Mostsaison bei den Gartenfreunden in Herbertshofen
Der tropische regenarme Sommer bereitet Obstbaumfreunden weniger Ertrag
- Der frisch gepresste Saft aus der Obstpresse wurde in Ablaufkartons sorgfältig verpackt.
- Foto: Peter Heider
- hochgeladen von Florian Handl
In Herbertshofen fließt wieder Saft aus der Obstpresse. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins verarbeiten verschiedene Obstsorten zu Saft und Most.
Von Peter Heider
Die Most- und Saftherstellung hat beim Obst- und Gartenbauverein Herbertshofen am vergangenen Wochenende begonnen. Der Zuspruch der Obstlieferer war schon am ersten Tag groß: „Bereits am ersten Saftpresstag kamen 50 Obstsaftfreunde in unser Vereinsheim, und wir hatten alle Hände voll zu tun, um die Anlieferer aus der ganzen Region zufriedenzustellen“, meinte sichtlich zufrieden der Vorsitzende der Herbertshofener Gartler, Günter Wolff, und sein dreiköpfiges Arbeitsteam, das am ersten Mosttag sechs Stunden im Einsatz war. „Jeden Tag“, so Wolff, „werden in den kommenden Tagen und Wochen zahlreiche Tonnen Mischäpfel und Birnen zu frischem Saft verarbeitet.“ Fünf Tonnen Mischobst – das vorgegebene Tagesziel – wurden bereits am ersten Tag zum Saften angekarrt, und somit wurde das Pensum erreicht, schildert Wolff.
„Die Anmeldungen laufen sehr gut, unser Telefon klingelt schon unermüdlich, und wir hoffen, dass dies auch in den kommenden zehn Wochen Mostsaison so weitergeht“, schmunzelt er. „Die aktuelle Lage ist aufgrund der langen Trockenheit nicht gut: Der Niederschlag hat während der Hitzeperiode gefehlt, und dadurch gibt es meistens nur kleine Äpfel und Birnen für die Saftproduktion“, bedauern Bernhard und Sabine Vogl, die aus Obermauerbach ihr Obst nach Herbertshofen bringen. „2024 war dagegen eine richtige Obstschwemme. Wir ernteten damals etwa zehn Zentner Mischobst und sind damit dreimal nach Herbertshofen zum Mosten gefahren“, blickt Sabine Vogl zurück.
Hauptsaison im September – auch mit Quitten- und Traubensaftherstellung
Laut Vorstandschaft wird vom Gartenbauverein eingeplant, dass die Hauptsaison etwa Mitte September erst so richtig anlaufen wird. „Doch nun sind wir schon mitten drin“, blickt der Gartlerchef auf die Warteschlange der wartenden Saft- und Mostfreunde. Geliefert werden derzeit Äpfel und Birnen, im Herbst kommen dann auch Trauben und Quitten zur Verarbeitung dazu. Um den Andrang bewältigen zu können, läuft die Obstpresse im Vereinsheim der Gartler an vier Tagen in der Woche.
Bürgerreporter:in:Florian Handl aus Augsburg |
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