Medizinische Vortragsreihe der Wertachkliniken
Divertikel im Dickdarm - meist findet man sie im Sigma
- Divertikel sind Ausstülpungen der Darmwand oder auch nur der Schleimhaut. Jeder zweite über 70-jährige hat solche Divertikel in seinem Dickdarm; meist im Sigma, dem letzten Teil des Dickdarms. Normalerweise sind sie harmlos. Aber wenn sie sich entzünden, kann das sehr unangenehm, mitunter sogar lebensgefährlich werden. Deshalb informiert Dr. Schöler am 11. Februar um 19.30 Uhr im Ferdinand-Wagner-Saal in Schwabmünchen über die Symptome einer Sigma-Divertikulitis. Er sagt, was wir gegen die Entwicklung von Divertikeln tun können und wann man auf jeden Fall zum Arzt gehen sollte. Und er erklärt die notwendigen Untersuchungen und Behandlungsmöglichkeiten, falls es zu einer Entzündung kommt. Der Eintritt ist frei, aber der Förderverein der Wertachklinik Schwabmünchen freut sich über eine Spende.
- Foto: Doris Wiedemann
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Divertikel sind ballonförmige Ausstülpungen in der Darmwand. Man kann sie im gesamten Magen-Darmtrakt finden. Im sogenannten Sigma, dem letzten Abschnitt des Dickdarms, findet man sie jedoch besonders häufig. Fast jeder zweite über 70-jährige hat dort Divertikel, also Ausstülpungen. Natürlich können auch jüngere Menschen betroffen sein. Mediziner nennen das eine Divertikulose. Sie ist meist harmlos und nicht behandlungsbedürftig.
„Falls sich diese Ausstülpungen entzünden, spricht man von einer Divertikulitis, und die kann sehr unangenehm, im Extremfall sogar lebensbedrohlich, sein“, sagt Dr. Claus Schöler, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie der Wertachklinik in Schwabmünchen. Er informiert am 11. Februar um 19.30 Uhr im Ferdinand-Wagner-Saal in Schwabmünchen über die sogenannte Sigma-Divertikulitis, die häufigste Form der Divertikelentzündung.
Die Erkrankten klagen meist über zunehmende Schmerzen auf der linken Seite des Unterbauchs und große Schmerzen bei Druck von außen. Dazu kommen vielfach Verstopfung, Durchfall oder Blähungen - oder alles im Wechsel. Bisweilen berichten Betroffene auch von Krämpfen und Übelkeit.
Mit zeitlich begrenzter Schonkost oder durch die Gabe von Antibiotika heilt eine Divertikulitis meist innerhalb von wenigen Wochen ab. Problematisch wird es jedoch, wenn sich die Entzündung ausbreitet und benachbartes Gewebe sowie Organe schädigt.
Im Extremfall kann es zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung oder sogar zu einer Blutvergiftung kommen. Daher sollte man spätestens dann zum Arzt gehen, wenn zu den oben beschriebenen Beschwerden auch noch Fieber hinzukommt.
Die gute Nachricht: Divertikel haben nichts mit der Entstehung von Darmkrebs zu tun. Dieser entwickelt sich aus sogenannten Darmpolypen, die in den Darm hineinragen und sich nicht wie Divertikel aus dem Darm ausstülpen.
Bürgerreporter:in:Doris Wiedemann aus Schwabmünchen |
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