Hitzesommer als Weckruf
Hitzesommer als Weckruf: Bayerns digitale Leuchttürme machen Schule – in ganz Deutschland und international!
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Minister Mehring: „Bayerns digitales Know-how wird zum Exportschlager!"
Der Sommer 2026 macht mit der aktuellen, zweiten Hitzewelle deutlich, wie sehr der Klimawandel Kommunen in ganz Deutschland fordert: Nach historisch hohen Temperaturen im Juni und anhaltender Trockenheit hat die Landeshauptstadt München Mitte Juli eine Allgemeinverfügung zum Wassersparen erlassen. Diese Maßnahme zeigt exemplarisch, wie knapp die Ressource Wasser in längeren Hitze- und Trockenperioden werden kann und wie wichtig innovative Lösungen für einen schonenden Umgang damit sind.
Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring sieht genau darin den Auftrag seines Erfolgsprogramms „Kommunal? Digital!“ bestätigt: Bereits mehr als 50 Kommunen setzen die digitalen Lösungen aus den zehn geförderten Projekten ein - einige davon sogar weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus. Möglich wurde das durch eine erfolgreiche zwölfmonatige Transferphase, in der das Digitalministerium gemeinsam mit sieben Pilotkommunen intensive Wissenstransfer-Arbeit betrieben hat.
Digitalminister Dr. Fabian Mehring: „Mit „Kommunal? Digital!“ haben wir erfolgreich gezeigt, dass man beiden großen Masterthemen unserer Zeit – Digitalisierung und Nachhaltigkeit – zusammendenken muss. In Zukunft muss nicht jede Kommune das digitale Rad neu erfinden. Stattdessen freue ich mich, dass unsere Ideen in die Fläche kommen und Bayerns kommunale Digital-Pioniere begeisterte Nachahmer in Deutschland und Europa finden. Es ist klasse zu sehen, dass immer mehr Kommunen unsere erfolgreichen Projekte wie einen Baukasten für sich übernehmen. So wird aus einer guten Idee vor Ort ein Gewinn für ganz Deutschland. Genau das war von Beginn an unsere Idee, die nun voll aufgeht: digitale Lösungen aus der kommunalen Praxis konsequent in die Fläche zu bringen.“
Drei Beispiele zeigen die Bandbreite der Nachnutzung
In Erlangen ist aus dem Projekt StadtGrünDigital, einer wissenschaftlich mit der FAU Erlangen entwickelten Gießroutenoptimierung für Jungbäume mittels Bodenfeuchtesensoren, ein eigenständiges bayerisches Start-up entstanden. In Zeiten immer häufiger auftretender Hitzewellen und Wasserknappheit ist das Projekt wegweisend für eine zielgerichtete und zugleich ressourcenschonende Bewässerung. Die Lösung wurde bereits an 19 weitere Kommunen übertragen, etwa nach Ingolstadt, und wird derzeit von der Stadt Wien getestet.
In Bamberg hat die Stadt aus ihrem Projekt BaKIM heraus eine bundesweit einmalige, öffentlich zugängliche Webanwendung entwickelt: Kommunen laden Drohnenbilder ihres Baumbestands hoch und erhalten über ein im Rahmen von „Kommunal? Digital!“ entwickeltes KI-Modell eine Auswertung zu Art und Vitalitätszustand einzelner Bäume. Von Wuppertal über Dresden bis Zürich stehen Kommunen bereits in Gesprächen mit Bamberg, um die Anwendung für die kommenden Befliegungsmonate Juli/August zu nutzen. Auch das Land Berlin, vertreten durch Berlin TXL Management GmbH, bereitet den Einsatz vor. Die Stadt Lemgo hat als erste Kommune BaKIM nachgenutzt und wurde dafür 2025 mit dem Ko-Pionier-Preis in der Kategorie „Digitalisierung in der Verwaltung“ ausgezeichnet.
In Markt Ergoldsbach hat sich das digitale Klima-, Informations-, Warn- und Alarmierungssystem KliWAS im Ernstfall bewährt: Beim Hochwasser 2024 lieferte es rechtzeitig wichtige Lageinformationen und half den örtlichen Einsatzkräften bei zielgerichteten Schutzmaßnahmen. Diesem Vorbild folgend haben sich inzwischen 28 Kommunen im Einzugsgebiet des Flusses Paar zur ARGE Solidarischer Hochwasserschutz zusammengeschlossen, um auf Basis der Erfahrungen des Projektes in Markt Ergoldsbach und mit Förderung des Digitalministeriums ein eigenes digitales Hochwasserfrühwarnsystem zu etablieren.
„Diese drei Beispiele zeigen die Bandbreite unserer Modellprojekte: von technischer Innovation über wirtschaftlichen Erfolg bis hin zu einer Lösung, die im Ernstfall sogar Menschenleben retten kann. So geht smarte Digitalisierung – nicht als Selbstzweck, sondern als konkreter Mehrwert für Menschen, Wirtschaft und Gesellschaft“, so Digitalminister Dr. Mehring.
Über „Kommunal? Digital!“
Im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Kommunal? Digital!“ wurden bayernweit zehn zukunftsweisende Projekte ausgewählt, die mit innovativen digitalen Ansätzen zur Nachhaltigkeit in Kommunen beitragen. Jedes dieser Projekte wurde mit bis zu 500.000 Euro gefördert und zwischen 2020 und September 2024 schrittweise umgesetzt. Insgesamt stellte das Bayerische Staatsministerium für Digitales dafür über 4 Millionen Euro bereit. Im Anschluss an die Umsetzungsphase begleitete das Ministerium in einer zwölfmonatigen Transferphase die Verbreitung der Lösungen in die kommunale Fläche und stellte den Pilotkommunen dafür nochmals jeweils bis zu 50.000 Euro für die intensiven Beratungs-, Öffentlichkeitsarbeits- und Informationsaktivitäten zur Verfügung.
Bürgerreporter:in:Team Fabi aus Meitingen |
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