Gestalten wir den Landkreis Augsburg von morgen
Mein Fazit - Vormittag voller Dialog und Impulse in Schwabmünchen

Transparenzhinweis: Ich schreibe hier rein privat und aus persönlichem Interesse. Meine Berichte erfolgen ohne jegliche Beauftragung durch Dritte. Ich erhalte für meine Beiträge weder Bezahlungen noch sonstige Vergünstigungen oder Vorteile. | Foto: (c) Wolfgang Weiss
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  • Transparenzhinweis: Ich schreibe hier rein privat und aus persönlichem Interesse. Meine Berichte erfolgen ohne jegliche Beauftragung durch Dritte. Ich erhalte für meine Beiträge weder Bezahlungen noch sonstige Vergünstigungen oder Vorteile.
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Unter der Moderation von Carolina Trautner, Abgeordnete des Bayerischen Landtags und Kreisrätin im Landkreis Augsburg fand kürzlich das Event „Bürgerdialog“ statt – eine Gelegenheit für Bürgerinnen und Bürger, direkt mit politischen Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen. Gut 70 Personen fanden sich so zusammen.
Als Bürger konnte ich spannende Einblicke gewinnen und möchte hier meine Eindrücke teilen.

Bilanz und Ausblick: Landrat Martin Sailer im Fokus
Landrat Martin Sailer zog zunächst eine Bilanz seiner bisherigen Amtszeit und blickte auf die kommenden Herausforderungen für den Landkreis Augsburg:

Bildung & Infrastruktur: Ein Schwerpunkt liegt auf massiven Investitionen in Schulen. Regional hervorgehoben wurde das Lehrschwimmbecken in Schwabmünchen. Im Landkreis Augsburg lernen jährlich rund 1.000 Kinder schwimmen lernen – ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit und Ausbildung.

Gesundheit: Die Herausforderungen rund um das Uniklinikum Augsburg (5 Mrd. Euro Neubau-Kosten) und die Wertachkliniken wurden offen angesprochen. Ziel sei der Abbau von Doppelversorgungen aus wirtschaftlichen Gründen, wobei Sailer dafür plädierte, Gesundheitsversorgung über Landkreisgrenzen hinaus zu denken, um Synergien zu schaffen. An den Tischen wurde hierbei jedoch auch die Sorge um die langfristige Finanzierbarkeit laut.

Mobilität: Ein schwieriges Feld. Trotz Investitionen in die Staudenbahn und das Angebot der „aktivo“-Bedarfsbusse (die sehr gut angenommen werden), nutzen nur 7 % der Bürger den ÖPNV – 75 % davon sind Schüler. Bei einer Quote von 250.000 Fahrzeugen auf 280.000 Einwohner bleibt der Landkreis übermotorisiert.

Energie: Beim Thema Windkraft müssen laut gesetzlichen Vorgaben Flächen ausgewiesen werden (1,8 % bis 2032). Sailer betonte, dass dies nur dort geschehen solle, wo die Kommunen es festlegen.

Dialog auf Augenhöhe: Bürgerimpulse und persönliche Gespräche
Nach dem Impulsvortrag ging es in die aktive Phase. An den Tischen wurden auf Papierbahnen Ideen und Wünsche gesammelt. Dieser direkte Austausch bot nicht nur den Bürgern eine Plattform, sondern war auch für die anwesenden Kandidaten wertvoll.

Ich nutzte zudem die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen an den Tischen:

Markus Ferber (MdEP): Er gab mir kritische Einblicke in die EU-Politik, vom Mercosur-Abkommen über die Herausforderungen der Bio-Milchbauern (Weidehaltung im Winter) bis hin zur europäischen Verteidigungsstrategie.

Christoph Endres (Bürgermeisterkandidat Walkertshofen): Er schilderte eindrucksvoll seine Motivation, das Amt im Ehrenamt (3 Tage/Woche) neben seinem Beruf auszufüllen und durch Transparenz (z.B. via Staudenboten) den Bürgerdialog zu stärken.

Was die Bürger bewegt
Im Gespräch mit Bürgerinnen an dem Tisch zum Thema Gesundheit wurde deutlich: Es fehlt oft an einer zentralen Übersicht. Gewünscht wird eine „All-in-One“-Terminübersicht der Stadt Schwabmünchen, die Kultur und Politik bündelt – und das sowohl digital als auch analog für Menschen ohne Smartphone.

Mehr davon – aber bitte regelmäßig!
Inhaltlich war es ein spannender Vormittag. Es war bereichernd, Bürger, Mandatsträger und Kandidaten in direkter Interaktion zu erleben.

Mein persönliches Resümee:

Direkter Draht: Solche Formate sind Gold wert, um Wünsche zu artikulieren, bevor aus Unwissenheit Frust entsteht. Wir sollten als Bürger verantwortlich die Chance nutzen, „Bedarfsträger und Ideengeber“ statt nur „Nörgler“ zu sein.

Kommunikation verbessern: Die Erreichbarkeit solcher Termine muss einfacher werden. Eine zentrale, hürdenfreie Informationsplattform wäre ein großer Gewinn für die politische Teilhabe mit und ohnen Smartphone.

Kontinuität statt Wahlkampf-Modus: Ich wünsche mir solche interaktiven Angebote regelmäßig und nicht nur im „Turbomodus“ kurz vor den Wahlen. Ziele und Erfolge sollten das ganze Jahr über kommuniziert werden, nicht nur einmal jährlich auf der Bürgerversammlung. Dann können wir Bürger uns darauf einstellen. 

Was denken Sie?
Wo informieren Sie sich über Kandidaten und lokale Themen? Bevorzugen Sie den klassischen Wahlflyer oder suchen Sie auch das Gespräch von Mensch zu Mensch und wie oft wünschen Sie sich solche Möglichkeiten; alle 6 Jahre oder wie oft?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

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Bürgerreporter:in:

Wolfgang Weiss aus Untermeitingen

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