Gudrun-Anna Wirbitzky
C&A
- Foto Pixabay.
- hochgeladen von Gudrun-Anna Wirbitzky
Bochum:
C&A auf der Kortumstraße ist bald Geschichte. Seit Anfang der Woche steht ein Aufsteller vor dem Laden, dass die Modekette nur noch bis zum Samstag ( 29.08) geöffnet haben wird. C&A, in der Bochumer Innenstadt historisch extrem tief verwurzelt, wird es in Zukunft mitten im Herzen der City nicht mehr geben. Da die Filiale komplett abgewickelt wird, verlieren die Angestellten an diesem Standort im August ihre Arbeit. Während die Situation für die Beschäftigten drastisch ausfällt, gibt es für das C& A Gebäude in der Bochumer Innenstadt bereits konkrete Zukunftspläne. Natürlich gibt es weiterhin C&A Standorte in Bochum.
In unserer City wird es eine große Lücke hinterlassen. Ich halte gerade Rückblick und werde gnadenlos melancholisch.
Zeitzeugen...
Schon als kleiner Steppke hieß es früher: Auf zu Klamotten - Anton. Ich erinnere mich wie wir vor Jahrzehnten erwartungsvoll vor den zugeklebten Schaufenstern standen und uns die Nasen platt drückten. Große Werbeplakate kündigten den echten Ausverkauf an. C&A machte modische Konfektionsware für die breite Bevölkerung erschwinglich und experimentierte schon sehr früh mit der Selbstbedienung. Der erste Minirock, das Papierkleid das nur einen Tag getragen wurde, kam bei mir natürlich von Klamotten Anton.
Mein Highlight:
Es war, denke ich, 1958 als ich mein erstes Kleidungsstück, eine Latzhose, stolz aus dem Textilhaus trug. Das waren die Zeiten, als Mutter noch schneiderte, häkelte, und strickte, weil es günstiger war. Dann kam dieses Bekleidungshaus und wir Kinder waren happy. Sagen wir Tschüss, C&A, und wünschen den Mitarbeitern einen neuen, sicheren Arbeitsplatz.
Kleiner Rat...
Nix wie hin es gibt tolle Angebote.
Alles muss raus!
Bürgerreporter:in:Gudrun-Anna Wirbitzky aus Bochum |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.