Beiträge zur Rubrik Kultur

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Marie Angerer mit ihrer Band beim 1. Mai-Festival in Recklinghausen (Videos, Fotos)

Marie Angerer & Band spielen selbstgeschriebene Songs im Stil Folk/SingerSongwriter. Die Solokünstlerin Marie Angerer (21) schreibt seit ihrem 14. Lebensjahr eigene Stücke, die sie mit ihrer Gitarre begleitet. Bei einer achtmonatigen Reise durch Neuseeland konnte sie sehr viel Inspiration, neue Lieder und Einflüsse in ihre Musik mitnehmen und dadurch ihren eigenen Stil entdecken. Rund 50 Konzerte spielte die junge Sängerin letztes Jahr im Ruhrgebiet, aber auch am Niederrhein, in Münster und...

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Das Opferlamm

Heute ist es nicht mehr üblich, seinesgleichen zu schlachten und – aus religiösen Gründen, versteht sich – zu verspeisen. Dafür muss das Opferlamm herhalten. Symbolisch, versteht sich. Ostern ist es wieder soweit. Guten Appetit!

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Buchtipp: Zana Ramadani: DIE VERSCHLEIERTE GEFAHR. Die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen

»Der Islam gehört nicht zu Deutschland«, sagt Zana Ramadani. »Muslime gehören zu Deutschland – aber nur, wenn sie sich dieser Gesellschaft anpassen.« Doch das kann nicht gelingen, solange die überkommenen Regeln einer vormodernen Religion auf die heutige westliche Welt angewendet werden und muslimische Mütter frauenfeindliche Werte an ihre Kinder weitergeben. Als Tochter einer muslimischen Einwandererfamilie nennt Zana Ramadani Dinge beim Namen, die sich sonst kaum jemand zu sagen traut: »Die...

Klinkenputzer in der Drückerkolonne

...oder Als Reinhard Mohn begann, einen der mächtigsten Medienkonzerne aufzubauen 1954, als ich aus der Fremdenlegion nach Deutschland zurückgekehrt war, suchte ich einen Job. Das war dank der deutschen Presse, die uns Veteranen samt der Legion in Verruf gebracht hatte, eine fast aussichtslose Unternehmung. Man nannte uns abschätzig "Söldner", ohne daran zu denken, dass jeder Soldat Sold empfängt und kein Gehalt und dass der englische Begriff soldier lautet. Und wer als ein solcher in fremden...

Martin Luther: Ein Reformator mit Makel. Bericht von Christina Kirsch über einen Vortrag von Wolfgang Beutin

Luther allerorten. Der Historiker Wolfgang Beutin verschwieg in seinem Vortrag an der Urspringschule die Schattenseiten des Kirchenerneuerers nicht. Was fand Luther für eine Gesellschaft vor? In welchem Zustand war 1517, dem Jahr seines Thesenanschlags, die Kirche? Beutin beschrieb im ersten Teil seines Vortrags die Zeit und den Einfluss der Kirche. „Die Kirche war ein wichtiger Machtfaktor der damaligen Gesellschaft“, sagte der Referent. Päpste verschenkten Ländereien, unter anderem an Spanien...

Wer war Martin Luther? Was hat er gelehrt? Was hat er gewollt? Rezension

War er „Der radikale Doktor Martin Luther“, den Wolfgang Beutin uns in seinem gleichnamigen Buch präsentiert? Oder war er ein innerlich zerrissener, daher auch in seinem Denken widersprüchlicher Psychopath? Das eine schließt das andere nicht aus. Denn auch ein von Selbstzweifeln getriebener Mensch kann über sich hinaus wirken und die Welt verändern – negativ und positiv, vorsätzlich und wider Willen. Luthers Widersprüchlichkeit, wie sie sich in seinen Schriften äußert, machte es seinen Gegnern...

Siegfried Born: „Ein Bistum will Buße tun“ – Zur Entschädigung der Opfer der ehemaligen Regensburger Domspatzen

Im Missbrauchsskandal um die Regensburger Domspatzen ist offenbar ein Durchbruch erzielt worden im Sinne der von körperlicher und sexueller Gewalt betroffenen ehemaligen Knaben eines der ältesten Knabenchöre der Welt. Zum online-Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 12. Oktober 2016 nimmt Siegfried Born kritisch Stellung, der seit Jahren die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle durch die Katholische Kirche hier in Deutschland beobachtet: Entschädigung der Opfer bis spätestens Ende 2017 Von 5000 bis...

