Landesgartenschau Günzburg 2029
Gemeinsam gegen Hitze
- Gerhard Schöttl (Vorsitzender des Seniorenbeirats Günzburg) und Karin Scheuermann (Geschäftsführerin der Landesgartenschau Günzburg 2029 GmbH) bedankten sich bei Ramona Hiltensperger (Universität Ulm) für die wertvolle Zusammenarbeit. Angesichts zunehmend heißer Sommer gewinnt der Hitzeschutz insbesondere für ältere Menschen immer mehr an Bedeutung.
- Foto: Carmen Wille/Landesgartenschau Günzburg 2029 GmbH
- hochgeladen von Luca-Marie Zapf
Seniorenbeirat Günzburg und Universität Ulm erarbeiten ein Konzept für die Landesgartenschau Günzburg 2029
Günzburg. Heiße Sommertage und anhaltende Hitzewellen können insbesondere für ältere Menschen eine große gesundheitliche Belastung darstellen. Um den älteren Besucherinnen und Besuchern im Gartenschaujahr einen sicheren Aufenthalt zu ermöglichen, wurde schon jetzt eine Rahmenkonzeption entwickelt, die bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden soll.
Die Idee zur Zusammenarbeit kam von Prof. Dr. Annabel Müller-Stierlin, Dr. Ramona Hiltensperger, Dr. Gudrun Weinmayr und Dr. Stefanie Braig von der Universität Ulm, Institut für Epidemiologie und Medizinische Biometrie. Aus vorangegangenen Projekten war den Wissenschaftlerinnen bekannt, wie wichtig Hitzeschutz für ältere Menschen ist. Schnell war der Günzburger Seniorenbeirat mit seiner Expertise an Bord geholt und es wurden gemeinsam Ideen für das Gartenschaujahr entwickelt. „Im Mittelpunkt steht die Fragestellung, wie die Teilhabe älterer Menschen an einem so großen Projekt trotz Hitze gelingen kann“, erläutert Hiltensperger. „Heiße Sommer bergen nicht nur gesundheitliche Risiken, sie können auch zur Isolation von Seniorinnen und Senioren führen.“ Wichtig seien umfassende Präventionsmaßnahmen und die Sensibilisierung von Betroffenen und Gartenschauakteuren. „Die Betroffenen und ihr Umfeld müssen ausreichend informiert werden, um selbst eine gute Vorsorge treffen zu können“, so die Wissenschaftlerin. Weiterhin spielt die Infrastruktur auf dem Gelände, wie beispielsweise ausreichend Sitzgelegenheiten im Schatten, Mobilitätsangebote zur Überwindung längerer Fußwege oder die Zugangsmöglichkeiten zu Trinkwasser, eine wichtige Rolle.
„Auch die Vernetzung innerhalb des Gesundheitssektors und im Fall der Fälle eine funktionierende Hilfskette mit dem Bewusstsein für unsere besondere Zielgruppe sind sehr relevant und sollten Berücksichtigung finden“, so Hiltensperger. Im Rahmen einer Schlussbesprechung bedankten sich der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Gerhard Schöttl, sowie das Team der Landesgartenschau für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit. „Ich freue mich sehr, dass der Seniorenbeirat beim Thema Hitzeschutz mitgenommen wurde. Die Ideen und Vorschläge wurden für unsere Zielgruppe entwickelt, aber natürlich werden alle Besuchergruppen davon profitieren“, zeigt sich Schöttl zufrieden.
Text: Pressestelle Landesgartenschau Günzburg 2029 GmbH / Carmen Willer
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