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Ob erhaben auf einem Hügel thronend oder majestätisch in die Landschaft eingebettet: Burgen und Schlösser üben seit jeher eine magische Anziehungskraft auf Geschichts- und Kulturbegeisterte aus. Unsere Region beheimatet eine faszinierende Vielfalt dieser historischen Bauwerke, von denen jedes seine ganz eigene, bewegte Geschichte erzählt.
Das Wittelsbacher Schloss blickt auf eine lange Geschichte zurück: Um 1257 von Herzog Ludwig II. als Burg erbaut, entstand nach einem Brand im 16. Jahrhundert ein prachtvolles Renaissance-Schloss. Nach einer bewegten Vergangenheit – unter anderem als herzöglicher Witwensitz und Fayence-Manufaktur – wurde die Anlage schließlich von der Stadt Friedberg gekauft und von 2015 bis 2018 aufwendig und liebevoll saniert.
Heute ist das Schloss der kulturelle und gesellschaftliche Mittelpunkt der Stadt. Es bietet fünf historische Räumlichkeiten – darunter den stimmungsvollen Rittersaal und den lichtdurchfluteten Großen Saal – für Events aller Art. Ob für das städtische Kulturprogramm oder für private Feiern wie Hochzeiten: Dank moderner Technik und einem malerischen Innenhof für Open-Air-Events mit bis zu 500 Gästen bietet das Schloss für jeden Anlass den passenden Rahmen.
Ausflugstipp: Seit der Neueröffnung 2019 präsentiert sich das städtische Museum im Schloss in einem modernen, frischen Design. Ein besonderes Highlight ist die Sammlung der berühmten Friedberger Uhren, die einst in ganz Europa gefragt waren. Ergänzt um interaktive Mitmachstationen, mehrsprachige Audioguides (inklusive einer eigenen Kinder-Tour) und ein gemütliches Museumscafé mit Zugang zum Schlossgarten, ist das Museum ein tolles Erlebnis für die ganze Familie.
Aktuelles rund um das Museum Wittelsbacher Schloss in Friedberg finden Sie auf der offiziellen Homepage unter www.museum-friedberg.de.
Nur einen Katzensprung – etwa 12 Autominuten – vom Augsburger Stadtzentrum entfernt, thront Schloss Scherneck malerisch gut 55 Meter über dem Lechtal. Eingebettet in eine grüne Landschaft ist das historische Anwesen ein wunderbares Ausflugsziel, das für Genießer, sportlich Aktive und Familien mit Kindern gleichermaßen viel zu bieten hat.
Die Wurzeln der Anlage reichen tief in die Vergangenheit zurück: Bereits im Jahr 926 wurde die damalige Burg erstmals urkundlich erwähnt und Wilhelm von Rehlingen zugeschrieben. Seit 1823, und damit in der mittlerweile sechsten Generation, befindet sich das Schloss im Besitz der Freiherren von Schaezler. Nachdem die Familie das berühmte Schaezlerpalais in der Augsburger Innenstadt als Stiftung an die Stadt übergeben hat, wandelte sich der einstige Sommersitz auf Scherneck zu ihrem heutigen Hauptwohnsitz.
Ausflugstipp: Rund um das Schloss lädt die herrliche Natur nach Herzenslust zum Spazieren, Wandern, Joggen oder zu ausgiebigen Fahrrad- und Motorradtouren ein. Wer nach etwas mehr Action sucht, kann sich im hauseigenen Kletterwald oder auf dem Soccerpark austoben. Beide Freizeitanlagen bieten zudem gemütliche Bereiche, um sich im Grünen zu entspannen und die Aussicht zu genießen. Darüber hinaus lockt das Schlossgelände regelmäßig mit einem bunten Eventprogramm. Von historischen Festen und facettenreichen Märkten für die ganze Familie bis hin zu Konzerten und Kabarett-Abenden mit bekannten Künstlern wird hier viel Abwechslung geboten.
Majestätisch thront die Harburg über der gleichnamigen Stadt an der Wörnitz. Als eine der größten, ältesten und am besten erhaltenen Burganlagen Süddeutschlands bietet die einstige stauferzeitliche Reichsburg an der Romantischen Straße eine faszinierende Zeitreise in längst vergangene Epochen.
