Zukunft
Bundestagswahl 2025
Liebe Bürgerreporter,
viele Medienhäuser geben heute ihre Stellung zu den Bundestagswahlen ab. Die Reaktionen der Spitzenkandidaten wurden analysiert, das Netz ist voll mit Meinungsbildern dazu. Hier auf myheimat ist es verhältnismäßig ruhig. Einige Bürgerreporterinnen und Bürgerreporter haben vorab viel Zeit investiert für Recherchen, Aufklärung und den Aufruf, unsere Demokratie zu schützen.
Dafür danken wir von Herzen.
Wie fühlen Sie sich heute? Wie war die Stimmung in Ihrer Heimatgemeinde?
Wir als Redaktion haben immer versucht, erkennbare Demokratiefeinde und Falschinformationen auszufiltern. Andere Medienhäuser haben sich gerade die "lauten" Meinungen zu Nutze gemacht und damit ihre Click- und Leserzahlen nach oben getrieben. Noch immer stehen wir dazu, Hass und Hetze keine Reichweite zu schenken.
Schreiben Sie uns gerne. Wir sind sehr gespannt auf Ihre Berichte vom Geschehen vor Ort, wie die Stimmung am "Tag danach" ist und welche Konsequenzen Sie sich aus dieser Wahl erhoffen.
myheimat-Team:Ramona Nahirni-Vogg aus Burgau |
Wenn der Tagesspiegel schon ein Minenfeld vermutete, dann sind Sie bei mir völlig richtig, Herr Zimmermann. Schließlich bin ich zwei Jahre lang auf einem Minensucher gefahren und weiß, wie Minen aussehen. Was der Tagesspiegel da jedoch entdeckt haben will, waren wohl eher Rohrkrepierer.
Vielleicht lag's daran, dass Ihr verlinkter Artikel noch aus 2019 stammte. Da war man halt noch nicht so schlau wie drei Jahre später. Kurz: Es gab keine Anklagen Richtung von der Leyen und auch keinen Untersuchungsausschuss, der ihr persönliche Verfehlungen hätte nachweisen können.
Was Ihre 100 Millionen angeht: Hier handelte es sich um einen Kriminalfall, mit dem von der Leyen nichts zu tun hatte. Bis auf einen Punkt: Nach der Insolvenz der Elsflether Werft entschied von der Leyen, das Schiff auf der Bremer Lürssen-Werft fertigstellen zu lassen. Diese lieferte die runderneuerte Bark Ende September 2021 bei der Marine ab.
Allein 60 Verfahren betrafen Preisabsprachen zwischen der Elsflether Werft und ihren Subunternehmern zulasten der Bundeswehr. Die Führung der Heikendorfer Firma sowie der Geschäftsführer eines weiteren Zulieferers wurden wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr beim Amtsgericht Brake angeklagt.
Die Ermittlungen gegen die Werftvorstände wegen dieses Betrugs am Bund laufen nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiter. (Stand 2022).
Ihr Vorwurf an "die Politik" traf hier also nicht, Herr Zimmermann. Keine Ruinen, kein Minenfeld.