Königsbrunner Flur- und Feldkreuze
Ausstellungseröffnung und Broschüre
- Dr. Diana Egermann-Krebs referierte über die Forschung zu den Flur- und Feldkreuzen, die als „Verlängerung der Kirche in die Landschaft“ bezeichnet worden seien.
- Foto: Anke Maresch
- hochgeladen von Joachim Meyer
Zur Ausstellungseröffnung „Königsbrunner Flur- und Feldkreuze“ – musikalisch umrahmt von der Volksmusikgruppe Königsbrunn unter der Leitung von Johann Hobmeier – konnte 3. Bürgermeisterin Ursula Jung rund 50 interessierte Besucher im Bürgerservicezentrum begrüßen. Sie erinnerte an die ehemalige Stadträtin Emma Leupolz (1935–2018), die „echte Pionierarbeit im Forschungsbereich Flurkreuze“ geleistet habe. Ihre Aufzeichnungen waren Anstoß und Grundlage für die Ausstellung und die dazugehörige neue Broschüre.
Sakrale Kleindenkmäler
Dr. Diana Egermann-Krebs, Leiterin des Stadtarchivs, ordnete das Thema wissenschaftlich in die Forschung zu den „Landmarken der Kulturlandschaft“ im oberschwäbischen Raum ein.
Als Ausdruck der Frömmigkeit, persönlicher Schicksale oder nach Abschluss der Flurbereinigung seien die Königsbrunner Kreuze zwischen 1920 und 2016 erbaut worden. Über diese „sakralen Kleindenkmäler“ gebe es bisher jedoch kaum schriftliche Quellen. Zu unterstreichen sei auch die emotionale Bedeutung der Kreuze, die – wie im Fall von Emma Leupolz – als Anker den Menschen Heimat geben könnten.
„Teil unserer Identität“
Dr. Nadja Hadek, die als freie Redakteurin für die Broschüre die Geschichte und Geschichten der 14 Königsbrunner Flurkreuze recherchiert und zusammengefasst hat, berichtete über ihre Arbeit. Als „wertvoll und sinnhaft“ bewertete sie, dass die Informationen zu den Kreuzen, die bisher nur mündlich weitergetragen wurden, nun für die Nachwelt schriftlich festgehalten seien: „Die Kreuze sind Teil unserer Landschaft, unserer Geschichte, unserer Kultur und unserer Identität. Sie erzählen, wo wir herkommen und was uns verbindet!“ Text: Pressestelle der Stadt Königsbrunn
myheimat-Team:Joachim Meyer aus Friedberg |
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