Blaulicht-Meldungen der Feuerwehr Bochum
Tragischer Wohnungsbrand in Hofstede fordert drei Todesopfer und fünf Verletzte
- Foto: Feuerwehr Bochum
- hochgeladen von Karl-Heinz Lehnertz
Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Poststraße in Bochum-Hofstede sind in den frühen Morgenstunden drei Menschen ums Leben gekommen und fünf weitere verletzt worden. Der durch das Feuer zerstörte Treppenraum erschwerte die Rettungsmaßnahmen erheblich.
Gegen 04:15 Uhr wurde die Feuerwehr Bochum alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich das Feuer bereits weit ausgebreitet. Da der Treppenraum als Rettungsweg nicht mehr nutzbar war, mussten die Bewohnerinnen und Bewohner auf alternative Weise in Sicherheit gebracht werden. Zwei Personen wurden über Drehleiter gerettet, zwei weitere über tragbare Leitern.
Eine weitere Person konnte mithilfe eines Sprungpolsters aus dem Gebäude gerettet werden. Insgesamt wurden fünf verletzte Personen, rettungsdienstlich versorgt und in Bochumer Krankenhäuser transportiert. Im weiteren Einsatzverlauf wurden drei leblose Personen in einer der betroffenen Wohnungen aufgefunden.
Die Einsatzkräfte retteten die Personen mit einer Drehleiter aus dem Gebäude und leiteten sofort umfangreiche Reanimationsmaßnahmen ein. Trotz aller Bemühungen kam für die drei Personen leider jede Hilfe zu spät. Sie verstarben noch an der Einsatzstelle. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, Freunden und allen Betroffenen!
Für die Betreuung der betroffenen Personen wurde ein Bus der BOGESTRA eingesetzt. Dort wurden rund 25 Personen durch Kräfte des DRK und der Notfallseelsorge versorgt und betreut. Zusätzlich stand das PSU-Team der Feuerwehr Bochum zur psychosozialen Unterstützung der Einsatzkräfte bereit. Im Verlauf der Nachlöscharbeiten konnte zudem eine Katze aus dem Brandgebäude gerettet, mit Sauerstoff versorgt und anschließend in tierärztliche Obhut übergeben werden.
Das betroffene Gebäude sowie angrenzende Nachbargebäude mussten von der Energieversorgung getrennt werden und sind derzeit nicht bewohnbar.
Die Stadt Bochum hat die Unterbringung der Betroffenen sichergestellt.
Neben der komplexen Menschenrettung führte die Feuerwehr eine intensive Brandbekämpfung durch. Zeitweise waren rund 90 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr, Rettungsdienst sowie weiteren Hilfsorganisationen im Einsatz.
Die Maßnahmen der Feuerwehr konnten gegen 08:00 Uhr abgeschlossen und die Einsatzstelle an die Kriminalpolizei übergeben werden.
Bürgerreporter:in:Karl-Heinz Lehnertz aus Bochum |
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