Anfrage im Landtag zu Hitze und Trockenheit
Niedrige Grundwasserstände und hohe Verbräuche: Staatsregierung zieht Bilanz für Schwaben
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Hitze und Trockenheit
„Vor dem Hintergrund der anhaltende Hitze- und Trockenperiode und angesichts steigender Wassertemperaturen in Gewässern frage ich die Staatsregierung, wie sie die derzeitige Entwicklung der Grundwasserstände und die Qualität der Badegewässer im Regierungsbezirk in Schwaben bewertet, welche Wasserversorger in Schwaben haben nach Kenntnis der Staatsregierung einen signifikanten Anstieg des Wasserverbrauchs vermeldet beziehungsweise aktiv zum Wassersparen aufgerufen und inwiefern fördert der Freistaat Maßnahmen zur Klimafolgen-Anpassung, um Schäden durch Extremwetter wie Hitze, Dürre und Starkregen zu minimieren.“
Antwort des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention
Die aktuellen Grundwasserstände im Regierungsbezirk Schwaben werden überwiegend mit „sehr niedrig“ bewertet – eine aktuelle Einschätzung an Grundwasser-Messstellen ist unter www.nid.bayern.de veröffentlicht. Die Wasserversorgungsunternehmen berichten von deutlich erhöhten Pro-Kopf-Verbräuchen infolge der Hitzeentwicklung. Eine Meldepflicht zum Wasserverbrauch besteht nicht. Aufrufe zum Wassersparen sind von der Stadt Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm und der Stadt Nördlingen im Landkreis Donau-Ries bekannt – auch hier gibt es keine Verpflichtung zur Übermittlung derartiger Aufrufe.
Das Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) teilt mit, dass Daten zur Badegewässerqualität im Regierungsbezirk Schwaben auf den Seiten der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden einsehbar sind, die über die Homepage des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und die dortige Badegewässerkarte verlinkt sind (siehe
https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasserhygiene/badeseen/index.htm).
Grundsätzlich können in Gewässern, die dafür anfällig sind, Massenvorkommen von Cyanobakterien („Blaualgen“) auftreten. Warme Temperaturen können das CyanobakterienWachstum fördern, sodass Massenvorkommen bei andauernder Hitze ggf. früher im Jahr auftreten, stärker ausfallen oder auch länger andauern könnten. Abgesehen davon wirken sich Hitze und Trockenheit in der Regel nicht negativ auf die Badegewässerqualität aus. Dies zeigt auch die Erfahrung mit Hitzewellen aus den vergangenen
Jahren.
Klimaanpassung hat für die Staatsregierung hohe Priorität. Maßnahmen zur Klimafolgen-Anpassung sind in der Bayerischen Klima-Anpassungsstrategie (BayKLAS) beschrieben (vgl. https://www.bestellen.bayern.de/stmuv_klima_030). Mit der zweiten Fortschreibung der BayKLAS 2025 werden die bereits beobachteten und künftig zu erwartenden klimatischen Veränderungen in Bayern dargestellt. Zudem wird die Strategie dahingehend weiterentwickelt, wie Bayern sich in den verschiedenen Handlungsfeldern an den Klimawandel anpassen kann. Die BayKLAS 2025 besteht aus zwei Teilen, dem Aktionsplan Klimaanpassung 2030 und dem Maßnahmenkatalog zur Umsetzung des Aktionsplans. Beispielhaft sei die Maßnahme WW-2_02 Aktionsplan Bewässerung genannt. Der Aktionsplan enthält Ansätze aus den Bereichen Förderung (z. B. BaySL und BaySL Digital, Weinbauprogramm Teil A, RZWas), Forschung und Beratung.
Bürgerreporter:in:myheimat Redaktionsteam aus Augsburg |
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