Bundestagswahl 2025
"Wählen gehen? – Aber heute ist Sonntag, draußen ist es kalt und auf dem Sofa sooo gemütlich!"
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"Wählen gehen? – Aber heute ist Sonntag, draußen ist es kalt und auf dem Sofa sooo gemütlich!"
Kommt Ihnen diese Stimmung bei Ihnen oder Familienmitgliedern bekannt vor? Sicherlich sind Sie damit nicht alleine.
Und ja, auch ich bekenne mich schuldig. Mit Anfang 20 habe ich eine Landtagswahl sausen lassen – verkatert auf der Couch – aber mit schlechtem Gewissen.
Abends rief mich mein Vater an: "Warst du denn heute wählen?"
Zerknautscht antwortete ich: "Nein ... ich war müde."
Dann sagte mein Vater einen Satz, den ich nie mehr vergaß: "Woanders auf der Welt sterben Menschen, um in einer Demokratie zu leben."
So einfach, so wahr. Es gab keine Ausrede mehr, nie wieder.
Fast zehn Jahre später ist für mich dieser Satz weiterhin das absolut überzeugendste Argument dafür, meine Wertschätzung und Dankbarkeit für unseren demokratischen Staat mit meiner Wahlbeteiligung Ausdruck zu verleihen.
Ein Zeichen für die Wertschätzung der Demokratie
In einer Demokratie zu leben und vor allem geboren zu sein, ist ein Sechser in der Lebenslotterie. Dennoch liegt die Wahlbeteiligung in Deutschland leider oft unter dem wünschenswerten Niveau.
Falls Sie nicht bereits Ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben, haben wir hier komprimiert 7 Argumente gesammelt, die Ihnen – oder Ihren Mitmenschen – den nötigen Push geben, am 23. Februar den Weg zur Wahlurne aufzusuchen. Egal bei welchem Wetter, egal, ob am Abend zuvor zu tief ins Glas geschaut wurde. (Das Sofa läuft ja auch nicht davon, sondern wartet brav!)
Warum sollten wir unser Wahlrecht unbedingt nutzen?
1. Demokratie lebt von Beteiligung
Eine Demokratie funktioniert nur, wenn sich die Bevölkerung aktiv einbringt. Wahlen sind das zentrale Instrument, um Einfluss auf die politische Richtung eines Landes zu nehmen. Wer nicht wählt, überlässt anderen die Entscheidung.
2. Jede Stimme zählt
Es mag den Anschein haben, dass eine einzelne Stimme keinen Unterschied macht, doch viele kleine Stimmen können eine Wahl entscheiden. Gerade in knappen Rennen kann jede Stimme ausschlaggebend sein.
3. Schutz vor Extremismus
Wer nicht wählt, stärkt indirekt extremistische und populistische Strömungen. Ein hoher Wähleranteil sorgt für eine stabilere Demokratie und verhindert, dass extreme Positionen überproportional an Einfluss gewinnen.
4. Politische Verantwortung übernehmen
Wahlen sind eine Möglichkeit, Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander zu übernehmen. Wer wählt, zeigt Engagement für eine bessere Zukunft und gestaltet aktiv mit.
5. Zukunft mitgestalten
Gesetzgebung und politische Entscheidungen betreffen uns alle – sei es in Bildung, Wirtschaft, Umwelt oder Sozialpolitik. Durch unsere Wahl bestimmen wir mit, welche Richtung unsere Gesellschaft einschlägt.
6. Vorbild sein
Besonders für junge Menschen ist es wichtig, ein Bewusstsein für Demokratie zu entwickeln. Wer wählt, zeigt seinen Mitmenschen, dass politische Teilhabe wertvoll ist und motiviert andere, ebenfalls ihre Stimme abzugeben.
7. Keine Wahl ist auch eine Wahl
Wer nicht wählt, entscheidet sich bewusst dafür, anderen die Gestaltung der Zukunft zu überlassen. Damit verzichtet man auf das eigene Mitspracherecht und akzeptiert passiv jede getroffene Entscheidung.
Die Wahl ist ein Privileg, das in vielen Ländern keine Selbstverständlichkeit ist. Nutzen wir es! Denn nur wer wählt, sorgt dafür, dass uns dieses Privileg nicht verloren geht.
PS.: In Ihrem lokalen Wahlbüro können Sie auch jetzt schon jederzeit wählen gehen, wann es Ihnen passt! Die Adresse und Öffnungszeiten finden Sie oben rechts auf Ihrer Wahlbenachrichtigung.
- Foto: Samia Razziq, stock.adobe.com
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myheimat-Team:Madlen Ellmenreich aus Augsburg |
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