Organisierte Banden im Visier:
Schütze dein Rad vor den Profi-Dieben
- Vorsicht vor Dieben auch am hellichten Tage.
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Von Peter Ries
Die Fahrradsaison läuft auf Hochtouren und mit den steigenden Temperaturen schnellen auch die Diebstahlzahlen in die Höhe. Wer glaubt, dass ein einfaches Kabelschloss ausreicht, um das eigene Rad vor dem Supermarkt zu sichern, irrt sich gewaltig.
Die Realität auf den Straßen zeigt, dass Fahrraddiebstahl längst kein Gelegenheitsdelikt von Einzeltätern mehr ist. Längst haben sich organisierte Banden darauf spezialisiert, hochwertige E-Bikes und Rennräder gezielt auszuspähen und innerhalb weniger Sekunden abzutransportieren. Allein im vergangenen Jahr registrierte die Polizei bundesweit wieder weit über 150.000 Fälle - die Dunkelziffer und die Zahl der nicht versicherten Räder liegt weitaus höher.
Die Maschen der Profis
Die Täter gehen erstaunlich dreist und professionell vor. Häufig fahren sie mit Transportern in Wohngebiete oder parken an belebten Bahnhöfen, um die Räder direkt einzuladen. Billige Schlösser knacken sie mit schwerem Gerät wie Bolzenschneidern oder Akku-Flex-Geräten in Sekundenschnelle, oft ohne dass Passanten einschreiten. Besonders bitter: Auch vermeintlich sichere Kellerräume, Tiefgaragen oder Hinterhöfe bieten keinen automatischen Schutz. Die Diebe verschaffen sich gezielt Zutritt zu den Gebäuden und brechen dort in aller Ruhe die Verschläge auf. Ein schlecht gesichertes Rad ist für diese Netzwerke eine leichte Beute, die meist noch am selben Tag zerlegt oder über Online-Plattformen weiterverkauft wird.
Experten raten zur massiven Aufwertung der Sicherheit
Um den Kriminellen das Handwerk zu legen, müssen Fahrradbesitzer umdenken. Die polizeilichen Beratungsstellen betonen immer wieder den wichtigsten Grundsatz: Das Rad muss immer an einem festen Gegenstand wie einem Laternenpfahl oder einem verankerten Fahrradständer angeschlossen werden, nicht nur in sich selbst. Wer nur das Rad blockiert, lädt Diebe förmlich dazu ein, das Gefährt einfach wegzutragen. Zudem sollten Sie auf hochwertige Bügel-, Falt- oder Kettenschlösser setzen. Experten empfehlen, rund zehn Prozent des Fahrradneuwertes in die Sicherheit zu investieren. Zwei unterschiedliche Schlossarten schrecken zusätzlich ab, da Täter dafür meist verschiedene Werkzeuge bräuchten und der Zeitaufwand schlicht zu groß wird.
Technik gegen den Verlust
Ergänzend zu mechanischen Barrieren hilft moderne Technik dabei, den Dieben die Arbeit zu erschweren oder das Rad nach der Tat aufzuspüren. Versteckte GPS-Tracker im Rahmen oder im Rücklicht schlagen bei unbefugten Bewegungen sofort Alarm auf dem Smartphone und ermöglichen der Polizei eine Ortung.
Auch eine offizielle Codierung, die von Fahrradclubs oder Dienststellen der Polizei angeboten wird, macht den Weiterverkauf für Hehler extrem unattraktiv, da die Eigentumsverhältnisse direkt auf dem Rahmen verewigt sind. Wer zudem alle wichtigen Daten wie die Rahmennummer, den Hersteller und die genaue Modellbezeichnung in einem Fahrradpass notiert und aktuelle Fotos bereithält, erhöht die Chancen bei der polizeilichen Fahndung nach einem Diebstahl massiv.
PS:
Das gilt auch bei Rollatoren, Rollstühlen und E-Rollstühle. Sie bringen den Dieben oft schnelles Geld.
Geben Sie den Dieben keine Chance!
Peter Ries
Ehrenamtl. Kriminalpävention für Senioren (EKPS)
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Zur Person: Peter Ries
Als Journalist und Kommunalpolitiker in Düsseldorf engagiere ich mich seit vielen Jahren in der Kriminalprävention. Durch meine frühere Arbeit im Kriminalpräventiven Rat der Landeshauptstadt kenne ich die Defizite genau: Da es in Düsseldorf im Gegensatz zu anderen Städten keine offiziellen Seniorensicherheitsberater gibt, schließe ich diese Lücke ehrenamtlich. Auf Veranstaltungen informiere ich ältere Menschen über aktuelle Betrugsmaschen wie den Enkeltrick, über Einbruchsverhütung oder die Gefahren beim geldabheben an Bankautomaten usw. Dabei nutze ich meine journalistische Erfahrung, um Fakten sauber zu recherchieren und verlässliche Informationen - u.a. von der Polizei - verständlich weiterzugeben, damit Senioren im Alltag besser geschützt sind.
Bürgerreporter:in:Peter Ries aus Düsseldorf |
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