Zuversicht für die Klinik am Wertinger Ebersberg
Mediziner bilden sich für Altersmedizin weiter

Schauen zuversichtlich in die Zukunft der Wertinger Klinik dank der eingerichteten Akutgeriatrie und die dafür entwickelten medizinischen Pläne in den kommenden Monaten: (von links) Chefärztin der Abteilung Innere Medizin und Akutgeriatrie in der Wertinger Klinik, Dr. med. Martina Brielmaier, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurg, Dr. med. Hubert Grundner, der sich gerade zum Geriater weiterbilden lässt und die leitende Oberärztin in der Akutgeriatrie und der Abteilung Innere Medizin, Kiriaki Panagiotidou. | Foto: Ulrike Hauke
  • Schauen zuversichtlich in die Zukunft der Wertinger Klinik dank der eingerichteten Akutgeriatrie und die dafür entwickelten medizinischen Pläne in den kommenden Monaten: (von links) Chefärztin der Abteilung Innere Medizin und Akutgeriatrie in der Wertinger Klinik, Dr. med. Martina Brielmaier, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurg, Dr. med. Hubert Grundner, der sich gerade zum Geriater weiterbilden lässt und die leitende Oberärztin in der Akutgeriatrie und der Abteilung Innere Medizin, Kiriaki Panagiotidou.
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Wertingen. Erst vor Kurzem war in den örtlichen Medien die Überschrift „Fachkompetenz ohne Ende“ zu lesen. Damit ist die umfassende ärztliche, pflegerische und therapeutische Kompetenz gemeint, die die Chefärztin der Abteilung Akutgeriatrie in der Wertinger Klinik, Dr. med. Martina Brielmaier, unterstützt.

„Unsere insgesamt 25 Betten in der Akutgeriatrie sind voll belegt“, sagt Brielmaier. Die Kranken in der Akutgeriatrie werden quasi rund um die Uhr vom erfahrenen Pflegeteam und den Spezialisten für Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie mit betreut. Hinzu kommen eine Psychologin sowie die konsiliarische Behandlung durch einen Neurologen.

Nun arbeiten noch die drei Ärzte mit, die sich in Wertingen für den Bereich Geriatrie weiterbilden, so Brielmaier. Ein gutes Beispiel sei hierfür ihr Kollege und Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Notfallmediziner, Wundexperte sowie Spezialist für Fußchirurgie und weitere Spezifikationen, Dr. med. Hubert Grundner. Er war tätig im Münchner Klinikum Großhadern, im Unfallkrankenhaus Hamburg oder in Kliniken in Fürstenfeldbruck und Donauwörth. Seit 2000 behandelt er in der Wertinger Klinik.

Seinen Entschluss, sich der Altersmedizin zuzuwenden, bereut er keine Sekunde: „Mit dieser Entscheidung bin ich total happy, denn diese Abteilung ist im besten Wortsinn eine Wiederherstellungsmedizin.“ Die Akutgeriatrie gebe den alten Menschen großteils ihre Selbstständigkeit im Alltag zurück. „Spannend finde ich die fachliche Vielseitigkeit dieser Medizin, die diese mitbringt, aber auch vom Arzt fordert.“

Die Aussage ihres Kollegen Grundner bestätigt die leitende Oberärztin der Akutgeriatrie und der Inneren Medizin, Kiriaki Panagiotidou. Auch sie behandelte in verschiedenen Kliniken, wie in Schongau, Friedberg und Augsburg als Fachärztin für Innere Medizin. Außerdem sammelte sie mehrere Jahre Erfahrungen in der ehemaligen Abteilung von Brielmaier, der damaligen Akutgeriatrie in der Augsburger Stadtklinik. Dort ließ sie sich zur Geriaterin ausbilden.

Heute sagt sie: „Den älteren und alten Menschen in den Fokus zu setzen, ihn ganzheitlich zu behandeln, also nicht nur Herz, Lunge oder Knochen im Blick zu haben, sondern auch die Neurologie und die Psyche nicht aus den Augen zu verlieren, ihn mit Physio- und Ergotherapie zu versorgen und mit all diesen Angeboten seinen Allgemeinzustand zu verbessern, das bringt Erfolge mit sich, die nur in der Geriatrie so gut zu erreichen sind.“ Das sei zwar mit viel Arbeit verbunden, die oft nicht vordergründig ersichtlich sei und unterschätzt werde, sagt Panagiotidou, doch die Erfolge und die dafür notwendige interdisziplinäre Zusammenarbeit würden ihr imponieren.

Panagiotidou stimmt mit der Chefärztin Brielmaier überein, „dass es noch immer auch unter den ambulant und stationär arbeitenden Medizinern und Medizinerinnen viel Informationsdefizite bezüglich der Geriatrie und der Akutgeriatrie gibt.“

Ähnlich äußert sich Oberarzt Dusan Bogojevic. Als Facharzt für Innere Medizin absolviert er derzeit die Ausbildung zum Geriater. Darüber sagt er: „In der Akutgeriatrie habe ich die Möglichkeit, Medizin ganzheitlich zu praktizieren und kann auf die komplexen Bedürfnisse multimorbider Patientinnen und Patienten eingehen.“ Es erfülle ihn, diese zu begleiten und für jeden Einzelnen in schwierigen Lebensphasen mit einem interdisziplinären Team ganz individuelle Lösungen zu finden.

Gemäß der positiven Entwicklung verliert die Chefärztin Martina Brielmaier das Ziel für die Zukunft der geriatrischen Behandlungen in der Wertinger Klinik nicht aus den Augen: „Der Aufbau der Akutgeriatrie für die Behandlung akuter Erkrankungen hier im Wertinger Haus ist geschafft, jetzt gilt es, den nächsten Schritt zu gehen.“ Gemeint sei die geriatrische Reha, mit der man im ersten Halbjahr 2026 mit geplanten 35 Betten beginnen will.

Sie betont: „Oft genug wird unsere Arbeit in der Akutgeriatrie mit einer Reha verwechselt, doch die Anforderungen an die Erkrankten in einer Reha sind andere, als das, was für sie in der Akutgeriatrie geleistet wird.“ Dafür werde man weiteres qualifiziertes Personal brauchen.

Infokasten
Die Altersmedizin, die Geriatrie, ist wegen des demografischen Wandels in Deutschland eine der zukünftigen Säulen in der Medizin, im Wertinger Krankenhaus wurden die ersten Schritte hierfür geschaffen. Es begann 2023 mit der Einrichtung der Akutgeriatrie neben der Inneren Medizin. Im Jahr 2026 soll diese Entwicklung mit einer eigenen geriatrischen Reha-Abteilung mit 35 Betten weitergehen. Geplant ist außerdem, im Wertinger Haus eine Tagesklinik mit wiederum 15 Betten einzurichten sowie auch ein mobiles Reha-Angebot zu schaffen.

Bezüglich der Wertinger Kreisklinik ist es außerdem wichtig zu betonen, dass man Erkrankte weiterhin stationär rund um die Uhr und an allen Tagen im Jahr aufnimmt, desweiteren wird die internistische Abteilung unverändert wie bisher weiter betrieben.

Text: KHDW

myheimat-Team:

Sandra Kost aus Augsburg

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