40. Biberbacher Heilig-Kreuz-Markt
Prächtiges Spätsommerwetter inspirierte zu einem Besuch

In der rustikalen Hitzerhalle wurden die Gästen bei schwäbischen Gaumenfreuden mit zünftiger Blasmusik verwöhnt. | Foto: Peter Heider
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  • In der rustikalen Hitzerhalle wurden die Gästen bei schwäbischen Gaumenfreuden mit zünftiger Blasmusik verwöhnt.
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Am jährlichen Jahrmarkt zeigt sich das Wetter von einer besten Seite. Etwa 80 Fieranten bieten eine große Produkt- Angebot- und Speisenspalette an.

Von Peter Heider

Ein Herbsttag wie im Bilderbuch, prächtiges Spätsommerwetter und eine große Besucherkulisse: So präsentierte sich der Heilig-Kreuz-Markt, zu dem die Biberbacher Jahrmarktfreunde eingeladen hatten, um am traditionellen Treiben auf Biberbachs Straßen teilzunehmen. Der Heilig-Kreuz-Markt, früher nur als Kreuzmarkt bezeichnet, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erstmals fand er im Jahr 1681 statt – Anlass war damals die Errichtung eines Kreuzaltars durch Pfarrer Anton Ginther am Fest der Kreuzauffindung am 3. Mai 1681, der die Geschichte des beliebten Heilig-Kreuz-Marktes in der Gemeinde an der Biber einläutete.

Gemütliches Schlendern und kulinarischer Genuss
Das freundliche, spätsommerliche Wetter lockte am Tag des 40. Heilig-Kreuz-Marktes zahlreiche Besucher nach Biberbach, um gemütlich, gesellig und ohne Hektik durch die Budengassen zu schlendern. „In Biberbach kann man sich leckere Schmankerl einverleiben und dabei auch stöbern, einkaufen und Spaß mit guten Unterhaltungen haben“, schmunzelte eine der mehreren tausend begeisterten Besucherinnen, die in leichter Sommerkleidung ohne Zeitzwang durch die Budengasse flanierte.

Höhepunkt im Jahreskalender
„Unser Biberbacher Heilig-Kreuz-Markt ist jedes Jahr ein absolutes Highlight im örtlichen Veranstaltungskalender und bietet Besuchern sowie Gästen die Möglichkeit zu guten Gesprächen zwischen den Ständen und Buden. Bei der vielfältigen Produktpalette bleibt kein Wunsch offen“, so Alexander Storr, einer der Initiatoren des Jahrmarktes. Etwa 80 Fieranten, regionale Firmen und einheimische Geschäftsinhaber präsentierten eine bunte Produkt- und Angebotspalette, die keine Wünsche offenließ. Besonders Wert legen die Organisatoren Alexander Storr und Jürgen Klein darauf, dass auch ein großes Sortiment an regionalem Kunsthandwerk angeboten wird.

Vielfältiges Angebot und Verkaufserfolge
Sabine Sauer bot handgefertigte Produkte an. „Letztes Jahr war mehr los, trotzdem muss man mit dem Verkauf, da die Preise ja ständig steigen, zufrieden sein“, meinte die Standlbetreiberin. Annette Heinrichs aus Gablingen hatte bereits Weihnachts- und Adventsdekorationen im Angebot: „Viele Leute denken voraus und somit werden meine Produkte bereits jetzt im September gekauft“, freute sie sich.

Engagement der Vereine und des Bürgermeisters
Im Festzelt des SC Biberbach legte auch deren erster Vorsitzender, Bürgermeister Wolfgang Jarasch, kräftig mit Hand an: „Seit mittlerweile 23 Jahren bin ich auf dem Jahrmarkt aktiv, heuer das letzte Mal als Biberbacher Bürgermeister“, schilderte Jarasch. Er betonte, auch als SCB-Vorsitzender künftig weiterhin aktiv zu sein: „Wir können zuversichtlich in die Zukunft schauen, an Nachwuchs mangelt es nicht. Wir haben ein junges, motiviertes Team, das sich aus allen Abteilungen zusammensetzt, und es macht Spaß, mit diesen jungen Leuten zusammenzuarbeiten.“

Vorführungen, Kinderprogramm und regionale Spezialitäten
Die Freiwillige Feuerwehr Biberbach feierte ihr 150-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und Showübungen, die gemeinsam mit der Feuerwehr aus Eisenbrechtshofen das Publikum begeisterten. Auf dem Feuerwehrhof gab es zudem eine Twin-Teak-Wondo-Aufführung; eine Getränkebar sorgte für Erfrischungen. Beim Nachwuchs kamen das Kinderkarussell und die Hüpfburg gut an.

Beim Bummel durch die Budengasse wurde ein umfangreiches Warensortiment geboten, darunter aktuelle Mode, Haushaltsbedarf, Kleidung, Sportartikel, Modeschmuck, Töpferwaren, Tischdecken, Lederwaren, Gartengeräte sowie Besen, Bürsten und Kosmetik. Erstmals wurden regionale Tiernahrung und einheimische Olivenprodukte angeboten. Auch Biberbacher Vereine und Firmen beteiligten sich am Marktgeschehen und freuten sich über regen Besucherzuspruch.

Flohmarkt als besonderes Highlight
Ein besonderes Highlight ist stets der private Flohmarkt mit seinem reichhaltigen Angebot an gut erhaltenen altertümlichen Utensilien aus dem Sammlerbestand der Flohmarktfreunde in der Rathausstraße des Marktzentrums. „Man glaubt gar nicht, welch großes Interesse das Flohmarktangebot bei den Marktbummlern findet. So manches gute alte Stück hat einen neuen Liebhaber gefunden“, berichtet eine einheimische Anbieterin. Auch moderne, zeitgemäße Kleidung und andere Artikel konnten bestaunt und nach lebhaften Preisverhandlungen erworben werden.

Kulinarische Vielfalt und musikalische Unterhaltung
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Beim „schwäbischen Spezialitätenfest“ im bekannten Hitzler-Stadel wurden schwäbische Gerichte zu zünftigen Blasmusikklängen serviert. Bereits am Samstag vor dem Markt fand das weit über die Region hinaus bekannte „Spätzlefest“ statt, ausgerichtet vom Musikverein, der schwäbische Spezialitäten wie Schupfnudeln mit Kraut oder Schmalzgebäck servierte und auch zum Mitnehmen anbot.

Auf dem Feuerwehrplatz betrieb der Sportverein Biberbach (SCB) ein Festzelt mit deftigen bayerischen Spezialitäten sowie Kaffee und Kuchen. Wer am gut besuchten Marktsonntag im Hitzler-Stadel oder Festzelt keinen Sitzplatz fand, musste dennoch nicht hungern: Zahlreiche Stände in der Budenstraße boten Bratwürste, Fischsemmeln, Steckerlfisch, süße Speisen, Zuckerwatte sowie erstmals auch Kaiserschmarrn an.

Ausklang eines gelungenen Festtages
Als der Marktsonntag in den späten Nachmittagsstunden seinem Ende entgegenging, deckten sich viele Jahrmarktbesucher noch mit Leckereien für das Abendessen zu Hause ein – nach dem Motto: „Heute bleibt die Küche kalt.“ Mit müden Beinen, aber vielen Eindrücken machten sie sich schließlich auf den Heimweg.

Bürgerreporter:in:

Florian Handl aus Augsburg

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