Olympische Winterspiele 2014: Die Medaillen-Chancen der Deutschen in Sotschi

Heute starteten die olympischen Winterspiele 2014 ins Sotschi. Die offizielle Eröffnungszeremonie ist zwar erst Morgen, aber schon Heute gingen die ersten Athleten an den Start. Doch in welchen Disziplinen haben die Deutschen überhaupt Chancen auf eine Medaille und wer ist sogar ein Goldkandidat?

Schon in Vancouver vor vier Jahren gehörten die Deutschen Athleten zu den besten der Welt. Im Medaillenspiegel mussten sie sich nur dem Team aus Kanada geschlagen geben. Die Heimmannschaft war einfach zu stark. Doch die Bilanz des deutschen Teams konnte sich definitiv sehen lassen: 10 Mal Gold, 13 Mal Silber und 7 Mal Bronze brachten die Deutschen Sportler und Sportlerinnen mit nach Hause.

Skialpin: Kann Felix Neureuther in Sotschi gewinnen?

Wie erfolgreich könnten die Deutschen Athleten denn in Sotschi überhaupt sein? Die Chancen, dass die diesjährigen olympischen Spiele wieder sehr erfolgreich werden, stehen gut. Im Skialpin fahren einige Goldkandidaten für Deutschland. Es wird wahrscheinlich nicht mehr für das glanzvolle Ergebnis von Vancouver reichen, aber trotzdem sind Felix Neureuther und Maira Höfl-Riesch zwei der aussichtsreichsten Kandidaten. Auch die Biathleten waren bei den Spielen 2010 sehr erfolgreich, allerdings lief und schoss in Vancouver noch Magdalena Neuner. Sie holte damals Doppel - Gold und einmal Silber. Doch die erfolgreiche Sportlerin wird in Sotschi nicht mehr antreten. Für Miriam Gösser und ihr Team ist laut der Welt Online alles offen: Vom großen Erfolg bis zum absoluten Trauerspiel.

Sotschi 2014: Wie schlagen sich die deutschen Athleten?

Die Deutschen Skispringer sind auf jeden Fall hoch motiviert und die letzten großen Wettkämpfe haben gezeigt, dass sie definitiv bereit für olympisches Metall wären. Severin Freund gewann am vergangene Wochenende den Weltcup in Norwegen und wurde so automatisch zu einem der Favoriten für Sotschi. Auch Richard Freitag zeigt Kampfgeist. Vor einem Jahr ersprang er sich den Weltmeistertitel, als wäre nicht dabei. Die Winterspiele im Skispringen werden mit Sicherheit sehr spannende für die Deutschen. Auch die Athleten der nordischen Kombination freuen sich auf die olympischen Spiele in Russland. Sie wollen die Schmach der letzten Spiele unbedingt ausbügeln. In Vancouver war das springen in der Königsdisziplin durch fragwürdige Wetterbedingungen zu Lotterie geraten. Wenn das Wetter in den kommenden Wochen mitspielt, sollten auch in dieser Disziplin einige Erfolge drin sein.

Wie viele Medaillen könnten noch an Deutschland gehen?

Auch in den anderen olympischen Disziplinen sollte die eine oder andere Medaille nach Deutschland gehen. Sowohl im Skifreestyle als auch auf dem Snowboard sind einige vielversprechende Talente für die BRD am Start. Außerdem sollen die kommenden olympischen Winterspiele in Sotschi ein wahres Festspiel für die Deutschen Rodler werden, in ihren Reihen finden sich mit Sicherheit einige Goldkandidaten und natürlich Felix Loch. Auch im Eiskunstlauf und Eisschnelllauf gibt es Einiges zu holen. Goldanwärterin hier definitiv: Claudia Pechstein.