Araberinnen

Im März 1951, vor unserer Einschiffung für die Überfahrt nach Vietnam, in Oran, einer algerischen Hafenstadt, saßen ein Legionskamerad und ich auf der Strandpromenade, als zwei Araberinnen vorbeikamen, verhüllt. Sie trugen eine Burka. Sie blickten kurz zu uns herüber und kicherten. Dann blieben sie stehen, drehten sich noch einmal um, lüfteten ihren Gesichtsschleier und lächelten. Wir winkten ihnen zu. Sie liefen lachend davon.

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Herz und Hirn

US-Amerikaner legen, wenn sie die Nationalhymne singen, eine Hand aufs Herz, um ihre nationalen Gefühle zu bekunden, und wir versenden gern „herzliche Grüße“. Beides beruht auf einem Irrtum. Die Amerikaner müssten sich beim Singen ihrer Nationalhymne an den Kopf fassen, ihre Hand auf den Schädel legen, denn mit Empfindungen, Gefühlen hat das Herz nichts zu tun – es ist unsere Blutpumpe. Gefühle entstehen unter der Schädeldecke: in der Hirnrinde und werden da bewusst. Oder auch nicht.

Walter Schorm (l) und Mathias Bassama
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Afrika-Fest in Recklinghausen (Foto, Video)

Afrika-Fest am 11. Juni 2016 auf dem Schulbauernhof in Recklinghausen Zu diesem Fest hatte Walter Schorm, pensionierter Lehrer am Marie-Curie-Gymnasium in Recklinghausen (MCG), eingeladen. Dabei waren auch der Direktor der Partnerschule in Kaolack / Senegal Mathias Bassama und seine Frau Sophie, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des MCG in Recklinghausen. Walter Schorm lebt seit einigen Jahren in Kaolack. Er hat während vieler Aufenthalte in Senegal seit 1975 einen intensiven Kontakt zu...

Bergmann um 1900 am Tag der Arbeit
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Die Ruhrfestspiele und die Poahlbürger von Recklinghausen

Es war ja nicht der erste Skandal, der mit so lautem Donner über die Bühne gegangen ist, dass die Bretter, die manchem die Welt bedeuten, gekracht haben und das Ende der Ruhrfestspiele nahe schien. Am Morgen des 1. Mai 1977 war es schon fast einmal so weit. Was war passiert? Ich war von der Ruhrfestspielleitung gebeten worden, für die Festspielzeitung einen Beitrag aus dem Werkkreis Literatur der Arbeitswelt zu liefern, ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte, eine Glosse, irgendeinen kleinen Text...

Die Auferstandenen (Aphorismus)

Stellt euch mal die vielen, in zwei Jahrtausenden verstorbenen und wieder auferstandenen Christen vor! Da oben wimmelt es. Oder sind die meisten von ihnen unten in der Hölle verschmort? Dann wäre da oben ja noch Platz genug.

Anmerkungen zur Psychoanalyse. Replik

Bewerten, beurteilen kann man nur etwas, das man kennt, womit man vertraut ist. Urteile, bei denen dies nicht vorausgesetzt werden kann, sind bekanntlich Vorurteile. M., du schreibst: „Das Argument mit dem Unterbewusstsein ist archaisch und antirational.“ „Unterbewusstsein“? Ein allgemeiner Begriff, den ich nicht verwende, weil er für die Tiefenpsychologie zu ungenau wäre. In meinem von dir kritisierten Satz steht der von Sigmund Freud verwendete Terminus »das Unbewusste«. Ein Schlüsselbegriff...

Frauen, die für Gleichberechtigung kämpfen

1977 * haben Recklinghäuser Frauen ein kleines, altes Haus angemietet, es auf eigene Kosten renoviert, alte Möbel aufgearbeitet und darin ein autonomes Frauenzentrum eröffnet, um "im Gespräch ein kritisches Bewusstsein ihrer gesellschaftlichen Situation (zu) entwickeln und in Aktionen um(zu)setzen". ** Ziel war die Gleichberechtigung. Dann wurde eine Frauenberatungsstelle geschaffen, die sich – entsprechend dem Motto „Frauen helfen Frauen“ – auch heute um misshandelte Geschlechtsgenossinnen...

Weihnachten seit 4000 Jahren?

Alle Jahre wieder erzähle ich diese Geschichte: Weihnachten seit 4000 Jahren? Wir Kinder warteten am 24. Dezember hinter der Wohnzimmertür nicht auf das Christkind, sondern darauf, dass die Kerzen des Tannenbaums brannten und Geschenke darunter lagen. Und tatsächlich, am 25. Dezember vor 2003 Jahren wurde nicht Jesus geboren. Noch um 200 n. u. Zr. stritt man sich über Geburtstag und -jahr. Mal war es der 19. April, mal der 20. Mai, und Clemens von Alexandrien nannte den 17. November als das...

