Kommunalwahl in Hannover
Wahllokal für Mittelfeld im Nachbarstadtteil: Verwaltung sieht keine Alternative

Symbolbild: Eine Reihe von Mittelfeldern müssen zur Kommunalwahl in den Nachbarstadtteil fahren
  • Symbolbild: Eine Reihe von Mittelfeldern müssen zur Kommunalwahl in den Nachbarstadtteil fahren
  • hochgeladen von Jens Schade

Bei der Kommunalwahl am 13. September (und möglicherweise zur Stichwahl am 27. September) müssen rund 1.078 wahlberechtigte Mittelfelder sich auf den Weg in den benachbarten Stadtteil Wülfel machen. Ihre Wahllokale für die Wahlen zum Bezirksrat, zum Rat der Landeshauptstadt, zur Regionsversammlung und für die Wahlen für die Posten des Oberbürgermeisters und des Regionspräsidenten befinden sich diesmal in der Kardinal-Bertram-Schule an der Loccumer Straße. Eigentlich hätten sie in der Grundschule Beuthener Straße wählen sollen, durch den Brand Ende November letzten Jahres ist das Schulgebäude jedoch unbenutzbar. Eine wohnortnahe Alternative gibt es laut der Stadt Hannover jedoch nicht.

Bis zur Kardinal-Bertram Schule sei es ein sehr langer Weg, befanden Bürger in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Bezirksratssitzung. Sie regten an, doch die Sporthalle der Schule Beuthener Straße zu nutzen. Die Halle selbst hatte den Brand unbeschadet überstanden.

Doch hier winkte jetzt die Stadtverwaltung ab. „Die Nutzung von Sporthallen als Wahlräume versuchen wir zu vermeiden. Der ausschlaggebende Grund stellt hier die Bodenbeschaffenheit einer Sporthalle dar. Wir können an dieser Stelle keine explizite Bodenprüfung vornehmen und Vorsichtsmaßnahmen sowohl in Richtung Schäden und Verschmutzung der Halle an sich oder bei sehr glattem Hallenboden auch die Gefahr von Unfällen (Stürze durch Ausrutschen) ergreifen“, heißt es jetzt in einer Mitteilung an die Mitglieder des Bezirksrates.

„Bei der Organisation einer Wahl müssen die Wahlräume immer sehr früh festgelegt werden, da viele weitere Planungen hierauf gründen. Als wir vom Brand in der GS Beuthener Straße erfahren haben, waren wir daher gezwungen, sehr schnell zu handeln und die bereits bestehende Planung zu ändern“, heißt es in dem Rundschreiben weiter. Man habe sich deshalb dafür entschieden, „den Wahlbezirk 3202 in der GS Kardinal-Bertram Schule unterzubringen, um damit ein bereits für Wahlräume genutztes und bekanntes, städtisches Gebäude zu nehmen.“ Wem der Weg dorthin zu weit sei, der könne, so die Stadt, alternativ Briefwahl beantragen.

Bürgerreporter:in:

Jens Schade aus Hannover-Döhren-Wülfel-Mittelfeld

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