Aktives Mitgestalten
Bürgermitwirkung in Dortmund: Ein persönlicher Blick hinter die Kulissen
- Logo der Bürgerbeteiligungsplattform „MitWIRKEN in Dortmund“.
- Foto: Bildnachweis / Quelle : Stadt Dortmund / MitWIRKEN in Dortmund
- hochgeladen von Winfried Paltian
Wie funktioniert Bürgerbeteiligung in einer Großstadt wie Dortmund eigentlich in der Praxis?
Als mich heute wieder eine E-Mail mit einer Einladung zu einer aktuellen Online-Umfrage erreichte, habe ich kurz innegehalten. Diese Mail war der Anstoß für mich, diesen Beitrag zu schreiben. Ich möchte den Leserinnen und Lesern auf myheimat aus erster Hand berichten, wie vielseitig Bürgerbeteiligung sein kann – und vielleicht den einen oder die eine dazu ermutigen, sich ebenfalls aktiv einzubringen.
Seit längerer Zeit nutze ich regelmäßig die Angebote der Plattform „MitWIRKEN in Dortmund“. Mein Engagement begann schrittweise mit der Erprobung des Online-Beteiligungsportals der Stadt, bei dem wir Bürger Feedback zur Benutzerfreundlichkeit geben konnten. Neben Online-Umfragen – etwa zur Akzeptanz von Sharing-Diensten oder zum Lärmaktionsplan – wurde mir jedoch schnell klar, dass echte Mitwirkung weit über das Klicken am Bildschirm hinausgeht.
Besonders einprägsam waren für mich die Veranstaltungen vor Ort. Im Mai 2023 gab es im Rahmen des Tages der Städtebauförderung einen Rundgang auf dem Deusenberg. Dabei ging es um die zukünftige Gestaltung der Halde, die auch eine wichtige Rolle für die Internationale Gartenausstellung (IGA 2027) in der Metropole Ruhr spielt. Es war spannend zu sehen, welche Vorarbeiten geleistet werden und wie der Ort als Naherholungsraum weiterentwickelt wird. Ein weiteres intensives Format waren die „Hörspaziergänge“ (Soundwalks) im Rahmen des Lärmaktionsplans, die gemeinsam mit der TU Dortmund und der Hochschule für Gesundheit Bochum stattfanden. Ziel war es, Geräuschkulissen bewusst wahrzunehmen und Ruheoasen im Stadtgebiet zu identifizieren.
Ergänzt wurden diese Eindrücke durch große Dialogforen zur übergeordneten Stadtstrategie, wie das „Dortmunder Stadtgespräch“ in der Bürgerhalle des Rathauses oder die 1. Stadtkonferenz in der Berswordt-Halle. An Thementischen kamen Anwohner, Vertreter der Stadtverwaltung und Experten zusammen, um Alltagsbeobachtungen auszutauschen und Wünsche für die Zukunft unserer Stadt zu formulieren.
Mein persönliches Fazit: Bürgerbeteiligung lebt vom Mitmachen. Nicht jeder Vorschlag kann eins zu eins umgesetzt werden, aber die Formate bieten eine ehrliche und sachliche Möglichkeit, die eigene Perspektive einzubringen. Unsere Gesellschaft und unsere Stadt leben davon, dass wir uns beteiligen und nicht nur zuschauen. Wenn Dieser Bericht dazu beiträgt, dass der eine oder andere beim nächsten Aufruf ebenfalls mitmacht, hat er seinen Zweck schon erfüllt.
Winfried Paltian,
Dortmund
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