Lechfeld Mystik
Wenn der herbstliche Nebel unsere Welt verzaubert
- hochgeladen von Wolfgang Weiss
Guten Morgen, Lechfeld.
Wer heute Früh aus dem Fenster geblickt hat oder wie ich zum Bäcker unterwegs war, der weiß: Der Herbst hat nicht nur offiziell die Regie übernommen, er hat auch seinen Pinsel – oder besser gesagt, den grauen Lechfeld-Weichzeichner – ausgepackt.
Ein Blick nach draußen zeigt, wie sich die Häuser und Straßen unserer Heimat sanft in ein mystisches Weiß-Grau hüllen, während die Sonne als milchige Scheibe mühsam versucht, den Vorhang beiseite zu schieben. Zeit für eine augenzwinkernde Bestandsaufnahme der kommenden Monate!
Was sich alles im Nebel verbergen könnte...
Nebel ist ja im Grunde der beste Regisseur für ein großes Kopfkino. Wenn sich die vertraute Straßenecke plötzlich in eine Kulisse für einen britischen Detektiv-Krimi verwandelt, fängt die Fantasie an zu arbeiten:
• Der verirrte Hobbit: Vielleicht stapft gleich Gandalf mit einer Schar kleiner Leute aus dem Dunst, um den Weg zum nächsten Bäcker zu erfragen.
• Das Ufo im Vorgarten: Bis die Sonne ganz durchbricht, könnte jede parkende Mülltonne oder Laterne wie ein gelandetes Raumschiff aus einer anderen Galaxie wirken.
• Der schlafende Riese: Unsere heimische Landschaft atmet einfach tief durch, zieht die Nebeldecke bis zum Kinn und gönnt sich ein gemütliches Nickerchen.
Wettermäßig vorausgesagt: Gemütlichkeit im Anmarsch
Was kommt in den nächsten Wochen und Monaten auf uns zu? Meteorologisch gesehen schalten wir nun von Sommer-Hektik auf -In-Die-Decke-Kuscheln um.
• Der Nebel am Morgen ist der verlässliche Vorbote für sonnige, klare Nachmittage, bei denen die herbstliche Luft so herrlich frisch nach Freiheit schmeckt.
• Er schützt uns vor zu schnellem Frust über sinkende Temperaturen, denn er erinnert uns daran, dass jetzt die Zeit der goldenen Nachmittage, des warmen Tees und der gemütlichen Abende beginnt.
• Das Beste daran: Diese wunderbare, entschleunigte Wetterlage begleitet uns nun durch den goldenen Oktober, den stimmungsvollen November und den glitzernden Winter, bis uns im Frühjahr die ersten echten Frühlingsboten wieder wachküssen.
Die positiven Dinge im Vordergrund: Darauf dürfen wir uns freuen!
Machen wir uns nichts vor: Die dunklere Jahreszeit hat den unschlagbaren Ruf, die Seele zur Ruhe kommen zu lassen.
• Keine drückende Sommerhitze mehr, bei der man um jede Brise kämpft – jetzt herrscht perfektes Spazierwetter ohne Schweißperlen.
• Kerzenschein, Duft von Zimt und Bratapfel, und endlich wieder die dicken Strickpullis aus dem Schrank holen, die im Sommer so einsam waren.
• Die Natur zeigt uns, wie schön es ist, auch mal loszulassen und sich auf das Wesentliche zu besinnen.
Genießen wir also diesen magischen Start in den Tag in unserer Heimat! Welches "Geheimnis" hat der Nebel heute Morgen bei Ihnen vor der Haustür versteckt?
Bürgerreporter:in:Wolfgang Weiss aus Untermeitingen |
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