Kurioser Feiertag zur späten Stunde
Tag der Currywurst: Geschichte, Kult und ein herzhafter Gruß zur Guten Nacht
- hochgeladen von Winfried Paltian
Beinahe hätte der Kalender den Tag um ein paar Minuten überholt, aber dieser kulinarische Meilenstein darf einfach nicht unerwähnt bleiben: Am 4. September wird offiziell der Tag der Currywurst gefeiert!
Wie die Currywurst das Licht der Welt erblickte
Die Erfolgsgeschichte der Currywurst führt uns zurück in das Nachkriegsberlin des Jahres 1949. Die Gastronomin Herta Heuwer experimentierte in ihrer Imbissbude im Berliner Ortsteil Charlottenburg mit verschiedenen Zutaten. Sie mischte Tomatenmark, geheime Gewürze und Currypulver – welches sie vermutlich von britischen Soldaten eingetauscht hatte – zu einer einzigartigen Sauce. Am 4. September 1949 servierte sie das Ergebnis erstmals über einer gebratenen und aufgeschnittenen Brühwurst. Das Patent für ihre berühmte Sauce „Chillup“ ließ sie sich 1959 sogar offiziell sichern.
Ein Streit unter Feinschmeckern: Berlin oder das Ruhrgebiet?
Obwohl Berlin als Geburtsort der Ur-Version gilt, beansprucht auch das Ruhrgebiet seit jeher stolz seine ganz eigene Currywurst-Kultur. Spätestens seit Herbert Grönemeyers berühmter Hymne ist die Wurst hier tief im Herzen der Region verankert. Ob mit oder ohne Darm, ob mit feuriger Sauce oder klassisch-mild: Im Pott gehört die Schale Currywurst einfach zum Lebensgefühl dazu.
Selbst in der Spätvorstellung macht dieser würzige Klassiker eine hervorragende Figur. Ein kleiner, herzhafter Mitternachtsgruß an alle Kult-Genießer!
Ich wünsche euch allen eine gute und erholsame Nacht!
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