Warum Kickboxen beim Abnehmen oft effektiver ist als klassisches Fitnesstraining
- hochgeladen von Tobias Warzel
Wer Körperfett reduzieren möchte, denkt häufig zuerst an Laufband, Crosstrainer oder stundenlanges Training im Fitnessstudio. Doch moderne sportwissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Kickboxen zu den effektivsten Trainingsformen für die Fettverbrennung und langfristige Gewichtsreduktion gehört.
Kickboxen kombiniert hochintensive Belastungen, Ganzkörpertraining, Kraftausdauer und mentale Motivation in einer einzigen Trainingseinheit. Dadurch werden nicht nur viele Kalorien verbrannt, sondern gleichzeitig Muskulatur aufgebaut, Stress reduziert und die allgemeine Gesundheit verbessert.
1. Höherer Kalorienverbrauch durch Ganzkörpertraining
Beim klassischen Krafttraining werden häufig einzelne Muskelgruppen isoliert trainiert. Beim Kickboxen arbeitet dagegen nahezu der gesamte Körper gleichzeitig:
- Beine
- Gesäßmuskulatur
- Bauchmuskeln
- Rücken
- Schultern
- Arme
- Herz-Kreislauf-System
Dadurch entsteht ein deutlich höherer Energieverbrauch.
Laut dem American Council on Exercise (ACE) können bei einer intensiven Kickbox-Einheit zwischen 600 und 1000 Kalorien pro Stunde verbrannt werden – abhängig von Körpergewicht und Trainingsintensität.
Zum Vergleich:
- Krafttraining: ca. 180–450 kcal/Stunde
- Walking: ca. 200–350 kcal/Stunde
- Joggen: ca. 500–800 kcal/Stunde
Kickboxen gehört damit zu den effektivsten Sportarten für den Kalorienverbrauch.
2. Wissenschaftlich belegter Nachbrenneffekt
Ein entscheidender Vorteil von Kickboxen ist der sogenannte Nachbrenneffekt (EPOC – Excess Post-Exercise Oxygen Consumption).
Nach einem intensiven Training benötigt der Körper zusätzliche Energie, um:
Sauerstoffspeicher aufzufüllen
Muskeln zu regenerieren
Stoffwechselprozesse zu normalisieren
Dadurch verbrennt der Körper auch nach dem Training weiterhin Kalorien.
Studien der American College of Sports Medicine zeigen, dass hochintensive Intervallbelastungen – wie sie beim Kickboxen regelmäßig vorkommen – den Nachbrenneffekt deutlich stärker aktivieren als moderates Ausdauertraining.
Das bedeutet:
Der Kalorienverbrauch endet nicht mit der letzten Runde.
3. Weniger Stress – weniger Heißhunger
Viele Menschen scheitern beim Abnehmen nicht am Training, sondern an Stress.
Chronischer Stress erhöht die Ausschüttung des Hormons Cortisol. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel wird mit:
Heißhungerattacken
emotionalem Essen
Bauchfetteinlagerungen
Gewichtszunahme
in Verbindung gebracht.
Eine Studie der Harvard Medical School zeigt, dass regelmäßige intensive Bewegung Stress reduzieren und die Regulation von Cortisol verbessern kann.
Kickboxen bietet dabei einen besonderen Vorteil:
Während des Trainings muss man sich vollständig auf Bewegungen, Kombinationen und Technik konzentrieren.
Der Kopf wird frei.
Viele Teilnehmer berichten bereits nach wenigen Wochen von:
- weniger Stress
- besserem Schlaf
- weniger emotionalem Essen
- höherer Motivation
4. Muskelaufbau unterstützt die Fettverbrennung
Viele Diäten führen zwar kurzfristig zu Gewichtsverlust, oft geht dabei jedoch auch Muskelmasse verloren.
Kickboxen kombiniert:
Ausdauertraining
Krafttraining
Schnellkrafttraining
Dadurch wird Muskulatur aufgebaut und erhalten.
Mehr Muskelmasse bedeutet:
Der Körper verbrennt selbst im Ruhezustand mehr Kalorien.
Eine Untersuchung von Willis et al. (2012) konnte zeigen, dass die Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining deutlich bessere Ergebnisse bei der Reduktion von Körperfett erzielt als reines Ausdauertraining.
Genau diese Kombination findet sich im Kickboxtraining.
5. Motivation durch Abwechslung und Fortschritt
Einer der häufigsten Gründe für Trainingsabbrüche ist Langeweile.
Viele Menschen verlieren nach einigen Wochen die Motivation für:
- Laufband
- Fahrradergometer
- monotones Gerätetraining
Kickboxen bietet dagegen ständig neue Reize:
- neue Techniken
- Schlagkombinationen
- Tritttechniken
- Partnerübungen
- Fitnesszirkel
Eine Studie der Sport England Initiative zeigt, dass abwechslungsreiche Sportarten langfristig eine höhere Trainingsbindung erzeugen als monotone Trainingsformen.
Wer regelmäßig trainiert, erzielt langfristig bessere Ergebnisse.
6. Ganzheitliche Gesundheit statt reiner Gewichtsverlust
Abnehmen sollte niemals das einzige Ziel sein.
Kickboxen verbessert gleichzeitig:
✅ Herz-Kreislauf-Gesundheit
✅ Ausdauer
✅ Kraft
✅ Beweglichkeit
✅ Koordination
✅ mentale Belastbarkeit
✅ Selbstvertrauen
Eine Untersuchung von Ouergui et al. (2015) zeigte signifikante Verbesserungen der körperlichen Leistungsfähigkeit und Fitnesswerte bereits nach wenigen Wochen Kickboxtraining.
Das Ergebnis:
Man fühlt sich nicht nur leichter, sondern auch stärker, fitter und leistungsfähiger.
Fazit
Wer nachhaltig Körperfett reduzieren möchte, benötigt mehr als nur ein Kaloriendefizit.
Erfolgreiches Abnehmen basiert auf:
- hohem Kalorienverbrauch
- Muskelaufbau
- Stressreduktion
- langfristiger Motivation
- regelmäßigem Training
Kickboxen vereint all diese Faktoren in einer einzigen Trainingsform.
Es verbrennt viele Kalorien, verbessert die Fitness, stärkt die mentale Gesundheit und macht gleichzeitig Spaß.
Deshalb entscheiden sich immer mehr Menschen für Kickboxen statt für monotones Fitnesstraining.
Wissenschaftliche Quellen
American Council on Exercise (ACE). (2018). Calories Burned During Exercise.
American College of Sports Medicine (ACSM). (2021). High-Intensity Interval Training Position Stand.
Harvard Medical School. (2020). Exercise and Stress Reduction.
Ouergui, I., Hssin, N., Haddad, M., et al. (2015). The effects of kickboxing training on physical fitness. Biology of Sport, 32(4), 341–345.
Willis, L. H., Slentz, C. A., Bateman, L. A., et al. (2012). Effects of aerobic and/or resistance training on body mass and fat mass in overweight adults. Journal of Applied Physiology, 113(12), 1831–1837.
World Health Organization (WHO). (2022). Physical Activity Guidelines and Health Benefits
Bürgerreporter:in:Tobias Warzel |
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