Der besondere Kochabend beim WKC
Delikates aus dem „Blauen Reich“
- Die Menükarte "Aus dem blauen Reich".
- Foto: Otto Killensberger
- hochgeladen von Otto Killensberger
Wieder einmal glänzte der Kochabend des Wertinger-Koch-Clubs der VHS in einer unvergleichlichen Kulinarik. Die illustre Runde um Ralf Hausbalk, unterstützt von Dr. Alois Moosmüller, Dr. Roland Ziegler und Küchenmeister Jürgen Rohm, holte das Beste aus dem Wasser und präsentierte ein Menü, das den Titel „Aus dem blauen Reich“ nicht nur metaphorisch verdient – es war pure kulinarische Fischpoesie.
Artur Silva begrüßte die Kochfreunde in Vertretung des neuen Chefs des WKC Wertinger Koch Club, Georg Lipp, der wie auch 5 weitere Mitglieder verhindert war. Er bat dann Ralf Hausbalk das Menü des Abends vorzustellen. Jeder seiner Kochfreunde war für einen anderen Gang zuständig:
Amuse-Gueule: Zitronenfisch auf hauchdünnen Gurkenscheiben, veredelt mit cremiger Buttermilch, frischem Dill und knusprigem Knäckebrot. Dasselbe Kunstwerk erlebte mit Fenchel in einer abgewandelten Soße – beide Versionen serviert auf eleganten Servierlöffeln, die nicht nur das Auge, sondern auch den Gaumen betörten. Ein wahrer Hingucker, der schon die Sinne kitzelte.
Fischstäbchen mal ganz anders: Ein zartes Glasnudelsalat mit Kimchi und Kokos – der Vorschlag von Dr. Roland Ziegler, liebevoll umgesetzt mit Unterstützung der Kochfreunde. Zanderfilets, in feine Streifen geschnitten, mariniert, auf Spießchen gesteckt und paniert mit Panko-Mehl, Semmelbröseln und Kokosflocken, knusprig in Palmöl gebacken. Anrichtekunst mit Glasnudelsalat, Korianderblatt und einem Limettenschnitz als Finale. Ein Team aus Karl Rupp, Klaus Hill, Stefan Zink und Jürgen Rohm hauchte dieser Vorspeise Leben ein.
Waller, Zander, Hecht – eine Harmonie mit Gurke als Spielpartner. Die Filets wurden gewürfelt, mehliert und kurz in Butter gebraten; eine feine Fischfarce geformt als Laibchen, die goldgelb ausgebacken wurden, waren auch mit auf dem Teller. Alles auf marinierten Gurkenstreifen angerichtet, vollendet von einem spritzigen Zitronenschaum. Küchenchef Ralf Hausbalk führte souverän durch diese raffinierte Komposition – ästhetisch wie geschmacklich ein Ausbund an Kochkunst.
Hauptgang: Küchenmeister Jürgen Rohm, ein Kollege von Ralf Hausbalk, setzte mit Essenz und Stil eine neue Tonlage. Dorsch (Skrei oder Kabeljau) – in einer raffinierten Zubereitungsweise – mariniert, und mit Rote-Beete-Pulver gewendet, dann leicht geräuchert und vakuumgereift. zum Anrichten lauwarm zubereitet, thronte der Fisch auf buntem Linsengemüse, begleitet von knusprigen Nudelrösti. Dazu eine Espuma aus Butter und Ei und ein Rote-Bette-Schaum verschönerte das Ensemble, das Textur, Farbe und Aroma in perfekte Harmonie brachte.
Zum Abschluss war wieder Dr. Alois Moosmüller dran, seine Lieblingsdisziplin in der Küche - Dessert: Moosmüller setzte erneut Maßstäbe in der süßen Kunst. Klaus Hill, Artur Silva und Willi Buhmeier halfen dabei mit. Buchweizen-Eis, veredelt von Dacquoise, Crumble, Hippe und Kaviar – eine ungewöhnliche, exquisite Gaumenkomposition. Als Unterlage diente ein glacierter gefrorener Cremering; darin eingelassen ein Crumble aus gemahlenen Körnern, darauf ein zartes Buchweizen-Eis-Nockerl. Das filigrane Hippenteig-Netz krönte das Ensemble, dessen Abschluss von einem feinen Kaviartupfer beleuchtet wurde.
Getränke: Zu jedem Gang harmonierte eine erlesene Wein Auswahl – Riesling, Pinot Grigio, Chardonnay, Goldmuskateller – und zum Dessert einen Espresso und einen spritziger Vino Frizzante.
Bürgerreporter:in:Otto Killensberger aus Wertingen |
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