Fernwärmeausbau
Erste Koppelstation im Wolframviertel für Fernwärme mit niedrigerer Temperatur

Die Koppelstation wiegt rund 51 Tonnen und ist die erste ihrer Art in Augsburg. Sie ermöglicht die Versorgung mit Wärme aus erneuerbaren Quellen für bis zu 1.500 Haushalte im Wolframviertel. | Foto: swa/Thomas Hosemann
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  • Die Koppelstation wiegt rund 51 Tonnen und ist die erste ihrer Art in Augsburg. Sie ermöglicht die Versorgung mit Wärme aus erneuerbaren Quellen für bis zu 1.500 Haushalte im Wolframviertel.
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  • Die neue Koppelstation ermöglicht das Einspeisen von Wärme aus örtlichen erneuerbaren Quellen für bis zu 1.500 Haushalte über das Fernwärmenetz der swa.
  • Die swa planen den Bau einer Flusswasserwärmepumpe im Kaufbach im Zusammenhang mit dem Neubau des Spickelbads

Die Stadtwerke Augsburg (swa) erweitern ihr Fernwärmenetz im Wolframviertel und bauen dafür eine neue Fernwärme-Koppelstation in der Prinzstraße. Die Koppelstation ist die erste ihrer Art in Augsburg und eine der ersten in Deutschland. Sie dient dazu, Fernwärme auf eine Temperatur herunterzukühlen, die das Einspeisen von Wärme aus örtlichen erneuerbaren Energiequellen wie einer Flusswasserwärmepumpe ermöglicht. Ab voraussichtlich Mitte Mai können so rund 120 Haushalte im Wolframviertel mit Fernwärme versorgt werden. Bisher wurden rund 1,1 Kilometer Fernwärmeleitungen im Wolframviertel verlegt, perspektivisch sind es bis zu 3,4 Kilometer.

Die Koppelstation wurde am Donnerstag, 16. April von einem Schwerlastkran eingehoben. Sie wiegt rund 51 Tonnen und misst 5 mal 3,6 Meter. In die Station fließt bis zu 120 Grad heißes Wasser der Fernwärme aus den Erzeugungsanlagen der swa, wie beispielsweise aus dem Biomasseheizkraftwerk in Lechhausen. In der Station wird das Wasser auf 85 Grad heruntergekühlt, sodass auf dem Weg in die Haushalte weniger Wärme verloren geht und die Versorgung somit effizienter ist.

Hintergrund ist, dass im Fernwärmenetz der swa Wasser mit Vorlauftemperaturen von rund 120 Grad transportiert wird. Die hohen Vorlauftemperaturen werden heute insbesondere in Netzbereichen mit hoher Anschlussdichte, wie zum Beispiel in der Augsburger Innenstadt, benötigt, um die erforderlichen Wärmemengen und Leistungen zuverlässig bereitstellen zu können. Die swa planen eine schrittweise Reduzierung der Temperaturniveaus im gesamten Fernwärmenetz. Das Wolframviertel bildet dabei einen ersten Baustein. Vorteil ist, dass mit den niedrigeren Temperaturen von rund 85 Grad Energie gespart werden kann und örtliche erneuerbare Quellen, wie Großwärmepumpen besser eingebunden werden können. Um dennoch die Verbindung zum Fernwärmesystem zu haben und damit die Versorgungssicherheit zu erhöhen, muss die heiße Fernwärme auf die niedrigere Temperaturen heruntergekühlt werden.

Dabei geht keine Energie verloren. Die Temperatur wird durch die Mischung mit kühlerem Rücklaufwasser abgesenkt, die Wärme bleibt vollständig im Kreislauf. Ähnlich wie bei einem Wasserhahn entsteht durch das Mischen von heißem und kühlerem Wasser eine niedrigere Temperatur, im Wärmenetz wird das heiße Fernwärmewasser so von etwa 120 auf rund 85 Grad abgekühlt.

Mit dem Bau des neuen Spickelbads planen die swa zudem den Bau einer Flusswärmepumpe im Kaufbach mit bis zu drei Megawatt Anschlussleistung. Die dadurch erzeugte Wärme kann in das Fernwärmenetz im Wolframviertel eingespeist werden und bis zu 1.500 Haushalte mit Wärme aus erneuerbarer Quelle versorgen. Sie ist somit ein wichtiger Baustein für die Wärmewende in Augsburg und garantiert zusätzliche Versorgungssicherheit. Voraussetzung für den Betrieb der Flusswärmepumpe ist die neue Koppelstation in der Prinzstraße. Sie reguliert die Temperatur des Wassers aus den Erzeugungsanlagen der swa so, dass sie mit der Einspeisetemperatur aus der Wärmepumpe kompatibel ist.

Hauseigentümerinnen und -eigentümer im Wolframviertel, die Interesse an einem Fernwärmeanschluss haben, können sich online auf der Website der swa unter swa.to/fernwaerme melden.

Rund 60 Prozent des Augsburger Wärmebedarfs wollen die swa bis 2045 mit Fern- oder Nahwärme decken – heute sind es etwa 25 Prozent. Dafür investieren sie bis 2040 rund eine Milliarde Euro. Das Fernwärmenetz mit einer Länge von rund 220 Kilometern soll bis dahin deutlich erweitert und neue, zusätzliche Erzeugungsanlagen sowie Wärmespeicher gebaut werden.

Text: swa, Pressemitteilung vom 17.04.2026

Die Koppelstation wiegt rund 51 Tonnen und ist die erste ihrer Art in Augsburg. Sie ermöglicht die Versorgung mit Wärme aus erneuerbaren Quellen für bis zu 1.500 Haushalte im Wolframviertel. | Foto: swa/Thomas Hosemann
Die swa bauen in der Prinzstraße die erste Fernwärme-Koppelstation in Augsburg. Sie reguliert die Wärmetemperatur und ermöglicht das Einspeisen von Wärme aus erneuerbaren Quellen. | Foto: swa/Thomas Hosemann
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Sandra Kost aus Augsburg

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