Landsberger Crashtest-Experte in Kanada geehrt
Volker Sandner erhält Auszeichnung des US-amerikanischen Verkehrsministeriums
- Volker Sandner (Bildmitte) vom ADAC Technik Zentrum in Landsberg am Lech hat in Toronto einen wichtigen Preis für seine Crashtest-Arbeit erhalten.
- Foto: Andre Seeck
- hochgeladen von Arnulf Thiemel
Jedes Jahr finden im ADAC Test- und Technikzentrum Landsberg am Lech dutzende Crashtests statt. Alle verfolgen ein Ziel: Die Sicherheit für Autofahrerinnen und Autofahrer immer weiter zu verbessern. Volker Sandner, Leiter Fahrzeugsicherheit beim ADAC, begleitet nicht nur seit Jahrzehnten die Crashverfahren: Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass neue Testverfahren eingeführt werden, die inzwischen weltweit anerkannt sind und die Fahrzeugsicherheit über den gesamten Globus beeinflusst haben. Für dieses Engagement ist Sandner nun im Rahmen der 28. International Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles (ESV) in Toronto ausgezeichnet worden. Das US-amerikanische Verkehrsministerium NHTSA verlieh ihm einen Preis für „seinen herausragenden Beitrag zur globalen Fahrzeugsicherheitsbewertung“.
Volker Sandner hat unter anderem die Entwicklung und Einführung des Mobile Progressive Deformable Barrier Tests (MPDB) bei Euro NCAP verantwortet. Euro NCAP ist ein europaweites Konsortium aus Verbraucherschutzorganisationen und Verkehrseinrichtungen, das nach einem festgelegten Verfahren Fahrzeuge hinsichtlich ihrer passiven und aktiven Sicherheit bewertet. Der ADAC ist Mitglied bei Euro NCAP und führt die Tests in Landsberg am Lech und Penzing durch.
Basierend auf Entwicklungen im ADAC Technik Zentrum zum Partnerschutzcrash im Frontalaufprall wurde der MPDB-Test seit 2015 entwickelt und ist inzwischen fester Bestandteil des Testprocederes: Dabei kollidiert ein Fahrzeug frontal mit einer beweglichen, verformbaren Barriere, die ein entgegenkommendes Auto nachbildet. Dadurch wird nicht nur der Insassenschutz des geprüften Fahrzeugs bewertet, sondern auch, wie gut Fahrzeuge unterschiedlicher Größe und Steifigkeit bei einem Zusammenstoß miteinander interagieren. Ziel ist es, Risiken für alle Beteiligten eines Unfalls besser abzubilden als mit starren Barrieren.
Die NHTSA verleiht diese Preise im Rahmen der jährlichen ESV Konferenz an Persönlichkeiten, die durch außergewöhnliche technische, wissenschaftliche oder konzeptionelle Beiträge die Fahrzeugsicherheit weltweit voranbringen und damit einen direkten Nutzen für den Schutz von Verkehrsteilnehmenden erzielen.
ADAC Unternehmenskommunikation, Fabian Faehrmann
Bürgerreporter:in:Arnulf Thiemel aus Landsberg am Lech |
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