digitale Souveränität
Digitalministerium startet Projekt für digitale Souveränität

Foto: Staatsministerium für Digitales
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Minister Dr. Mehring will „souveränen Arbeitsplatz“

Bayerns Digitalministerium geht den nächsten Schritt in Richtung digitale Souveränität. Vor dem Hintergrund des Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zur föderalen Modernisierungsagenda kündigt Bayerns Digitalminister Fabian Mehring einen „souveränen Arbeitsplatz“ im Bayerischen Digitalministerium an. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern haben gemeinsam beschlossen, dass bis spätestens 31. März 2027 digital souveräne Alternativen zu proprietärer Arbeitsplatzsoftware zur Verfügung stehen sollen. Bayerns Digitalminister will diesen Auftrag konsequent umsetzen.

Mehring: „Digitale Souveränität ist eine zentrale Zukunftsfrage für unseren Staat und seine Verwaltung. Weil digitale Infrastruktur längst die Welt im Innersten zusammenhält, müssen wir sie krisenfest gestalten. Dazu gehört es, unsere Behörden unabhängiger von Unternehmen aus Übersee zu machen, die unserer Verwaltung den sprichwörtlichen Stecker ziehen könnten“, begründet Digitalminister Mehring seine Mission.

Minister Mehring setzt dabei auf einen schrittweisen Transformationsprozess, der im von ihm geführten Digitalministerium beginnen soll. Dabei verfolgt der Minister einen modularen Ansatz: Zunächst soll ein souveräner Basisarbeitsplatz aufgebaut werden, der schrittweise erweitert werden kann. Wie Mehring erklärt, werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seines Digitalministeriums während der nächsten Monate verschiedene souveräne Angebote im täglichen Geschäftsbetrieb testen und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln. Neben Marktangeboten sollen hierbei auch die Lösungen des deutschen Zentrums für digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) des Bundes sowie bayerische Eigenentwicklungen aus dem technischen Umfeld der BayernCloud-Schule in den Blick genommen werden. Basierend auf diesen Erfahrungen will das Digitalministerium Mehring zufolge einen souveränen Arbeitsplatz konzipieren, der anschließend auch für weitere Ressorts und die gesamte Staatsregierung nutzbar gemacht werden kann.

Angesichts der geopolitischen Lage drückt Minister Mehring bei alledem spürbar aufs Tempo. Nach der konzeptionellen Entwicklung und Erprobung einer Pilotlösung soll laut Digitalministerium im Laufe des kommenden Jahres bereits ein Fünftel der Belegschaft des Ministeriums im Alltag mit der neuen Lösung arbeiten.

Mehring: „Wir haben keine Zeit mehr, um wohlfeil über die Bedeutung digitaler Souveränität zu diskutieren – angesichts der geopolitischen Lage müssen wir aus dem Reden ins Machen kommen. Deshalb starten wir jetzt im Digitalministerium ein wegweisendes Projekt. Was wir entwickeln, kann der Staatsverwaltung kurzfristig als Redundanz dienen und perspektivisch sogar zur Blaupause für einen generellen Umstieg werden. Wir wollen Bayerns Verwaltung zum Vorbild für eine moderne, resiliente und unabhängige Staats-IT entwickeln“, sagt der Bayerische Digitalminister.

Bürgerreporter:in:

Team Fabi aus Meitingen

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