Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation
Neue Ausstellung im Stadtarchiv zeigt historische Fotografien des Bochumer Vereins
- Lehrlings-Fußballmannschaft auf einem firmeneigenen Lastkraftwagen, 28.1.1927 | © Historisches Archiv Krupp
- Foto: Historisches Archiv Krupp
- hochgeladen von Karl-Heinz Lehnertz
Das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, zeigt in einer neuen Ausstellung in Kooperation mit dem Historischen Archiv Krupp und Studierenden der Ruhr-Universität Bochum historische Fotografien des Bochumer Vereins. Unter dem Titel „Licht und Schatten: Fotografien des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikation 1860 – 1945“ können Interessierte ab Donnerstag, 28. Mai 2026, bis zum 31. Januar 2027 die Motive kostenlos zu den Öffnungszeiten sehen: dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.
Der „Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation" war einer der führenden Konzerne Deutschlands. Früh zeigte er Interesse am Medium Fotografie und engagierte freie „Lichtkünstler". 1886 gab es den ersten fest angestellten Werksfotografen, und 1939 beschäftigte die Firma neun Fotografen – so viele wie kaum eine andere in Deutschland. Die Fotografen dokumentierten für interne Zwecke, unterstützten die Materialprüfung und trugen stark zur Öffentlichkeitsarbeit bei. Ihre qualitativ herausragenden Aufnahmen waren Teil von Ausstellungen, erschienen in Prospekten und Zeitungen. Heute erzählen sie Zeitgeschichte und erlauben einen Blick in das Gesicht der Arbeit. Sie werfen Schlaglichter auf technische Meisterleistungen wie die Olympiaglocke von 1936, zeigen Produktionsprozesse, aber auch Alltagsszenen und die Folgen nationalsozialistischer Politik.
Im Historischen Archiv Krupp in Essen liegen mehr als 180.000 Motive der Fotografie des Bochumer Vereins.
Diese Ausstellung präsentiert erstmals einen Querschnitt aus diesem besonderen historischen Bildbestand.
Bürgerreporter:in:Karl-Heinz Lehnertz aus Bochum |
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