Frühlingserwachen in der Natur hat begonnen
Beginn der Jahreszeit Frühling
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Frühlingserwachen in der Natur hat begonnen
Nach den langen kalten Wintermonaten beginnt mit dem Frühling eine neue Jahreszeit – die ersten Frühlingsboten zeigen sich bereits.
Von Peter Heider
Augsburg – Land. Wenn die ersten Schneeglöckchen und Krokusse mutig aus der Erde stecken und der feine Pollenflug die ersten Nasen reizt, kündigt der Frühling leise seine Rückkehr an, der Winter setzt zum Rückzug an. Meteorologisch betrachtet begann er auch schon heute, am 1. März. Hinter dem zarten Gesang der Singvögel und den ersten Farbtupfern im Grau des Winters verbergen sich erstaunliche Fakten, die manch einen Frühlingsvorboten zu einem kleinen Wunder machen. Kaum lässt der Winter etwas nach, schiebt an vielen Wegrändern, in Gärten und auf Wiesen das Schneeglöckchen seine markanten Blüten aus reinweißen, äußeren Hüllblättern durch den Schnee. Ihr botanischer Name „Galanthus“ leitet sich von den griechischen Wörtern für Milch (gala) und Blume (anthos) ab. Wie die Schneeglöckchen speichern auch die Krokusse ihre Nährstoffe in der Knolle unter der Erde, bis es Zeit ist auszutreiben. Der berühmteste ist wohl der Safran-Krokus (Crocus sativus), aus dessen violettfarbenen Blüten das Gewürz Safran entsteht.
Wie weit Pollen reisen können
Aber auch der Pollenflug ist ein sicheres Zeichen für die erwachende Natur. Doch nicht immer, wenn jemand niest, muss ein blühender Baum in unmittelbarer Nähe stehen. Denn sobald Pollen aus den Blüten austreten, können sie von starken Winden mitgerissen werden. In höheren Luftschichten legen besonders kleinere und leichtere Körner über mehrere Tage und Ländergrenzen hinweg Hunderte Kilometer zurück, bevor sie zu Boden fallen. Bei Birkenpollen wird in Modellstudien von Transportstrecken im Bereich von rund 1.000 Kilometern ausgegangen. Mitunter werden dann Pollen in Regionen registriert, in denen die Bäume erst Tage später überhaupt zu blühen beginnen. Ein so verlängerter Zeitraum führt zu zusätzlichen Belastungen für Allergiker. Heutzutage beginnt die Pollensaison oft schon im Januar oder Februar, in der Regel zuerst mit Hasel und Erle, die Birke kommt später.
Vogelgesang in den Morgenstunden wird wieder häufiger
Wenn das Frühjahr eingekehrt ist, lassen sich die Menschen auch gern von Vogelgezwitscher aus dem Schlaf holen. Im Morgengrauen wird der Gesang dann besonders stark wahrgenommen. Manch wissenschaftliche Theorie geht davon aus, dass weniger starker Wind und tiefere Temperaturen am Morgen den Schall besser übertragen – und daher Vögel mit hohen Tönen über größere Entfernungen besser zu hören sind. Gesellige Arten mit komplexem Sozialverhalten sind in den Morgenstunden besonders aktiv und zwitschern, um Informationen über Futter, Revier, Gefahren oder die Gruppenkoordination für den Tag auszutauschen.
Unsere Bilder zeigen die ersten jungen Frühlingsboten, die in den Grünflächen der Marktgemeinde Meitingen ans Tageslicht kommen.
Fotos: Peter Heider
Bürgerreporter:in:PR Redaktion |
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