Marie Angerer: Musik im Flüchtlingsheim

Zusammen mit der Crew des Wohnzimmers GE haben wir heute im Flüchtlingsheim an der Wildenbruch Straße in Gelsenkirchen für Flüchtlinge und mit Flüchtlingen Musik gemacht. Gitarren, Rasseln, Trommeln, ein Keyboard und eine Cajon waren dabei, um an einem Sonntagnachmittag den Menschen, die aus ihrem Land fliehen mussten, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Alle waren sehr gespannt. Manche schüchtern, andere sehr offen. Schon als wir die ersten Instrumente ausgebreitet haben, setzte sich einer der...

In der Bibel steht alles Mögliche

Zum Leserbrief „Die Bibel bezieht eindeutig Position gegen jegliche Form der Homosexualität“ in den Zeitungen des Medienhauses Bauer, Marl, vom 23. 06. 15: In der Bibel steht alles Mögliche. Da wird Homosexuellen sogar die Todesstrafe angedroht: "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen." (3. Mose 20,13, Lutherbibel 1912) Auch dies: „Wenn ein Mann eine Frau geheiratet und mit ihr...

„Kein Abraham, kein Moses, keine Zehn Gebote“. Replik auf einen Kommentar

Zitat: „Daß die biblischen Geschichten historisch nicht beweisbar sind, das ist ein alter Hut. Das wußte man schon vor über hundert Jahren. Aber schon im Mittelalter wußte man dank der Lehre vom vierfachen Schriftsinn, daß es nicht auf die historische Richtigkeit ankommt, sondern auf das, was die Bibel uns an allegorischen, anagogischen und moralischen Lehren vermittelt. Ein Theologieprofessor sollte davon immerhin gehört haben.“ Ja, für halbwegs aufgeklärte Menschen ist das ein „alter Hut“,...

Erst später wurde mir bewusst, dass der 8. Mai 1945 auch für mich ein Tag der Befreiung war

"Bei der Währungsreform im Sommer 48 wurde die Reichsmark 10:1 durch die DM ersetzt. Bis dahin ´blühte` der Schwarzmarkthandel. Die Läden waren fast leer. Es gab keine Ware. Oder sie wurde zurückgehalten, weil der Wert der Reichsmark rapide verfiel. Es galt die Zigarettenwährung. Die Ami, die amerikanische Zigarette, kostete zuletzt zehn Mark. Lebensmittel waren knapp. Überall herrschte der Mangel. Allein die reichen Bauern - das verbreitete der Neid – hätten nicht nur in ihren Wohnungen...

Kritik und Toleranz bei Religions- und Kirchenfragen. Antwort auf die Wut eines Gläubigen

Es ist für mich nicht ganz einfach, bei Religions- und Kirchenfragen die Balance zwischen Kritik und Toleranz zu halten, denn ich habe mich fast sechs Jahrzehnte lang – bei Laotse, Konfuzius und beim Buddha beginnend – mit Philosophie, Psychologie, mit den Religionen und mit der Kirchengeschichte befasst und dabei die Aufklärung (Kant, Lessing, Diderot, Voltaire, L. Feuerbach, Freud, Marcuse, Fromm u. v. a.) nicht außer Acht gelassen. Religion ist Glaubenssache und mit dem Gefühlsleben tief...

Wilhelm Neurohr: „Stammtischniveau: Die Grenzen des Erträglichen überschritten“

Leserbrief zu den zahlreichen rechtspopulistischen Leserbriefen vom 15.11.2015 in der Recklinghäuser Zeitung (Leserbriefseite) „Stammtischniveau: Die Grenzen des Erträglichen überschritten“ Auf der jüngsten Leserbriefseite vom 11. Januar 2015 waren insgesamt 11 Leserbriefe veröffentlicht, davon 9 rechtspopulistische Briefe von Bekennern und Verteidigern der Pegida mit islamophobem oder sogar offen rassistischem Inhalt, nur 2 Briefeschreiber haben dagegengehalten. Auch die vorherigen 3...

Mit selektiver Wahrnehmung löst man keine kulturpolitischen Probleme (Leserbrief)

...an das Medienhaus Bauer, Marl: – Von: Dietrich Stahlbaum – Betr.: „Der Islam stellt eine grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung dar“ – Vom: 15. Januar Mit selektiver Wahrnehmung löst man keine kulturpolitischen Probleme, sondern trägt nur zur Verhärtung der Gegensätze bei. Das sollten sich auch Wissenschaftler hinter die Ohren schreiben. Georg Schliehes Kritik am heutigen Islam ist zum Teil berechtigt. Mich stören dabei Generalisierung und Pauschalurteile. So gehören z. B. Aleviten...

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