Stadt Burgau
Burgau möchte das Radfahren sicherer machen: Stadtrat priorisiert Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept

Die Stadt Burgau treibt die Umsetzung ihres im Juli 2025 beschlossenen Radverkehrskonzepts weiter voran. Ziel ist es, die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen und den Alltagsradverkehr in Burgau zu stärken.

Die im Konzept enthaltenen Maßnahmen wurden im Arbeitskreis Radverkehr bewertet und eine Reihenfolge für die Umsetzung festgelegt. Der Stadtrat hat diese Priorisierung nun in seiner Sitzung am Dienstag, 24. März 2026, bestätigt. Im Fokus stehen insbesondere kurzfristig realisierbare Verbesserungen der Fahrradinfrastruktur an bestehenden Gefahrenstellen. Die Maßnahmen werden vom Bund mit dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ unterstützt, das bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.

Insgesamt wurden fünf Vorhaben mit höchster Priorität definiert – vier in der Kernstadt und eines im Ortsteil Limbach.

Eine Gefahrenstelle befindet sich an der Einmündung der Dieselstraße in die Augsburger Straße. Dort endet der getrennte Geh- und Radweg ohne sichere Weiterführung, auch das Überqueren der Straße ist bislang nicht ausreichend geregelt. Abhilfe soll eine verlängerte Mittelinsel schaffen, die künftig eine sichere Querung für Fußgänger und Radfahrende ermöglicht.

Besondere Priorität hat zudem die Ulmer Straße, an der die Situation für Radfahrende verbessert werden soll. Der Radweg auf der südlichen Seite wird derzeit in beide Richtungen genutzt, läuft jedoch westlich der Einmündung der Gartenstraße aus. Wer weiterfahren möchte, muss dort ohne klare Regelung auf die Fahrbahn wechseln. An dieser Stelle soll der Radverkehr neu und nachvollziehbar geordnet werden: In Richtung Innenstadt bleiben Radfahrende auf dem bestehenden Weg. Der Übergang auf die Fahrbahn wird deutlich gekennzeichnet und farblich hervorgehoben. In der Gegenrichtung fahren sie künftig durchgehend auf der Straße. Ein Schutzstreifen sorgt dort für mehr Sicherheit und bessere Sichtbarkeit.

Ein weiteres Projekt betrifft den Ortseingang an der Dillinger Straße. Der Geh- und Radweg endet hier im Bereich der Zufahrt zum Verbrauchermarkt Norma. Eine geregelte Einleitung des Radverkehrs in den Straßenverkehr soll die unklare Situation entschärfen. Ergänzend ist eine Mittelinsel vorgesehen, die eine sichere und übersichtliche Querung ermöglicht.

Innerhalb der Kernstadt steht als letztes Vorhaben der Ortseingang an der Gutenbergstraße im Fokus. Der aus nördlicher Richtung kommende Geh- und Radweg geht im Bereich einer Firmenzufahrt mit erhöhtem Schwerverkehrsaufkommen bislang nicht weiter. Geplant ist eine durchgängige, klar erkennbare Führung: Stadteinwärts sollen Radfahrende künftig gemeinsam mit dem Fußverkehr den bestehenden Gehweg nutzen, der bis zur Einmündung der Industriestraße entsprechend verbreitert wird. Dort erfolgt die Weiterleitung auf den bereits vorhandenen Geh- und Radweg in der Industriestraße.

Auch im Ortsteil Limbach besteht Handlungsbedarf. Der von Norden kommende Radweg endet derzeit ohne klare Anbindung an das innerörtliche Straßennetz. Die Planungen sehen vor, ihn bis zur Einmündung der Bürgermeister-Hindelang-Straße als verbreiterten gemeinsamen Geh- und Radweg weiterzuführen. Anschließend wird der Radverkehr über eine eigene Spur sicher in den Straßenverkehr eingefädelt.

Am Limbacher Ortseingangs wurde ergänzend eine bauliche Umgestaltung geprüft. Vorgesehen ist dabei eine leichte Verschwenkung der Fahrbahn sowie eine Mittelinsel, um den Verkehr zu beruhigen. Diese Variante wurde im Gremium kontrovers diskutiert. Zwar bestand Einigkeit darüber, die Situation für den Radverkehr am Ortseingang zu verbessern, über den Bau einer Mittelinsel konnte jedoch noch keine Entscheidung getroffen werden. Stattdessen wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob auch für diese Baumaßnahme zusätzliche Fördermittel in Anspruch genommen werden könnten.

„Mit der Priorisierung einzelner Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept haben wir die fachliche Grundlage geschaffen, um die Sicherheit für Radfahrende spürbar zu verbessern. Die konkrete Umsetzung wird nun schrittweise in enger Abstimmung mit den zuständigen Baulastträgern erfolgen und hängt auch von deren Vorgaben und Zeitplänen ab“, erklärt Erster Bürgermeister Martin Brenner.

Bürgerreporter:in:

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