Geschichte der Dampflocks bewahren
Hatzfeld und sein historischer Hochbehälter

T-3 Dampflock 837153 im Jahr 1920 im Bahnhof Hatzfeld
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  • T-3 Dampflock 837153 im Jahr 1920 im Bahnhof Hatzfeld
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Historischer Hochbehälter in Hatzfeld versorgte einst Dampflokomotiven mit Wasser

Hatzfeld – Ein beeindruckendes Stück Technikgeschichte, der historische Hochbehälter aus dem Jahr 1910, der einst die Dampflokomotiven der preußischen T3-Serie mit Wasser versorgte. Mit einem Fassungsvermögen von etwa 12 Kubikmetern (12.000 Litern) war dieser unterirdische Wasserspeicher am steilen Hang der Stede , ein zentrales Element der schwerkraftbasierten Betankungssysteme, die den reibungslosen Betrieb der Lokomotiven ermöglichten.

Der Hochbehälter steht erhöht über den damaligen Gleisen, verbunden mit einem Wasserkran an dem Bahnsteig, durch dicke, unterirdische Rohrleitungen. Der Wasserkran sowie die Schienen sind längst abgebaut. Sobald der Heizer das Ventil öffnete, floss das Wasser dank des natürlichen Gefälles ohne mechanische Pumpen direkt in die Tender der Lokomotiven. Diese Technik, bekannt als das Prinzip der hydrostatischen Kommunizierenden Röhren, erlaubte es, innerhalb kürzester Zeit mehrere Tausend Liter Wasser zu liefern – eine wichtige Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf des Eisenbahnverkehrs.

Die T3-Dampflokomotiven, die bis Ende der 1930er Jahre auf der Strecke von Hatzfeld waren, verfügten über spezielle Rahmenwasserkästen unter dem Kessel, die das Wasser ca. 5 m³ aufnahmen. Das Nachfüllen erfolgte über große Einfülltrichter und -stutzen, die sich direkt vor dem Führerhaus und den Kohlenkästen befanden. Das System war so ausgelegt, dass die Lokführer bei Bedarf schnell und zuverlässig Wasser nachfüllen konnten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Danach kamen größer Dampflock`s zum Einsatz bis in die 50/60 Jahre, danach wurde auf Diesellock`s umgestellt.

Heute zeugt der noch erhaltene Hochbehälter in Hatzfeld von einer vergangenen Ära der Eisenbahntechnik und erinnert an die ingenieurtechnischen Meisterleistungen, die den Schienenverkehr im frühen 20. Jahrhundert prägten.

Bürgerreporter:in:

Rainer Mengel aus Hatzfeld (Eder)

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