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swa beginnen mit Baumarbeiten am Hochablass
- Die Stadtwerke Augsburg (swa) beginnen in der Abstimmung mit der Stadt Augsburg am Augsburger Hochablass mit Baumarbeiten für die Fischaufstiegsanlage und die Umgestaltung des Übergangs vom Hochablasssteg zum Kuhsee. Durch die geplante Fischaufstiegsanlage unterhalb der „Bastion“ (links) ist das historische Wehr für Fische und Kleinlebewesen erstmals barrierefrei zu überwinden.
- Foto: swa / Thomas Hosemann
- hochgeladen von Sandra Kost
Für die neue Fischaufstiegsanlage am Hochablass für Fische und Kleinlebewesen im Lech beginnen die Stadtwerke Augsburg (swa) am Montag, 26. Januar mit Grünschnitt- und Baumarbeiten. Gleichzeitig werden im Auftrag der Stadt Augsburg im Bereich des aktuell gesperrten Stegs zwischen Hochablass und Kuhsee Bäume für die Umgestaltung entnommen.
Für den Bau der Fischaufstiegsanlage der swa wird eine Birke, deren Standsicherheit gefährdet ist, teilweise zurückgeschnitten und ein Baum mit Umfang unter 80 Zentimetern entnommen. Zudem werden einige Büsche und Kleingehölze entnommen und das Schilf im Oberwasser zwischen Kuhsee und Hochablass zurückgeschnitten. Im Zuge dessen werden auch für das Mobilitäts- und Tiefbauamt genehmigte Gehölzentnahmen im unmittelbaren Bereich des Steges durchgeführt. Die Wurzelstöcke verbleiben dabei im Boden. Weitere Eingriffe ins Grün wird es bis auf einige wild gewachsene Büsche im Auslaufbereich des Kuhsees nicht geben.
Alle Arbeiten sind mit dem Amt für Grünordnung der Stadt Augsburg abgestimmt und in der genehmigten Planung der Fischaufstiegsanlage enthalten.
An den Kiefern im Bereich der „Bastion“, an deren Fuß die Anlage im Lech entsteht, werden vom Amt für Grünordnung einzelne Äste zurückgeschnitten.
Mit Hilfe der neuen Fischaufstiegsanlage werden Fische und Kleinlebewesen zum ersten Mal seit mindestens 120 Jahren den Höhenunterschied von rund 7,5 Metern am Hochablass überwinden können. Die swa werden nach Abschluss der Arbeiten der Stadt Augsburg am Steg voraussichtlich im Sommer 2026 mit dem Bau der Fischaufstiegsanlage beginnen. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund eineinhalb Jahre dauern und ist abhängig von der Anzahl und Häufigkeit der Hochwasserereignisse. Bei möglichem Hochwasser müssen die Arbeiten unterbrochen werden.
Während der Bauzeit wird es punktuell Einschränkungen wegen des Bauverkehrs und des notwendigen Baufeldes, etwa mit Errichtung eines Krans geben. Der Übergang über den Hochablass soll möglichst gewährleistet bleiben - mit kurzen Unterbrechungen muss jedoch gerechnet werden. Die Bauarbeiten erfolgen zu den normalen Tageszeiten und Lärmbelästigungen für die Anwohner sollen möglichst gering sein. Ganz zu vermeiden sind diese etwa beim Einrammen von Spundwänden jedoch nicht.
Vor rund 120 Jahren wurde der Hochablass ähnlich seiner heutigen Form gebaut. Bereits im 14. Jahrhundert wurde wegen der Ableitungen des Lechs in die Stadt an der Stelle des Hochablasses eine Barriere im Lech errichtet, die seitdem für Fisch und Kleinlebewesen ein unüberwindliches Hindernis darstellte – bis heute.
Die Planung der neuen Fischaufstiegsanlage begann 2013 gleichzeitig mit dem Bau des Wasserkraftwerkes am Hochablass. Aufgrund von verschiedenen Auflagen aus den Genehmigungsbehörden, der Fischereifachberatung sowie dem UNESCO Welterbe Koordinationsbüro musste die Planung mehrmals überarbeitet und an den neusten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Funktionsweise solcher Anlagen angepasst werden.
Text: swa, Pressemitteilung vom 22.01.2026
myheimat-Team:Sandra Kost aus Augsburg |
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