Neue Broschüre in Wertingen vorgestellt
Entdeckungsreise auf den Spuren von Feldkreuzen

Stadtarchivar Dr. Johannes Mordstein, Winfried Heppner, Verena Heppner und Bürgermeister Willy Lehmeier präsentieren die neue Broschüre „Feldkreuze und Bildstöcke in Wertingen und Umgebung“. | Foto: Julia Tellmann
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  • Stadtarchivar Dr. Johannes Mordstein, Winfried Heppner, Verena Heppner und Bürgermeister Willy Lehmeier präsentieren die neue Broschüre „Feldkreuze und Bildstöcke in Wertingen und Umgebung“.
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Ein schöneres Ambiente für eine Buchpräsentation ist wohl kaum denkbar: Umgeben von Hunderten Büchern stellte die Stadt Wertingen in der Kreisbücherei die neue Broschüre „Feldkreuze und Bildstöcke in Wertingen und Umgebung“ vor.

Stadtarchivar Dr. Johannes Mordstein erläuterte zu Beginn der gut besuchten und vom Klarinettenquartett der Musikschule Wertingen musikalisch umrahmten Veranstaltung, wie es zur Realisierung dieses Projekts kam. Feldkreuze und Bildstöcke prägen seit Jahrhunderten Wertingen und sein Umland. Bereits im ersten Stadtplan von ca. 1750, dem sog. Kolleffel-Plan, sind drei Kreuze beim Wertinger Friedhof eingetragen. Angesichts der großen kulturhistorischen Bedeutung dieser Flurdenkmale dokumentierte der frühere Stadtarchivar Jürgen Fiedler Ende der 1990er Jahren in Schrift und Bild alle Feldkreuze in Wertingen und den Ortsteilen. So gibt es etwa mittelalterliche Sühnekreuze und Unfallkreuze, die die Erinnerung an Mordopfer bzw. Unfalltote wach halten. Andere erzählen von der Frömmigkeit ihrer Stifter oder stellen die Fluren unter den Schutz Gottes.

In den vergangenen über 25 Jahren sind etliche Feldkreuze verschwunden oder veränderten durch Restaurierungen ihr Aussehen. Auch gibt es einige neue, bislang nicht inventarisierte Kleindenkmäler. Aus diesem Grund machte sich Verena Heppner als ehrenamtliche Mitarbeiterin des Stadtarchivs Wertingen mit viel Leidenschaft auf den Weg, eine aktuelle Bestandsaufnahme zu erstellen. Angesichts des Reichtums der Feldkreuz-Landschaft hatte das Team des Stadtarchivs die Idee, eine Auswahl der Feldkreuze in einem kleinen Büchlein der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Verena Heppner, die die Broschüre gemeinsam mit ihrem Mann Winfried Heppner zusammenstellte und gestaltete, berichtete von ihrer spannenden Entdeckungsreise durch die Fluren von Wertingen und den Ortsteilen. Insgesamt konnte sie 104 Flurkreuze und Bildstöcke ausfindig machen. Jedes von ihnen erzählt eine interessante Geschichte. Faszinierend ist dabei vor allem der Variantenreichtum dieser Kleindenkmale: Die klassische Form stellt das Holzkreuz dar, aber auch Flurkreuze ganz aus Stein, solche mit Eisenkorpus oder mit Christusfiguren aus Blech kann man häufig sehen. Daneben gibt es auch künstlerisch anspruchsvolle Bildstöcke verschiedenster Motive und Materialkombinationen von renommierten Kunstschaffenden, deren intensive Betrachtung lohnenswert ist.

Mit Präsenten bedankte sich Bürgermeister Willy Lehmeier beim Ehepaar Heppner für das außergewöhnliche kulturhistorische Engagement: „Die Broschüre leistet einen Beitrag dazu, den Reichtum unsere Kulturlandschaft wieder etwas bewusster zu betrachten.“

Das Buch „Feldkreuze und Bildstöcke in Wertingen und Umgebung“ kann in der Buchhandlung Gerblinger sowie im Bürgerbüro der Verwaltungsgemeinschaft Wertingen erworben werden (Preis: 10 €).

(Text: Stadt Wertingen)

Stadtarchivar Dr. Johannes Mordstein, Winfried Heppner, Verena Heppner und Bürgermeister Willy Lehmeier präsentieren die neue Broschüre „Feldkreuze und Bildstöcke in Wertingen und Umgebung“. | Foto: Julia Tellmann
Das Titelblatt der neuen Broschüre zeigt den von der Familie Denzel errichteten Bildstock an der Äußeren Kanalstraße in Wertingen. | Foto: Verena Heppner
Bürgerreporter:in:

Florian Handl aus Augsburg

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