Buchplauderei ...
.... über meine im Monat Januar 2026 gelesenen Bücher
- hochgeladen von Sabine Presnitz
Buchplauderei über meine im Monat Januar 2026 gelesenen Bücher
Nichts erfreut nach der kalten Jahreszeit mehr als der eifrig ertönende Gesang der Vögel. Kein Wunder, dass sich auch Dichter und Künstler von Nachtigall und Lerche seit jeher beflügelt fühlten.
Ein wunderschönes Beispiel hierfür ist das Büchlein „Virtuosen der Lüfte“, in denen Vögel in liebevollen Zeichnungen und poetischen Worten dargestellt werden.
In ausgewählten Gedichten bekommen die Leser die Schönheit und Anmut der Vögel nahegebracht.
Prächtige und detailgenaue Vogelillustrationen von u.a. John James Audubon, John Gould und Johann Friedrich Naumann sind den Gedichten gegenübergestellt.
Auf der einen Seite mal heitere, mal schwere Verse, die das Geschaute vertiefen. Oder sind es die Illustrationen, die das Gelesene vertiefen??
Auf diese Frage kann jeder Leser für sich eine Antwort finden.
Wie man Kraft aus der Natur schöpft, wie Tiere und Pflanzen uns trösten können, das zeigt uns die Zoologin Delia Owens in ihrem Debutroman „Der Gesang der Flusskrebse“.
Kya ist ein junges Mädchen, das von ihrer Familie verlassen wird und völlig isoliert in den Sümpfen von North Carolina aufwächst. Die Art und Weise, wie die Autorin Kyas Einsamkeit beschreibt, geht dem Leser wirklich unter die Haut. Man beobachtet bewundernd, wie Kya lernt, im Einklang mit der Natur zu überleben, während sie gleichzeitig von der Gesellschaft als „Marschmädchen“ ausgegrenzt und verachtet wird.
Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen - der Vergangenheit und Gegenwart. In Zeitsprüngen erzählt Delia Owens wie aus der kleinen Kya eine ungewöhnliche und intelligente Frau wird. Obwohl sie in Armut und Einsamkeit aufwächst, hat sie sich zu einer starken Persönlichkeit entwickelt.
,,Der Gesang der Flusskrebse" steckt voll literarischer und bildreicher Sprache. Der Leser erhält ein detailreiches Bild vom Marschland und dessen Bewohner. Dieses Buch ist nicht nur ein Familiendrama, in dem es um das Erwachsenwerden, Liebe und den Status in der Gesellschaft geht, sondern auch ein Kriminalroman.
Selten bekam ein Roman solch gute Kritiken:
"Delia Owens einzigartige Schöpfung, das Marschmädchen Kya, gehört schon jetzt in eine Reihe mit Mark Twains Huckleberry Finn, J.D. Salingers Holden Caulfield oder Harper Lees Scout Finch, den ikonischen Figuren des Coming-of-Age-Romans." - Markus Müntefering, SPIEGEL 24.07.19
"Ich habe selten in einem Roman so beeindruckende, schwärmerische Naturschilderungen gelesen. Delia Owens hat ein modernes Märchen geschrieben. Ein herzergreifender, berührender Schmöker." Johannes Kaiser, hr2 Kultur, 02.08.19
"Eine Verbeugung vor der Schönheit dieser Sumpflandschaft, eine grandios erzählte Liebesgeschichte und ein packender Kriminalroman. Insgesamt ein Lektüre-Erlebnis, wie man es selten findet." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 30.07.19
"Einer der großartigsten Romane des Jahres. Die Passagen von der Stille, der Einsamkeit und dem Alltag inmitten der Wildnis sind von erhabener Intensität und Schönheit und voller hinreißender Naturbeschreibungen. Ein großartiges Stück Literatur mit fesselnder Handlung und endloser Faszination der Natur." Wilhelmshavener Zeitung, 16.08.19
2022 wurde der Roman von Regisseurin Olivia Newman verfilmt. Meiner Meinung nach ist ihr das bestens gelungen.
Guten Lesestoff im neuen Jahr wünscht Euch Sabine
Bürgerreporter:in:Sabine Presnitz aus Schwabmünchen |
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