Die auf römischen Wurzeln ruhende Harburg wurde 1150 erstmals urkundlich erwähnt und trotzte über die Jahrhunderte zahlreichen Schlachten. Seit 1299 befindet sich die Anlage im Besitz des Hauses Oettingen, das sie stetig ausbaute. So entstand ein faszinierendes architektonisches Ensemble aus Romanik, Gotik, Renaissance und Barock, das seinen wehrhaften Festungscharakter bis heute eindrucksvoll bewahrt hat.
Auf der Harburg wird die Vergangenheit lebendig! Um den Kontrast zwischen wehrhafter Stauferburg und prunkvoller Residenz zu erkunden, stehen verschiedene Touren zur Auswahl:
• Klassische Schlossführung (60 Min.): Stündlich stattfindende Tour zu den Highlights (u.a. Schlosskirche, Wehrgang, Verlies, Fürstenbau).
• Große Schlossführung (80–90 Min.): Gruppen ab 15 Personen besichtigen zusätzlich exklusive Räume wie die Fürstenloge oder das prunkvolle Teezimmer.
• Erlebnis- & Spezialführungen: Auf Voranmeldung gibt es kindgerechte Führungen für Familien, stimmungsvolle Nachtführungen im Laternenschein oder Archivführungen durch eines der größten Privatarchive Deutschlands.
• Kunstausstellung: Nach den regulären Führungen (oder ausführlich von 13–14 Uhr) kann die Ausstellung des Künstlers Rudolf Warnecke im Fürstenbau besichtigt werden.
Ausflugstipp: Vom 4. bis 7. Juni 2026 erwacht auf der Harburg das Mittelalter auf einem bunten Markt zu neuem Leben. Während traditionelle Handwerker, Händler, Gaukler und historische Tavernen für ein authentisches Festflair sorgen, bildet das hautnahe Lagerleben das absolute Highlight: Hier können Besucher den Alltag der Ritter und spannende Fechtkämpfe direkt an den Zelten miterleben.
Am Nordwestrand der historischen Altstadt von Wertingen, im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau, erhebt sich eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt: das Wertinger Schloss. Die beeindruckende Doppelschlossanlage, die von einem tiefen, beidseitig gemauerten Graben umgeben ist, blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück.
Die Ursprünge des Bauwerks reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück: 1354 wurde zunächst das „Alte Schloss“ errichtet. Ab 1467 prägte die Familie von Pappenheim die Anlage maßgeblich. Sie erweiterte das Gebäude um 1500 durch markante Türme und fügte 1654 das dreigeschossige „Neue Schloss“ hinzu. Nach dem Aussterben der Pappenheimer um 1700 fiel das Anwesen an Bayern zurück und diente fortan über Jahrhunderte als Sitz verschiedener Gerichts- und Verwaltungsbehörden.
Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in den Jahren 1968 bis 1974 sowie einer weiteren aufwendigen Sanierung des Gebäudes samt Schlossmauer im Jahr 2015 erstrahlt das Bauwerk heute in bestem Zustand. Das Schloss befindet sich mittlerweile im Besitz der Stadt und ist der zentrale Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wertingen, zu der auch Binswangen, Laugna, Villenbach und Zusamaltheim gehören. Zudem beherbergt es heute das örtliche Heimatmuseum, das die Geschichte der Region für Besucher erlebbar macht.
Schloss Höchstädt ist eines der herausragendsten Denkmäler des ehemaligen Fürstentums Pfalz-Neuburg. Erbaut wurde es zwischen 1589 und 1603 als repräsentativer Witwensitz für die Herzogstochter Anna von Jülich-Kleve-Berg. Der prächtige Spätrenaissance-Bau, der den gotischen Turm einer älteren Vorgängerburg integriert, ist architektonisch ungewöhnlich gut erhalten. Als Anna von 1615 bis 1632 im Schloss lebte, bewahrte sie dort hartnäckig ihren evangelischen Glauben. Davon zeugt bis heute die prachtvolle Bemalung der Schlosskapelle.
Ausflugstipp: Heute beherbergt das Schloss gleich zwei herausragende Ausstellungen. Im Museum Deutscher Fayencen lässt sich auf 900 Quadratmetern die Tafel- und Wohnkultur des 17. und 18. Jahrhunderts entdecken. Mit rund 1.000 Ausstellungsstücken, einer historischen Schauküche und interaktiven Mitmach-Stationen wird die Herstellung und Nutzung dieses kostbaren Materials für Besucher jeden Alters lebendig gemacht.
