Auszeichnung!
Ein Hoch auf unsere Vorbilder im Leben.

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Heute sah ich wie eine Dame den Kot Ihres Hundes in den Beutel packte und mitnahm. So ist es richtg, so soll es sein. Leider lesen und sprechen wir nur über die, die es nicht richtig machen und uns betrüben.

Haben Sie sich jemals gefragt, wie eine Welt aussehen würde, in der einfach alles reibungslos funktioniert? Nicht durch Gesetze, Überwachung oder strenge Verordnungen, sondern schlicht und einfach deshalb, weil Menschen es von sich aus richtig machen?

Heute setze ich diesen Menschen ein Denkmal. Kein kaltes Erz aus vergangenen Schlachten, kein steinernes Abbild eines Feldherrn, sondern ein lebendiges, atmendes Denkmal aus Respekt. Es ist all jenen gewidmet – den Bürgerinnen und Bürgern, Jugendlichen und Kindern –, die im Alltag oft im Schatten stehen, aber durch ihr vorbildliches Handeln das Fundament unserer Gemeinschaft tragen.

Lassen Sie uns das Positive in unserer Welt einmal ausführlich feiern und einen Blick auf diejenigen werfen, die den Alltag durch kleine, große und vor allem rücksichtsvolle Gesten heller machen.

Meine unvollständige Galerie der Alltagshelden: 12 Geschichten über das Richtige-Tun

Um diesen Menschen ein Gesicht zu geben, blicken wir auf fiktive Situationen aus unserem direkten Zusammenleben – ausgewogen, nah am Leben und voller Vorbildwirkung.

1. Thomas, der bewusste Raucher
Thomas liebt seine gelegentliche Zigarette, doch er verabscheut die unauslöschliche Spur, die viele Raucher hinterlassen. Wenn er unterwegs ist, zieht er nicht nur die Blicke durch seine Gelassenheit auf sich, sondern vor allem durch seine Konsequenz: Er führt immer ein kleines, taschengroßes Döschen mit sich. Die Asche klopft er kontrolliert ab, und den Stummel steckt er akribisch in diesen Behälter, um ihn zu Hause im Restmüll zu entsorgen. Kein einziger Filter landet jemals auf unseren Straßen oder in der Natur.

2. Sarah und Lukas, die verantwortungsvollen Seegriller
Der laue Sommerabend am See lockt viele an, doch Sarah und Lukas hinterlassen den Platz in einem Zustand, der fast besser ist als zuvor. Sie haben ihren eigenen Müllsack dabei, sammeln jede verirrte Aludose ein, löschen die Glut ihres tragbaren Grills mit mitgebrachtem Wasser komplett ab und kontrollieren den Boden mit der Hand, bevor sie gehen. Am nächsten Morgen ahnt niemand, dass hier gestern eine ganze Gruppe gefeiert hat.

3. Anna, die vorbildliche Hundehalterin
Hundebesitzer haben es oft schwer, nicht in Verruf zu geraten, doch Anna beweist das Gegenteil. Wenn ihr Vierbeiner sein Geschäft verrichtet – und zwar konsequent auf der dafür vorgesehenen Wiese –, ist ihr Griff zum Kotbeutel pure Reflexhandlung. Das Besondere: Mit einem charmanten Lächeln sammelt sie gelegentlich sogar den Müll auf, den andere achtlos liegen gelassen haben, und zeigt damit, dass Tierliebe und Gemeinschaftssinn Hand in Hand gehen.

4. Michael, the mustergültige Autofahrer
Michael schaut nicht nur auf sein Navi, sondern vor allem auf die Schilder und die Realität um ihn herum. In der 30er-Zone vor der Grundschule rollt er nicht nur mit exakt 30 Kilometern pro Stunde, sondern geht vom Gas, sobald er Kinder am Straßenrand sieht. Er blinkt rechtzeitig, hält an Fußgängerüberwegen geduldig an und nimmt Rücksicht auf Radfahrer, selbst wenn er dadurch mal fünf Sekunden länger wartet. Für ihn ist der Straßenverkehr kein Wettkampf, sondern ein Raum des Miteinanders.

5. Maria, die Stimme der Freundlichkeit
Manchmal genügen wenige Sekunden, um einen grauen Tag bunt zu machen. Maria ist so ein Mensch. Wenn ihr beim Einkaufen, beim Bäcker oder auf der Straße jemand begegnet und sie ein nettes Wort erhascht, antwortet sie nicht nur höflich, sondern geht aktiv einen Schritt weiter: Sie grüßt den Postboten mit Namen, wünscht der Kassiererin einen entspannten Feierabend und strahlt eine Wärme aus, die ansteckend ist.

6. Julian, der Meister der Dankbarkeit
Julian hält nichts von der Selbstverständlichkeit, mit der wir oft durchs Leben gehen. Wenn ihm jemand im Supermarkt den Vortritt lässt, bedankt er sich mit einem warmen Lächeln und einer klaren Formulierung. Helfen ihm Kollegen bei einem Projekt, gibt er ihnen nicht nur ein kurzes Echo, sondern schreibt eine persönliche Nachricht, in der er genau benennt, was diese Hilfe für ihn bedeutet hat. Dankbarkeit ist für ihn keine Floskel, sondern eine Haltung.

