Dreifaltigkeitssonntag in Herrgottsruh
Feierliches 1. Patrozinium der Wallfahrtskirche

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Dreifaltigkeitssonntag in Herrgottsruh.
Feierliches 1. Patrozinium der Wallfahrtskirche.
Eucharistiefeier am von Bischof Viktor-Josef Dammertz 2003 konsekrierten Hochaltar.

Am Sonntag nach Pfingsten feiert die Kirche jedes Jahr das Hochfest der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Die Friedberger Wallfahrtskirche Herrgottsruh feiert unter diesem Titel auch ihr 1. Patronatsfest. So wurde am Sonntag, dem 31. Mai 2026, der Dreifaltigkeitssonntag mit der Gottesdienstgemeinde festlich gefeiert.
Das Hochamt um 10.00 Uhr wurde besonders musikalisch gestaltet von Kirchenmusiker Roland Plomer an der Orgel und mit der Sopranistin Susanne Kapfer. Der Chor sang die Messe in C-Dur für Chor und Orgel von Charles Gounod.
Wallfahrtsdirektor Pater Hans-Joachim Winkens verdeutlichte die besondere pastorale Bedeutung des Patronatsfestes der Wallfahrtskirche. Alle Wallfahrer, Pilger und Beter, die zur Wallfahrtskirche kommen, können hier die besondere Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott und seinen Schutz und Segen erfahren. Gott zeigt sich uns heutigen Menschen in der Kunst, in der Musik, in der Schöpfung, aber auch im Gebet und in der heiligen Liturgie beim Gottesdienst. Viele Menschen lebten heute nach der Devise: „Es fehlt nichts, wenn Gott fehlt“, die der Soziologe Jan Loffeld näher beleuchtet hat. Der Wallfahrtsdirektor trug zur Messe eine kostbare barocke Casel, die mit vielen Goldfäden gestickt und auch entsprechend schwer ist.
Anhand der Schrifttexte des Hochfestes gab Pater Winkens weitere spirituelle Impulse. Die alttestamentliche Lesung aus dem Buch Exodus erzählt von Moses und einer seiner vielen Gottesbegegnungen am Berg Sinai. Wir kennen die Begegnungen und Gespräche Mose mit Gott am brennenden Dornbusch oder bei der Übergabe der Gesetzestafeln. Hier bittet Mose Gott um viel Geduld mit seinem Volk. Der barmherzige Gott zeigt sich auch im Evangelium, der nicht das Gericht will, sondern sich in seiner Liebe für die Menschen hingibt. Mit dem dreifaltigen Liebesgruß des Apostels Paulus an seine Gemeinde in Korinth hatte Pater Winkens die Liturgie eröffnet.
Besonders am Patrozinium in Herrgottsruh ist, dass der eucharistische Teil der Messe nicht wie üblich am Volksaltar im vorderen Bereich des Chorraumes, sondern am konsekrierten Hochaltar der Wallfahrtskirche, also unter dem großartigen Fresko von Cosmas Damian Asam gefeiert wurde. Das große Patrozinium der Wallfahrtskirche war so für die vielen Gläubigen eine erhebende Glaubensstunde.
Der Hochalter wurde nach der Innenrenovation der Kirche am 12. Oktober 2003 von Bischof Viktor-Josef Dammertz geweiht. Dies gibt für den Priester und die Gemeinde eine ganz andere Perspektive auf die Kirche.
Nach dem festlichen Hochamt traf sich die Gottesdienstgemeinde auf Einladung der Herrgottsruher Bruderschaft im Garten der Wallfahrtskirche zu einem Austausch beim Stehempfang.

Bürgerreporter:in:

P. Hans-Joachim Winkens SAC aus Friedberg

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