Die zweite Dauerausstellung widmet sich einem welthistorischen Ereignis: der Schlacht von Höchstädt (Battle of Blenheim). Direkt vor den Toren des Schlosses besiegten britische und kaiserliche Truppen am 13. August 1704 die Armeen von Frankreich und Bayern. Diese Schlacht markierte die Wende im Spanischen Erbfolgekrieg, begründete den Aufstieg Großbritanniens zur Weltmacht und veränderte die politische Landkarte Europas nachhaltig.
Das Dillinger Schloss blickt auf eine lange und beeindruckende Historie zurück: Ursprünglich als stauferzeitliche Dynastenburg der mächtigen Grafen von Dillingen erbaut, wurde die wehrhafte Anlage im 15. und 16. Jahrhundert zu einem repräsentativen Burgschloss erweitert. Anschließend diente das prächtige Anwesen über viele Jahrhunderte hinweg als Residenz der Augsburger Fürstbischöfe. Von dieser bewegten architektonischen Vergangenheit zeugen heute noch viele Details. Westlich des Schlosses markiert beispielsweise das sogenannte „Brucktörle“ mit seinen markanten Zwiebeltürmen den einstigen Zugang zur mittelalterlichen Burg. Am heutigen Haupteingang erinnern die erhaltenen Wachgebäude an die frühere Hofstallkaserne – in diesen Räumlichkeiten sind heute die Sparkasse und ein Restaurant untergebracht.
Ausflugstipp: Auch wenn im Inneren der altehrwürdigen Residenz heute größtenteils das Finanzamt seinen Sitz hat, ist das Schloss keineswegs ein reiner Verwaltungsbau geblieben. Es bildet einen überaus lebendigen, gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt. Besonders der kleine Rittersaal mit seiner kunstvollen, emblemverzierten Holzdecke, der stimmungsvolle Schlosshof und der östlich angrenzende Hofgarten mit der alten Schlossbrauerei von 1764 bieten eine traumhafte Kulisse für Veranstaltungen aller Art. Ob Vernissagen, Open-Air-Konzerte, das beliebte Donauside Festival, der Töpfermarkt oder der romantische Christkindlesmarkt in der Winterzeit – das Dillinger Schloss lädt das ganze Jahr über zum Feiern und Verweilen ein.
Das Markgrafenschloss Günzburg ist ein historisches Unikat: Es ist die einzige Residenz der Familie Habsburg auf heutigem deutschem Boden. Ursprünglich ab 1301 in österreichischem Besitz, ließ Erzherzog Ferdinand II. von Tirol die prunkvolle Anlage zwischen 1577 und 1586 errichten. Nach einer Glanzzeit als Residenz und einem barocken Wiederaufbau nach einem Brand (1703) fiel die Stadt 1806 schließlich an Bayern. Aus dem einstigen Prunkschloss wurde ein nüchterner Behördensitz, der nach schweren Kriegszerstörungen 1945 zunächst nur rein zweckmäßig wiederaufgebaut wurde. Heute beherbergt das Gebäude weite Teile des örtlichen Finanzamtes.
Um dem Bauwerk seine historische Würde zurückzugeben und es für moderne Arbeitsplätze zu rüsten, läuft seit 2016 eine umfassende Generalsanierung. Die Modernisierung des Westflügels, des Hauptgebäudes und des Südflügels konnte bis 2022 bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Für die herausragende Arbeit, zerstörte historische Strukturen und alte Ausstattungsstücke liebevoll zu restaurieren, erhielt das Projekt 2024 den Denkmalpreis des Bezirks Schwaben.
Aktuell startet der letzte Bauabschnitt: die Sanierung des Nordflügels und des angrenzenden Minholzhauses. Im Nordflügel werden wertvolle historische Elemente – wie Originalbauteile aus dem 16. Jahrhundert und alte Barockböden – erhalten und mit modernster Technik sowie einer Photovoltaikanlage kombiniert. Das Minholzhaus wird zeitgemäß modernisiert (neue Fenster, Sanitär, IT), dient vorübergehend als Ausweichbüro und wird später mit einem neuen Aufzug zum Archiv umgebaut. Den runden Abschluss wird der Schlosshof bilden, der in Abstimmung mit der Stadt barrierefrei gestaltet und deutlich grüner bepflanzt werden soll.
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