Deise Sportler konnten ihre Chancen nutzen (UPDATE)

Mittlerweile stehen die Sieger in einigen Disziplinen ja schon fest. Nach 15 Entscheidungen ist auch das deutsche Team bei den olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 nicht leer ausgegangen. Vor allem die Rodler sehen ihre Rolle als Goldkandidaten schon einmal bestätigt. Im Einzel-Wettbewerb schnappte sich Felix Loch am Wochenende die Goldmedaille. Das erste olympische Metall für Deutschland. Heute folgte schließlich die zweite Medaille für Deutschland. Maria Höfl-Riesch wurde ihrer Rolle als Favoritin in der Super-Kombination gerecht und lies ihre Gegnerinnen hinter sich. Eine hat ihre Chance aber leider nicht nutzen können. Im Eisschnelllauf über 3000 Meter landete Favoritin Claudia Pechstein nur auf Platz 4. Im internationalen Medaillenspiegel steht Deutschland jetzt auf Platz 5, hinter Kanada, Norwegen, den Niederlanden und den USA, allerdings dicht gefolgt von Russland.

Die Rodlerinnen greifen an

Rodeln scheint eine der besten Disziplinen der deutschen Olympioniken zu sein. Im Einzel Bob der Frauen sind Natalie Geisenberger und Tatjana Hüfner auf dem besten Weg die beiden ersten Plätze zu belegen. Die beiden Deutschen behielten in den ersten drei Läufen die Oberhand, nur in einem von vier Läufen lies sich Hüfner von der Amerikanerin Erin Hamlin auf den dritten Platz verbannen. Eigentlich sollte den deutschen Rodlerinnen bei den olympischen Winterspielern 2014 in Sotschi nicht mehr viel im Weg stehen. Vor Allem Natalie Geisenberger kann sich auf einem bequemen Vorsprung von schon über einer Sekunde ausruhen. Ihre Teamkollegin muss sich allerdings noch einmal wirklich reinhängen. Sie hat auf die Kontrahentin aus den USA nur wenige Zehntel Vorsprung. Der letzte Lauf wird die Entscheidung bringen. Eines steht auf jeden Fall fest, die Rodler werden ihrer Favoritenrollen in Sotschi auf jeden Fall gerecht. Schon Felix Loch holte olympisches Gold nach Deutschland.

Drei Medaillen für Deutschland

Und sie haben es tatsächlich geschafft. Sowohl Natalie Geisenberger als auch Tatjana Hüfner sicherten sich mit dem letzten Lauf auf der Rodelbahn in Sotschi einen Platz auf dem Treppchen. Geisenberger konnte ihren Vorsprung im letzten Lauf sogar noch ausbauen. Sie war noch einmal neun Hundertstel schneller als ihre Teamkollegin. Auch Tatjana Hüfner verspielte ihren Vorsprung nicht mehr und lies die Amerikanerin Erin Hamlin auf dem dritten Platz zurück. Doch Olympia hatte noch eine große Überraschung zu bieten: Carina Vogt flog im Skispringen auf Platz Eins und holte eine weiter Goldmedaille für Deutschland. Die Deutsche flog insgesamt 247,4 Meter und lies Daniela Iraschko-Stolz somit 1,2 Meter hinter sich. Dem deutschen Medaillenspiegel haben die vielen Erfolge auf jeden Fall gut getan. Mittlerweile finden sich auf dem Konto der BRD vier goldene und eine silberne Medaille. Deutschland rutscht in der Gesamtwertung somit auf Platz drei.

