Sport trifft Politik
SSV bringt Vereine und Politik an einen Tisch
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Runder Tisch des Stadtsportverbandes Moers diskutierte über Ehrenamt, Sportstätten und die Zukunft des Sports in der Stadt
Sport ist mehr als Bewegung. Er schafft Gemeinschaft, fördert Gesundheit, ermöglicht Integration und Inklusion und leistet insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Leben in Moers.
Genau darüber wurde beim Runden Tisch „SPORT TRIFFT POLITIK“ des Stadtsportverbandes Moers am 15. September 2026 diskutiert. Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen des Moerser Stadtrates waren in die Geschäftsstelle des Stadtsportverbandes an der Asberger Straße eingeladen worden, um gemeinsam über die aktuellen Herausforderungen und die zukünftige Entwicklung des Sports in Moers zu sprechen.
Herausforderungen der Vereine im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt des Austausches standen die Rahmenbedingungen, unter denen die Sportvereine in Moers heute arbeiten. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Aufgaben der Vereine inzwischen sind.
Neben dem eigentlichen Sportbetrieb übernehmen die Vereine zahlreiche gesellschaftliche Aufgaben. Sie organisieren Kinder- und Jugendarbeit, fördern Integration und Inklusion, engagieren sich im Bereich Gesundheit und Prävention und schaffen Orte der Begegnung und des sozialen Miteinanders.
Getragen wird diese Arbeit zu einem großen Teil durch das Ehrenamt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die ehrenamtlich Tätigen. Bürokratische Vorgaben, Verwaltungsaufgaben, Fördermittelanträge, Digitalisierung, Kinderschutz und weitere organisatorische Anforderungen binden zunehmend Zeit und Ressourcen.
Auch die Situation der Sportstätten nahm einen breiten Raum in der Diskussion ein. Sanierungsbedarf, Modernisierung, fehlende beziehungsweise nicht ausreichende Kapazitäten und eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur stellen Vereine und Stadt gleichermaßen vor Herausforderungen.
Frühzeitig miteinander ins Gespräch kommen
Ein wichtiger Punkt des Austausches war deshalb die Frage, wie Politik, Verwaltung und organisierter Sport künftig noch enger zusammenarbeiten können.
Der Stadtsportverband machte deutlich, dass die Sportvereine bei Bau- und Planungsprojekten möglichst frühzeitig eingebunden werden sollten. Die Vereine verfügen über umfangreiche Erfahrungen aus der täglichen Nutzung von Sportstätten und können wichtige Hinweise zu Bedarfen, Abläufen und zukünftigen Entwicklungen geben.
Gleichzeitig ging es um die Frage, wie Vereine bei administrativen Aufgaben und bei der Nutzung von Fördermöglichkeiten stärker unterstützt werden können.
Sport als gesellschaftliche Zukunftsaufgabe
Neben den unmittelbaren Herausforderungen richtete sich der Blick auch auf die strategische Entwicklung des Sports in Moers.
Kinder und Jugendliche, Ehrenamt, Inklusion, Integration und Gesundheitsförderung wurden dabei ebenso thematisiert wie die Bedeutung moderner und bedarfsgerechter Sportstätten. Der Sport wurde dabei nicht allein als Freizeitangebot betrachtet, sondern als wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Stadtgesellschaft.
„Wir wollten mit diesem Abend bewusst den direkten Dialog zwischen Sport und Politik fördern“, so der Stadtsportverband Moers. „Die Vereine kennen die Herausforderungen aus ihrem täglichen Handeln. Gleichzeitig braucht es politische und kommunale Rahmenbedingungen, die ehrenamtliches Engagement ermöglichen und unterstützen.“
Dialog statt Einzelinteressen
Der Stadtsportverband hatte den Austausch ausdrücklich als überparteiliches und lösungsorientiertes Gespräch angelegt. Im Vordergrund stand nicht die Präsentation einzelner Forderungen, sondern die gemeinsame Frage, welche Rahmenbedingungen der Sport in Moers zukünftig benötigt.
Dabei versteht sich der Stadtsportverband als Bindeglied und Partner von Vereinen, Politik und Verwaltung. Ziel ist es, Entwicklungen frühzeitig anzusprechen, Erfahrungen aus der Vereinslandschaft einzubringen und gemeinsam Perspektiven für die Sportstadt Moers zu entwickeln.
Der Runde Tisch „SPORT TRIFFT POLITIK“ war damit zugleich ein Signal für die Bedeutung des Sports als kommunale Gemeinschaftsaufgabe.
Denn:
Starke Vereine brauchen engagierte Menschen.
Engagierte Menschen brauchen gute Rahmenbedingungen.
Und eine starke Sportstadt braucht eine starke Partnerschaft zwischen Politik und Sport.
Der Stadtsportverband Moers möchte den begonnenen Dialog deshalb weiterführen und den Austausch zwischen Sport, Politik und Verwaltung auch künftig als wichtigen Bestandteil der Sportentwicklung in Moers etablieren.
Bürgerreporter:in:moerser sportschau.de aus Moers |
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