7. Clara, die rücksichtsvolle Nachbarin
Umzüge, Renovierungen oder Kindergeburtstage – Clara weiß, dass in einer Hausgemeinschaft Toleranz gefragt ist. Doch sie überstrapaziert diese nie. Vor einer lauten Feier wirft sie zwei Tage vorher einen handgeschriebenen Zettel mit einer kleinen Schokolade in jeden Briefkasten, entschuldigt sich im Voraus für eventuellen Lärm und hält sich penibel an die vereinbarten Ruhezeiten. Ab 22 Uhr sinkt der Geräuschpegel in ihrer Wohnung auf Zimmerlautstärke.

8. David, der digitale Fußgänger
David gehört zu jener seltenen Spezies, die ihr Smartphone in der Öffentlichkeit nicht als Scheuklappe nutzen. Wenn er über den belebten Marktplatz geht, hat er die Augen oben. Er bremst nicht abrupt mitten im Weg ab, um eine Nachricht zu tippen, sondern tritt zur Seite an die Hauswand. Im Bus steht er sofort auf, wenn ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen zusteigen, ohne dass er erst dreimal aufgefordert werden muss.

9. Sophie, die bewusste Einkäuferin im Supermarkt
Im Gang für lose Früchte und Gemüse greift Sophie zielgerichtet zu ihren selbst mitgebrachten Stoffbeuteln. Sie klebt die Waagetickets vorsichtig auf die Tüten und achtet darauf, keine Bananen aus den Bündeln zu reißen, die dadurch beschädigt werden könnten. Wenn sie merkt, dass sie ein Produkt aus dem Kühlregal doch nicht braucht, legt sie es nicht verdeckt zu den Zeitschriften, sondern bringt es dorthin zurück, wo sie es hergenommen hat.

10. Jonas, der umsichtige Fahrradfahrer
Auf dem Radweg ist Jonas ein Vorbild an Übersicht. Er nutzt konsequent seine Klingel, um Fußgänger rechtzeitig und freundlich auf sich aufmerksam zu machen, statt knapp und rasant an ihnen vorbeizurasen. Seine Lichtanlage funktioniert tadellos, bei Dunkelheit trägt er eine Weste mit Reflektoren, und an roten Ampeln stoppt er selbst dann, wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist.

11. Elena, die Unterstützerin im Stillstand
Wenn im Gemeindeamt, an der Bushaltestelle oder im Wartezimmer des Arztes Unruhe aufkommt oder ein Fahrplan missverstanden wird, bleibt Elena ruhig. Sie nimmt sich die Zeit, älteren Mitbürgern zu erklären, wie der Ticketautomat bedient wird, oder hilft einer Mutter, den Kinderwagen über die Treppe zu heben. Sie tut das leise, ohne Beifall zu erwarten, einfach weil es sich richtig anfühlt.

12. Noah, der junge Bewahrer unseres Raumes
Auch die Jugend packt an – Noah ist der beste Beweis. Der 14-jährige Schüler geht nach der Pause auf dem Schulhof freiwillig rum, um liegengebliebenes Papier aufzusammeln. Wenn er sieht, dass im Jugendtreff etwas kaputtgegangen ist, zögert er nicht, die Betreuenden sofort zu informieren, statt wegzusehen. Für ihn gehört sein Umfeld ihm und seinen Freunden – und das schützt man.

Machen Sie mit: Werden Sie Überbringer der Auszeichnung!
Diese zwölf Geschichten stehen stellvertretend für Tausende von kleinen, alltäglichen Handlungen, die in unserer Gemeinde Tag für Tag passieren. Oft fallen uns nur die Fehler auf: die weggeworfene Kippe, der rücksichtslose Raser, die ignorante Gleichgültigkeit. Doch das Gute kommt sehr viel öfters vor als das Schlechte.

Finden Sie diese Aktion gut? Dann nehmen Sie sich einfach das obige Bild der Auszeichnung, drucken Sie sich kleine Visitenkarten damit und schreiben Sie folgenden Satz darauf:

„Danke, dass Sie im Sinne der Gemeinschaft handeln. Fühlen Sie sich ausgezeichnet als Held des Alltags.“

Tragen Sie diese kleinen Visitenkarten – oder mehrere davon – immer bei sich. Und wenn Sie jemanden sehen, der im Sinne der Gemeinschaft handelt, gehen Sie einfach hin und sagen:
„Hallo, ich habe gerade gesehen, dass Sie das und das gemacht haben, das finde ich überhaupt positiv. Ich bedanke mich dafür im Sinne der Gemeinschaft und darf Ihnen diese kleine Auszeichnung überreichen.“

Und dann? Schreiben Sie in die Kommentare hier auf myheimat, wen Sie ausgezeichnet haben und warum. Nennen Sie ruhig nur den Vormamen, damit der Datenschutz gewahrt bleibt. Wenn die Person möchte, lassen Sie gerne ein Bild von sich bzw. der Übergabe machen.

Setzen Sie es einfach hier rein unter myheimat zum Begriff Auszeichnung Held des Alltags. Machen Sie ein Bild, berichten Sie darüber. Ist doch schön, wenn wir auch mal was Gutes lesen.

Ein herzliches Dankeschön an alle unsichtbaren Vorbilder da draußen. Machen Sie genau so weiter!

Bürgerreporter:in:

Wolfgang Weiss aus Untermeitingen

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