Landkreis Augsburg
Ideen für die Schulentwicklung bis 2038
- Landrat Martin Sailer setzt sich für eine vorausschauende und bedarfsgerechte Schulentwicklung im Landkreis Augsburg ein.
- Foto: Julia Pietsch
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Die Schulverwaltung des Landkreises Augsburg hat im Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur einen Vorschlag zur langfristigen Schulentwicklung vorgestellt. Dessen Grundlage ist das bestehende Schulraum-Bedarfsgutachten mit einem Prognosezeitraum bis zum Jahr 2038. Mit der Vorstellung des Verwaltungsvorschlags beginnt nun ein Prüfungs-, Beteiligungs- und politischer Beratungsprozess.
Das Gutachten zeigt, dass an den weiterführenden Schulen des Landkreises in den kommenden Jahren zusätzlicher Raumbedarf entstehen wird. Langfristig wären demnach zwei zusätzliche dreizügige Gymnasien und zwei zusätzliche fünfzügige Realschulen erforderlich. Diese Optimallösung ist jedoch unter den derzeitigen finanziellen und personellen Rahmenbedingungen nicht realisierbar. Deshalb hat die Kreisverwaltung eine Prioritätenliste erarbeitet, die den prognostizierten Raumfehlbedarf, schulische Kriterien sowie bauliche Möglichkeiten berücksichtigt und als Basis für die weiteren politischen Beratungen dienen soll.
„Mit dem Schulgutachten verfügen wir über eine belastbare Grundlage für die weiteren Beratungen. Uns ist es wichtig, die vorhandenen Mittel zielgerichtet und verantwortungsvoll einzusetzen“, sagt Landrat Martin Sailer. „Der heute vorgestellte Verwaltungsvorschlag ist bewusst als Einstieg in die politische Diskussion angelegt. Welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, entscheiden die zuständigen Kreisgremien und zunächst die Fraktionen im weiteren Verfahren.“
Aus Sicht der Verwaltung besteht derzeit der größte Handlungsbedarf am Schmuttertal-Gymnasium Diedorf sowie an der Dr.-Max-Josef-Metzger-Realschule Meitingen. Es wird daher für beide Standorte vorgeschlagen, kurzfristig modulare Schulbauten als mögliche Übergangslösung zu prüfen. Ergänzend könnte ein Erweiterungsbau am Schulzentrum Schwabmünchen langfristig zusätzliche Kapazitäten schaffen. Würden diese Vorschläge umgesetzt, könnten bis zu 38 weitere Klassenräume entstehen und Schulen im nördlichen, westlichen und südlichen Landkreis spürbar entlastet werden. „Wir wollen schnell dort handeln, wo der Handlungsdruck am größten ist. Gleichzeitig müssen wir verantwortungsvoll priorisieren. Die heutige Beratung ist deshalb kein Beschluss über konkrete Baumaßnahmen, sondern der Beginn eines politischen Entscheidungsprozesses“, erläutert Sailer. Parallel arbeitet die Landkreisverwaltung weiter an ergänzenden Lösungsansätzen. Dazu gehören Kooperationen mit benachbarten Sachaufwandsträgern und dem Schulwerk der Diözese Augsburg sowie ganz konkret eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit dem Landkreis Günzburg. Perspektivisch sollen dadurch zusätzliche Schülerinnen und Schüler aus dem westlichen Landkreis, insbesondere auch aus den Orten Gessertshausen, Dinkelscherben und Kutzenhausen, die Realschule Thannhausen besuchen können und so die Schulen im Landkreis Augsburg entlasten. Überdies soll auch das Schulraum-Bedarfsgutachten regelmäßig fortgeschrieben werden, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.
Nach der ersten Beratung im Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur folgen nun die weiteren politischen Beratungen. Zunächst soll in den Fraktionen über die Priorisierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beraten werden. Darauf aufbauend können – vorbehaltlich der entsprechenden Beschlüsse – konkrete Planungen und gegebenenfalls bauliche Maßnahmen vorbereitet werden. „Eine vorausschauende Schulentwicklung entsteht nicht von heute auf morgen. Mit der nun beginnenden politischen Beratung schaffen wir die Grundlage dafür, notwendige Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen und die Bildungsinfrastruktur im Landkreis nachhaltig stärken zu können“, so Landrat Martin Sailer abschließend.
(Text: Landkreis Augsburg)
Bürgerreporter:in:Florian Handl aus Augsburg |
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