Fotografie New York Kunst
Inge Morath und das Lama im Taxi
- Foto: Didi van Frits mit ChatGPT Thinking 5.5
- hochgeladen von Didi van Frits
Auf unserer "myheimat"-Plattform werden ja angenehm viele Fotos vorgestellt. Deshalb sei auch einmal erlaubt, einen kleinen Blick auf wichtige Foto-Künstler:innen in der Geschichte der Fotografie hinzuweisen, zum Beispiel auf die gebürtige Österreicherin Inge Morath.
„Sie konnte dem Abwerfen von Bomben aus Flugzeugen nichts abgewinnen, selbst wenn sie gegen verhasste Diktaturen gerichtet waren, denn sie vergaß nie die unschuldigen Menschen, die unter den Tragflächen der Flugzeuge in Stücke gerissen wurden“, schrieb Arthur Miller über seine Frau, die Fotografin Inge Morath.
Folgerichtig konzentriert sich Inge Moraths Fotografie darauf, das Kleine, das Menschliche darzustellen: dasjenige also, das tapfer um ein Lebensrecht gegen die monumentale, gewaltige Architektur New Yorks kämpft.
Typisch dafür ist zum Beispiel das Foto „Happy Man Strolling“: Ein fröhlicher schwarzer Mann spaziert ausgelassen, mit all seinen Gliedmaßen in Bewegung, durch das Bankenviertel – und vergisst die monumentalen Steinlöwen und die gigantischen Gebäudefassaden.
Fotogeschichte schrieb auch jenes Lama, das 1957 neugierig seinen Kopf aus einem Taxifenster streckte, erstaunt über den Times Square – die Ohren vollkommen aufgerichtet wie ein "Victory"-Zeichen, Symbol optimistischer Einwanderer und Auswanderer in aller Welt.
Heitere Belebung als Prinzip – das zieht sich durch Inge Moraths ganze New-York-Arbeit: von den Schachspielern bis zu den Tortillabäckern. Sogar die Gegenstände haben etwas Gelöstes, Innehaltendes: etwa der Kontrabass, der auf den Bürgersteig gelegt wurde, weil sein Besitzer telefoniert.
Bürgerreporter:in:Didi van Frits aus Hattingen |
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