Bevorzugte Behandlungen gelten auch für Omas
Akutgeriatrie — Infoabend im Wertinger Krankenhaus stößt auf breites Interesse

Mehr als einhundert Personen folgten der Einladung, sich über die weitere Entwicklung der Abteilung Akutgeriatrie zu einem Zentrum der Altersmedizin zu informieren, sie hatten deshalb volles Haus in der Wertinger Kreisklinik (von links) die Spezialistin für Geriatrie und Innere Medizin, Chefärztin Dr. med. Martina Brielmaier, die leitende Oberärztin der Akutgeriatrie und Inneren Medizin sowie Geriaterin, Kiriaki Panagiotidou und der Geriater in Ausbildung sowie erfahrene Chirurg, Unfallchirurg und Oberarzt, Dr. med. Hubert Grundner.  | Foto: Ulrike Hauke
  • Mehr als einhundert Personen folgten der Einladung, sich über die weitere Entwicklung der Abteilung Akutgeriatrie zu einem Zentrum der Altersmedizin zu informieren, sie hatten deshalb volles Haus in der Wertinger Kreisklinik (von links) die Spezialistin für Geriatrie und Innere Medizin, Chefärztin Dr. med. Martina Brielmaier, die leitende Oberärztin der Akutgeriatrie und Inneren Medizin sowie Geriaterin, Kiriaki Panagiotidou und der Geriater in Ausbildung sowie erfahrene Chirurg, Unfallchirurg und Oberarzt, Dr. med. Hubert Grundner.
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Landkreis/ Wertingen. Weit mehr als einhundert Menschen haben sich kürzlich am frühen Abend auf den Weg ins Wertinger Krankenhaus gemacht, um sich über die Entwicklungen des Aufbaus des akutgeriatrischen Zentrums informieren zu lassen. Denn im Oktober 2022 wurde in der Kreisklinik mithilfe der Spezialistin für Geriatrie und Innere Medizin, Chefärztin Dr. med. Martina Brielmaier, eine eigene Abteilung für die Behandlungen alter und älterer Menschen eingerichtet.

„Mit so einem Andrang haben wir nicht gerechnet“, sagte Brielmaier und freute sich über das Interesse der vorwiegend älteren Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Altersmedizin sei ja auch ein bewegendes Thema, stimmte die Geschäftsführerin der beiden Kreiskliniken Dillingen-Wertingen, Sonja Greschner, in ihrer Begrüßung dem zu. „In Wertingen konzentrieren wir uns mit der Inneren Medizin und der Geriatrie auf die demografische Entwicklung“, sagte Greschner. Darauf ging auch Brielmaier ein und kündigte an: „Derzeit belegen wir 25 Betten in der Akutgeriatrie, die weiteren Schritte sind ab Mitte 2026 zusätzliche 35 Betten für eine geriatrische Rehabilitation.“

Als Nächstes seien dann noch mobile Behandlungen bei den Patientinnen und Patienten Zuhause im Plan sowie eine geriatrische Tagesklinik. „Und nicht zu vergessen unsere Abteilung Innere Medizin die für alle Erwachsenen bereitsteht.“ Brielmaier ging auch auf die, wie sie sagte, Desinformationen bezüglich der Wertinger Klinik ein: „Wir sind nach wie vor ein Akutkrankenhaus, stehen den Menschen 24/7 an allen Tagen zur Verfügung.“ Der einzige Unterschied zu früher sei, dass man die Menschen nur noch mit der Notwendigkeit einer stationären Behandlung aufnehmen könne, ambulante Versorgungen würden über die Notaufnahme in Dillingen erfolgen.

Kreisrätin Hertha Stauch war Zuhörerin und warf hierzu ein: „Wir haben bei uns im Landkreis zwei funktionierende Krankenhäuser und wenn wir Wertinger es bislang gewöhnt waren, mit einem Schnitt in den Finger schnell ins hiesige Krankenhaus zu gehen, müssen wir damit ab jetzt halt nach Dillingen in die Notaufnahme fahren.“ Brielmaier korrigierte abschlägig die Annahme, „dass das Wertinger Krankenhaus mit der Abteilung Akutgeriatrie ein Pflegeheim ersetzt und wir zuständig für ausschließliche Demenzerkrankungen sein können.“

Die Wertinger Akutgeriatrie sei eine Frührehabilitation für Männer und Frauen ab dem 65sten, siebzigsten Lebensalter. „Ein Arzt und Geriater bestimmen den Allgemeinzustand des Kranken bei der Aufnahme woraus sich die Therapie ergibt, die für den Mann oder die Frau als erfolgversprechend gilt“, so Brielmaier. Die Ärztin beschrieb die umfangreichen Therapieangebote während des meist zweiwöchigen Aufenthalts in der akutgeriatrischen Abteilung.

Von der Neurologie, Psychologie, Geriatrie und Chirurgie über die Ergo- und Physiotherapie bis hin zur Orthopädie, des Sozialdienstes und der Logopädie. Der Geriater in Ausbildung sowie erfahrene Chirurg, Unfallchirurg und Oberarzt, Dr. med. Hubert Grundner, ging als nächster Redner auch auf die guten Kooperationen mit anderen Krankenhäusern ein, die für ihre älteren Erkrankten in der Wertinger Akutgeriatrie um Plätze zur Weiterbehandlung anfragen: „Niemand wird sich selbst überlassen.“ Als Beispiel nannte Grundner meist „den Opa“, der sich nach einem Krankenhausaufenthalt und nach der Behandlung in der Akutgeriatrie wieder selbstständig Zuhause bewegen können soll. Eine Zuhörerin fragte verschmitzt nach, ob das auch für „die Oma“ gelte? Sie hatte die Lacher auf ihrer Seite.

Die Dritte im Bund der Vortragenden war die leitende Oberärztin der Akutgeriatrie und Inneren Medizin sowie Geriaterin, Kiriaki Panagiotidou. Die Geriatrie werde immer mehr gesellschaftlich relevant und fordere von den Medizinern eine ganzheitliche Herangehensweise an den Patienten oder an die Patientin. „Jeder Arzt, ob Unfallchirurg, Internist, Allgemeinmediziner, Kardiologe oder Urologe kann sich zum Geriater oder Geriaterin weiterbilden lassen und sein gesamtes Wissen in dieses Fach einbringen.“ Sie kenne keinen anderen derart attraktiven und vielseitigen Arbeitsplatz für einen Arzt oder Ärztin, als die Geriatrie, die so deutlich den unmittelbaren Nutzen der Behandlungen vor Augen führe. Das Abschlussfazit lautete von allen Vortragenden: Wertingen sei hier auf dem richtigen Weg und man schaue positiv in die Zukunft.

Text: Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH, Pressemitteilung

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Sandra Kost aus Augsburg

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