Offline, aber im besten Netz der Welt
Eingeloggt in die fantastische WorldwideWaterworld
- hochgeladen von Hildegard Grygierek
Urlaubstag am Meer - Heute im WorldwideWaterworld gesurft
Statt WLAN gabs heute WasserLAN. Einloggen? Nicht ins WorldwideWeb - heute tauchte ich ab in die WorldwideWaterworld.
Der Login war simpel: Maske auf, Schnorchel rein - Passwort? Ein kräftiger Flossenschlag. Der Startbildschirm - eine glitzernde Wasseroberfläche, kristallklare 3D-Auflösung, ganz ohne Stromkosten.
Kaum war ich drin, kam auch schon die erste Push-Nachricht: ein Papageienfisch im Privat-Chat. Er blubberte etwas über Fischköder und die Tricks der Unterwasserwelt - nur leider ohne Untertitel.
GIFs? Leute, ich sag´s überall! Bunte Fischschwärme scrollten wie animierte Emojis durchs Riff, Seeanemonen refreshten sich sanft im Wellengang, und eine Krabbe war eindeutig im Copy-and-Paste-Modus unterwegs. Sie schnappte sich einen besonders hübschen Muschelsplitter, trug ihn drei Meter weiter, legte ihn dort ab… nur um Sekunden später wieder zurückzuwuseln und den nächsten zu holen. Immer und immer wieder. Copy. Paste. Copy. Paste. Warum auch nicht, wenn es ihr so in den Kram passt - waren ja auch genug davon da. Die war erst mal beschäftigt ..
Ladezeiten gabs nur, wenn ein grantiger Kugelfisch seine Sandwolke hochlud. Und der Spamfilter? Perfekt eingestellt - der Strom sortierte alles aus, was so gar nicht ins Korallen-Feed passte.
Viren? Klar, auch hier gibt´s sie. Aber in der WorldwideWaterworld sind das leuchtende Quallen für den Bildschirmhintergrund - völlig ungefährlich und viel zu schöööön, um sie zu löschen.
Firewall? Okay - bunte Riffe, die wie Schutzmauern gegen hungrige Großmaulfische wirkten.
Kommentarspalten? Moderiert von einer gemächlichen Meeresschildkröte. Unbeeindruckt bis gemächlich glitt sie durch jede Meinungswelle, ließ giftige Strömungen an sich abperlen und spülte all den Müll ins Off. Zurück blieb glasklare Ruhe.
Zwischendurch führte ich ein paar „Downloads“ durch – tiefe Atemzüge voller Salzwasserduft, direkt ins innere Betriebssystem geladen. Ich spürte regelrecht, wie sich mein Arbeitsspeicher vom ganzen Cache-Müll leerte, während die Sonne von oben das System sanft aufwärmte.
Und während mein Handy am Strand einsam im Flugmodus lag, stieg mein eigener Akku von „dringend laden“ auf „volle Power“.
Mein Fazit:
Im WorldwideWeb kann man sich verlieren.
In der WorldwideWaterworld kann man versinken - und dabei endlich auftauchen.
Und das kann ich jedem empfehlen, der gerade frustriert vorm Bildschirm sitzt, den Laptop am liebsten zuklappen oder das Smartphone ins Hafenbecken werfen würde - einfach mal ausloggen und in der WorldwideWaterworld neu eintauchen.
Bürgerreporter:in:Hildegard Grygierek aus Essen |
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