Deutschland ist Platz Eis im Medaillenspiegel

Deutschland auf Platz Eins im internationalen Medaillenspiegel. In der Königsdisziplin der olympischen Winterspiele schaffte es Eric Frenzel am Mittwoch die Goldmedaille zu holen. Der Deutsche behielt sowohl auf der Schanze, als auch auf der Langlaufstrecke die Oberhand und sicherte sich so einen unumstrittenen ersten Platz in der Tabelle. Mit einer Gesamtzeit von 23:50 Minuten, war Frenzel ganze vier Sekunden schneller als der zweitplazierte Japaner Aktio Watabe. Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden am Mittwoch Abend wieder einmal die Rodler. Der Doppelsitzer der Herren gewann mit Tobias Wendl und Tobias Artl. Die beiden Bayern waren überglücklich und konnten es gar nicht wirklich glauben. Doch mit dem Sieg der beiden Herren war die Erfolgsserie der Rodler immer noch nicht beendet. Auch in der Staffel dominierte das Deutsche Team und konnte ein weiteres mal Platz Eins erreichen Mit sieben goldenen, einer silbernen und einer bronzenen Medaille konnte das Team aus der BRD vorerst sogar die starken Norweger und Kanadier überholen.

Nach dem zweiten Wochenende: 8 Mal Gold, 3 Mal Silber

Am zweiten Samstag der olympischen Winterspiele holte das Deutsche Team noch einmal zwei silberne Medaillen. Maria Höfl-Riesch musste sich im Super G der Damen nur Einer geschlagen geben: Anna Fenniger aus Österreich war knapp 5 Zehntel schneller als die deutsche Favoritin. Doch der zweite Höfl-Reisch Erfolg war nicht der einzige Erfolg des Tages. Marinus Kraus verpasst die Goldmedaille auf der Großschanze im Skispringen nur knapp. Zwar flog er gute neun Meter weiter, als sein Konkurrent, konnte sich aber nicht gegen die gute Haltungspunkte von Peter Prevc durchsetzen. Die achte Goldmedaille für Deutschland holte nach einem weniger erfolgreichen Sonntag, dann Viktoria Rebensburg am Montag. Die deutsche Fahrerin schaffte es sich im Riesenslalom Gold zu sichern und triumphierte mit 2 Zehnteln Vorsprung gegen ihre Verfolgerin aus der Schweiz, Lara Gut.

Medaillenspiegel: Norwegen überholt Deutschland

Mittwoch in der zweiten Woche verpassten zwei Deutsche ihrer Chance auf eine Medaille bei den olympischen Winterspielen. Weder Favorit Felix Neureuther noch sein Kollege Fritz Dopfer schafften es beim Riesenslalom der Herren aufs Treppchen. Nach einem annehmbaren ersten Lauf, in dem der deutsche Star noch auf Platz Acht landete, vielen beide Teilnehmer um einiges zurück. Am Ende landeten die beiden auf Platz 11 und Platz 17, was nicht den Erwartungen der Öffentlichkeit und sicherlich nicht den Eigenen entspricht. Im Medaillenspiegel haben die dieses Jahr extrem starke Norweger die Deutschen wieder überholt. Sie durften schon neun Mal Gold, vier Mal Silber und sieben Mal Bronze feiern. Deutschland liegt jetzt auf Platz zwei, allerdings wird der Abstand zu den USA immer kleiner.

Kein Gold für die nordischen Kombinierer

Am Donnerstag Mittag stand das Team um Eric Frenzel kurz vor der Goldmedaille im Teamwettbewerb der nordischen Kombination. In der Königsdisziplin bei den olympischen Winterspielen fiel die Entscheidung auf den letzten Metern. Nach dem Springen führten die Deutschen das Feld noch mit knapp sechs Punkten an. Sie bescherten ihren Verfolgern, den Norwegern, auf der Schanze sogar einen Rückstand von 25 Sekunden. Doch anscheinend ist die Mannschaft aus dem hohen Norden definitiv fitter auf den Langlaufski unterwegs, als die deutschen Athleten. Am Ende ging es um Zehntel. Mit 0,3 Sekunden Rückstand verpassten die Sportler aus der BRD den Sieg und somit die Goldmedaille, die Deutschland im Medaillenspiegel allerdings wirklich gut getan hätte. Nur noch ein Mal Gold fehlt den USA, um das Team aus der Heimat auf den letzten Metern noch zu überholen.

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Bürgerreporter:in:

Christoph Müller aus Stuttgart

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