher Alm. Dort bin ich unter der Woche, während Angelika an den Wochenenden dort ist.
Welche Südtiroler Tradition liegt euch besonders am Herzen?
Angelika: Für mich sind es unsere Trachten.
Hans: Mir liegen die traditionellen Feste besonders am Herzen, zum Beispiel die Fronleichnamsprozession, der Herz-Jesu-Sonntag oder der Rosenkranz. Aber auch die Tiroler Fahne ist für mich ein wichtiges Symbol für Heimat.
Gibt es Momente, in denen Musik, Alm und Gastfreundschaft aufeinandertreffen?
Angelika: Da denke ich gerade an dich, Matthias, denn dich haben wir ja durch die Musik kennengelernt. Es ist mir eine große Freude, dass ihr bei mir Urlaub auf dem Oberbacher Hof macht.
Was zeichnet eine gute Gastgeberin aus?
Angelika: Man muss für die Menschen da sein und sich um alles kümmern. Ebenso ist Freundlichkeit ein wichtiger Bestandteil. Es ist wichtig, dass sich die Gäste wohlfühlen und gerne wiederkommen.
Kannst du uns etwas über die Geschichte des Oberbacher Hofs erzählen?
Hans: Die Geschichte des Oberbacher Hofs geht weit zurück. Der alte Hof wurde bereits im Jahr 1588 erbaut.
Angelika: 2018 habe ich den Hof gemeinsam mit meinem Partner übernommen. 2019 begannen wir damit, einen neuen Stall für die Tiere zu errichten. Dort haben sie viel Bewegungsfreiheit. 2023 haben wir uns dann auch für den Neubau des Bauernhauses entschieden, da das alte Gebäude sehr renovierungsbedürftig war. Mittlerweile befinden sich im Bauernhaus moderne Ferienwohnungen. Wir freuen uns sehr, dort viele Menschen begrüßen zu dürfen.
Vielen Dank für das Interview!
Bürgerreporter:in:Matthias Bucher aus Burgau |
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