Ulrich Siegmund und die Kinder
Ulrich Siegmund im Kinderkanal KIKA
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Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist der AfD-Spitzenkandidat und mögliche neue Ministerpräsident Ulrich Siegmund im Kinderkanal Kika zu Wort gekommen.
Wenn die AfD an diesem Sonntag die Landtagswahl gewinnt und wenn die Mehrheit, die sie erringt, „stabil“ genug ist, dass Ulrich Siegmund meint, es reiche für eine Regierung, dann wissen die Kinder und Jugendlichen in diesem Bundesland, die Schülerinnen und Schüler, schon einmal, was auf sie zukommt. Denn beim Kinderkanal Kika hat Siegmund kurz vor der Wahl verkündet, was die AfD mit der Bildung und den Schulen anstellen will.
Dargelegt hat Siegmund das in genau der Weise, in der es nicht erlaubt ist – durch Überwältigung und Indoktrination. Was der 1976 formulierte Beutelsbacher Konsens für die politische Bildung in der Schule ausschließt (und worauf die AfD immer wieder herumreitet, um Lehrer zu schikanieren und tyrannisieren), ist bei Siegmund und seiner Partei ganz selbstverständlich der Modus Operandi. Im öffentlich-rechtlichen Kinderfern&sehen war das klar zu erkennen.
Die Ablösung der Schulpflicht und Heimunterricht gibt es unter einer AfD-Regierung, vor allem, weil Kinder, die extrem gemobbt werden, sich vor der Schule fürchten. Ihnen wolle man, so Siegmund, es ermöglichen, „am Leben teilzuhaben“. Getrennte Klassen mit deutschen und nichtdeutschen Schülern – Geflüchteten – soll es geben, weil nicht alle die Sprache gut genug sprechen, um gemeinsam einen Lernerfolg zu erzielen.
Im Geschichtsunterricht soll es mehr um Bismarck als um die „ganz dunkle“ Epoche der deutschen Geschichte gehen – Stichworte wie Nationalsozialismus und Judenvernichtung kommen Siegmund nicht über die Lippen.
Ich frage mich, warum man Ulrich Siegmund ein Sprachrohr im KIKA gibt.
Bürgerreporter:in:Barbara Steffens aus Bochum |
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