Finanzielle Lage in Meitingen
Finanzielle Rücklagen sind größer als der aktuelle Schuldenstand
- Bürgermeister Michael Higl (links, auf dem Bild mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder) zeigt sich zufrieden mit der finanziellen Entwicklung im Haushalt des Marktes Meitingen.
- Foto: Peter Heider
- hochgeladen von Luca-Marie Zapf
Erfreuliche Tendenz: Rücklagen von 13,3 Millionen Euro stehen in Meitingen „nur" rund zehn Millionen Euro Schulden gegenüber
Text: Peter Heider
Meitingen. Eine erfreuliche Nachricht gab es noch vor dem Beginn der Sommerferien über den aktuellen Finanzhaushalt der Kommune aus dem Meitinger Rathaus. Ende des Jahres 2025 beliefen sich die Schulden in Meitingen auf rund zehn Millionen Euro. Dieser Summe stehen jedoch Rücklagen in Höhe von 13,3 Millionen gegenüber.
Den Grund für dieses Ergebnis im vergangenen Jahr schilderte Kämmerin Martina Mayrböck dem Gremium anhand von Zahlen. Im Verwaltungshaushalt wurde ein Plus von etwa drei Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Summe konnte als Zuführung dem Verwaltungshaushalt zugeführt werden. Somit beliefen sich die Einnahmen in diesem Bereich auf rund 41,7 Millionen Euro, die Ausgaben lagen jedoch bei „nur" 38,6 Millionen Euro. Somit wurde das erwartete Defizit, das bei der letzten Haushaltsverabschiedung noch mit etwa 11,8 Millionen Euro beziffert wurde, nicht erreicht. „Damals war der Plan", so die Kämmerin, „einen Kredit in Höhe von sechs Millionen Euro aufzunehmen und weitere 5,8 Millionen Euro aus den Rücklagen zu entnehmen, um damit das Defizit zu decken".
Nun konnte Martina Mayrböck jedoch eine andere Variante vorschlagen und vorstellen, denn der Minusbetrag, den die Gemeinde im vergangenen Jahr eingefahren hat, lag bei „nur" 6,6 Millionen Euro und nicht wie berechnet bei 11,8 Millionen Euro. Somit können nun 3,1 Millionen Euro des Defizits aus den Rücklagen entnommen werden und weitere 3,5 Millionen Euro werden als Haushaltsrest für Kreditaufnahmen auf die Seite gelegt. „Dadurch muss derzeit kein aktueller Kredit abgerufen werden, könnte jedoch im Fall der Fälle abgerufen werden", erläuterte Mayrböck. Als Grund für diese positive Entwicklung im Verwaltungshaushalt nannte die Kämmerin die Gewerbesteuer, die zwei Millionen Euro mehr in die Kasse des Marktes spülte als im Vorfeld angenommen wurde. Deutlich höhere Einnahmen als angenommen gab es auch in den Bereichen Grundsteuer B, bei der Gewerbesteuerverzinsung sowie bei Zuschüssen und Zuweisungen. Gesunken sind dagegen die Gewerbesteuereinnahmen sowie die Kreisumlage. Fazit letztlich: „nur" 6,6 Millionen Euro Minus!
myheimat-Team:Luca-Marie Zapf |
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