Konjunkturumfrage im 2. Quartal 2026
Handwerkskonjunktur im Wirtschaftsraum Augsburg mit Licht und Schatten

Zum Ende des zweiten Quartals hat sich die Stimmung unter den befragten Handwerksunternehmen in der Region Augsburg (Stadt Augsburg sowie Landkreis Augsburg und Landkreis Aichach-Friedberg) insgesamt verbessert, auch wenn die Einschätzungen in den einzelnen Gewerken doch sehr unterschiedlich ausfallen. Quer über alle Branchen beurteilen 80 Prozent der Betriebe ihre eigene wirtschaftliche Lage als gut oder befriedigend. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch im Vorquartal. Die schwache Auftragsdynamik setzt die Handwerksbetriebe unvermindert unter Druck. Lediglich 16 Prozent berichten über ein Plus bei den Auftragseingängen. 37 Prozent beklagen dagegen ein Minus.

Das Ausbaugewerbe, darunter zahlenmäßig große Gewerke wie Elektrotechniker, Installateure oder Schreiner, meldet überdurchschnittlich hohe Zufriedenheitswerte und liegt im Branchenvergleich an der Spitze. Dahinter liegen das Kfz-Handwerk und die konsumnahen Handwerke wie Bäcker und Metzger, Optiker oder Friseure. Weniger rund läuft es bei den Handwerken und Zulieferern für den gewerblichen Bedarf bzw. im Bauhauptgewerbe. Bei den Maurer- oder Zimmererbetrieben ist die Zufriedenheit mit der eigenen Geschäftslage am niedrigsten.

„Unternehmen kämpfen gegen widrige Rahmenbedingungen“
Dazu Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben: „Dass sich unsere Handwerksunternehmen mit passgenauen Angeboten und überzeugender Qualität in einer wirtschaftlich angespannten Gemengelage behaupten können, stellt das Ausbaugewerbe eindrucksvoll unter Beweis. Gleichzeitig zeigt die geringe Zufriedenheit im Bauhauptgewerbe, dass selbst leistungsfähige, oftmals seit vielen Jahrzehnten erfolgreiche Unternehmen gegen widrige Rahmenbedingungen kämpfen und immer stärker unter Druck geraten. Trotz eines milliardenschweren Sondervermögens ist es der Politik bislang nicht gelungen, hier wirkungsvolle Wachstumsanreize zu setzen. Auch der Abbau der Bürokratie, so sehr er von der Politik immer wieder versprochen und teils schon umgesetzt wird, kommt bei den Betrieben nicht spürbar an. Der Frust und die Ungeduld nehmen zu.“

Gedämpfte Zukunftsaussichten
Eine deutliche Mehrheit von 76 Prozent der befragten Unternehmen teilt die Einschätzung, dass sich an ihrer gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage nichts verändern wird. Lediglich 8 Prozent gehen von einer Verbesserung aus. Demgegenüber befürchten 16 Prozent eine Verschlechterung. Einen Rückgang an Aufträgen bzw. geringere Umsätze erwarten rund 20 Prozent der Firmen. Auch die Gefahr weiter steigender Einkaufspreise sehen die Unternehmen auf sich zukommen. 54 Prozent gehen von einem Preisanstieg aus.

(Text: HWK Schwaben)

Bürgerreporter:in:

Florian Handl aus Augsburg

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

35 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.