Buchplauderei ...
.... über meine im Monat August 2026 gelesenen Bücher
- hochgeladen von Sabine Presnitz
Buchplauderei über meine im Monat August 2026 gelesenen Bücher
Die französische Schriftstellerin George Sand schrieb einmal: „Das Leben gleicht öfter einem Roman, als die Romane dem Leben.“
Sicherlich wäre Tine, die wir bereits im 1. Teil der Helgoland-Trilogie „Insel der Wünsche“ kennengelernt haben, George Sand, die für ihre unkonventionelle Lebensweise und ihre Werke für feministische und sozialkritische Ziele bekannt war, sympathisch gewesen.
Auch in den beiden Fortsetzungsromanen „Gezeiten des Glücks“ und „Klippen des Schicksals“ lässt uns die Autorin Anna Jessen ein Vierteljahrhundert am Leben von Tine Tiedkens teilhaben.
Nach schweren Schicksalsschlägen hat sich Tine in Helgoland eine neue Existenz aufgebaut. Sie erlebt Glück und Liebe, aber auch Trauer und Leid, vor allem als Erste Weltkrieg ausbricht.
Die Autorin versteht es meisterhaft, die Atmosphäre und die Emotionen dieser Zeit einzufangen und den Leser hautnah an den Ereignissen teilhaben zu lassen.
Wer eine packende Familiengeschichte voller Liebe, Schicksal und Träume sucht, ist mit dieser Trilogie bestens beraten.
Mit meiner nächsten Lektüre blieb ich dem Norden treu. Der Roman„ Zwischen den Bäumen das Meer“ von Janne Mommsen spielt in Ostholstein und auf Föhr.
"Optimismus trifft Pessimismus", so würde ich das Buch kurz und knapp beschreiben.
Auf der einen Seite lernen wir die erfolgreiche Geschäftsfrau Annkathrin kennen, auf der anderen Seite den Eigenbrötler Tom, der eigentlich alles schwarz sieht und eigentlich gar nicht mehr leben will.
Zwischen den beiden beginnt eine zarte Freundschaft, aber kann daraus Liebe werden? Denn die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein. Jeder für sich fühlt sich dem anderen nah und hat doch Angst, einen Schritt zu weit zu gehen - die Angst vor dem eigenen Glück, das an einem feinen Faden hängt und zu zerreißen droht.
Obwohl dieser Roman sich ernsten Themen wie Depressionen und schwerer Krankheit widmet, ist der Grundton durchwegs heiter. Die Geschichte berührt und regt zum Nachdenken an.
Es ist diese Leichtigkeit, die Mommsens Romane so beliebt und lesenswert machen.
Mein Highlight war diesen Monat der wunderschöne Bildband „Frauen am Meer“.
Wie der Titel schon sagt, beinhaltet dieses Buch Bilder über Frauen am Meer. Das Vorwort von Elke Heidenreich zeigt die tiefe Verbundenheit und die Inspirationskraft , die das Meer auf Frauen ausübt. Der Großteil der Bilder stammt aus den Jahren zwischen 1870 und 1943 und ist eine Reminiszenz an die Frau, das Meer und an den Impressionismus. Kulturhistorisch erklärt werden die Bilder von der Herausgeberin Tanja Schlie. Passend dazu hat sie zum Teil sehr poetische Texte zu den Bildern geschrieben oder aus dem reichen Schatz der Literaturgeschichte ausgesucht.
Ein schönes, ansprechendes Buch, das man immer wieder gerne zur Hand nehmen wird, denn beim Lesen und Blättern werden die Sinne angesprochen - ein Buch wie ein Tag am Meer.
Viele schöne Lesestunden wünscht Euch Sabine
Bürgerreporter:in:Sabine Presnitz aus Schwabmünchen |
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