Russische Soldaten am Telefon
"Mama, wir töten hier Kinder!"
- Momentaufnahme: Zerstörtes Klassenzimmer
- Foto: ARTE (Intercepted)
- hochgeladen von Peter Gross
Die ARTE-Dokumentation „Abgehört“ (Originaltitel: Intercepted) von Oksana Karpovych (2024) zeigt auf bedrückende Weise den russischen Angriffskrieg durch abgehörte Telefonate russischer Soldaten. Die Gespräche, oft mit Familie, Ehefrauen oder Müttern, enthüllen Plünderungen, Verzweiflung, Desillusionierung und Verrohung der Soldaten.
Kerninhalte und Themen der Dokumentation:
Abgehörte Anrufe: Der ukrainische Geheimdienst hat Tausende Gespräche aus den ersten Kriegswochen 2022 aufgezeichnet.
Inhalt der Gespräche: Soldaten berichten von Gräueltaten, schlechter Ausrüstung, dem Wunsch zu desertieren und teilweise faschistischen Haltungen.
Bildsprache: Die Dokumentation kontrastiert diese Gespräche mit Bildern von zerstörten ukrainischen Landschaften und Städten, was die Diskrepanz zwischen Frontbericht und russischer Realität zeigt.
Wirkung: Die Aufnahmen zeigen die emotionale Kälte vieler Angehöriger in Russland sowie die Zerrissenheit der Soldaten.
Hintergrund und Kontext:
Die abgehörten Telefonate wurden zum Teil auch auf YouTube (z.B. ARTEde) veröffentlicht und zeigen die "Methode Angst und Schrecken".
Es wird berichtet, dass russische Soldaten ihre eigene Armee wegen mangelnder Vorbereitung und Ausrüstung kritisieren.
Der Film Intercepted feierte seine Premiere auf der Berlinale 2024.
Die Dokumentation ist auf arte.tv verfügbar (90 min.)
Bürgerreporter:in:Peter Gross aus Bochum |
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