Buchplauderei ...
.... über meine im Monat Juli 2026 gelesenen Bücher
- hochgeladen von Sabine Presnitz
Buchplauderei über meine im Monat Juli 2026 gelesenen Bücher
Schon der römische Philosoph Marcus Tillius Cicero bemerkte:
Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen.
So gibt es auch für mich im Sommer nichts Schöneres als meine Bibliothek zu durchforsten, mich von einem Buch „anlachen“ zu lassen und an einem schattigen Plätzchen im Garten zu lesen.
Allerdings bevorzuge ich in der heißen Jahreszeit „leichte Lektüre“!
Der Roman „Cafeglück am Meer“ von Debbie Johnson, der mich wegen des schönen Covers angesprochen hat, fällt mit Sicherheit unter diese Kategorie. Auburn, die Protagonistin, hat sich nach einer bewegten Vergangenheit in ihrem beschaulichen Leben eingerichtet und ist glücklich mit ihrem Freund, als sie die Vergangenheit einholt und sie sich entscheiden muss, welchen Weg sie für ihre Zukunft einschlagen möchte.
Mich hat die Protagonistin und die Handlung nicht überzeugt. Die Nebencharaktere sorgen zwar für Abwechslung und beleben die Story, aber trotzdem habe ich leserisch mein „Cafeglück am Meer“ nicht gefunden.
Mit meinem zweiten Roman hatte ich mehr Glück. Cristina Caboni hat mit dem Roman „Die Rosenfrauen“ einen wunderschöner Sommerroman geschrieben, der alles mitbringt, wofür es sich zu lesen lohnt! Vom Cover, das eher zum „Cafeglück am Meer“ passt, sollte man sich allerdings nicht ablenken lassen, denn diese Geschichte entführt uns in die wunderbare Welt der Düfte. Die Autorin erzählt eine wunderbar gelungene Geschichte rund um die Entstehung von Parfüm, kombiniert mit einer spannenden Suche nach einem alten Parfüm-Rezept und einer zarten Liebesgeschichte - dies alles spielt an malerischen Schauplätzen wie Florenz, Paris und der Provence. Jedes Kapitel beginnt mit der Beschreibung eines Duftes, so dass der Leser immer den Bezug zum eigentlichen Thema des Buches nicht verlieren kann. Im Anhang befindet sich ein Duftlexikon in dem man mehr über die Details und das Wirken ätherischer Öle erfährt …
Die gut gezeichneten Charaktere, ein flüssiger Schreibstil und eine Handlung, die sowohl Spannung als auch Romantik aufweist, bringt dem Leser die Welt des Parfüms näher und beschert ihm unterhaltsame Lesestunden. Wie konnte man nach Erscheinen des Buches in einer Zeitschrift lesen: „Wie ein Urlaub zwischendurch. Zauberhaft und duftend wie der Sommer."
Mein Lese-Highlight war in diesem Monat der erste Band der Helgoland-Trilogie „Die Insel der Wünsche – Die Stürme des Lebens“ von Anna Jessen.
Schnell war ich mittendrin im historischen Geschehen, das den Zeitraum 1887 - 1891 umfasst. Helgoland ist ein toller Schauplatz, den ich selbst schon einmal besucht habe.
Die dortige Atmosphäre wurde gut von der Autorin eingefangen. Man erhält zudem einen interessanten Einblick in die wechselvolle Geschichte Helgolands, denn die Nordseeinsel war für die Dänen, die Briten und die Deutschen jahrhundertelang ein strategisch wichtiger Stützpunkt.
Im ersten Band lernen wir das junge Blumenmädchen Tina Tiedkens kennen, die in ärmlichsten Verhältnissen in der lauten Hafenstadt Hamburg aufwächst. Um ihrer Not zu entfliehen, will sie ihr Glück auf Helgoland suchen. Unter erschwerten Bedingungen reisen wir mit ihr auf die malerische Nordseeinsel Helgoland und erleben, wie aus einem naiven, unerfahren Mädchen eine starke Frau wird, die mutig ihren Weg geht. Denn manchmal ist Mut das Einzige, was einem weiterhilft, so die Erkenntnis von Tine!
Anna Jessen hat mit vielen Wendungen und schicksalshaften Fügungen den Roman interessant gestaltet und so immer wieder überraschende Momente eingebaut, so dass man das Buch fast nicht zur Seite legen kann. Und gespannt ist, wie es in Band 2 und 3 mit Tine weitergeht, denn Helgoland ist ihr Schicksal.
Bürgerreporter:in:Sabine Presnitz aus Schwabmünchen |
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