Erlingen
– ein stetig wachsender Ortsteil im Markt Meitingen

Ortsschild | Foto: Peter Heider
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Die Geschichte des Dorfes zwischen Schmutter und Lech hat viele Facetten. Immer mehr Familien bevorzugen Erlingen als Wohnort.

Von Peter Heider

Erlingen, ein Ortsteil der Marktgemeinde Meitingen, kann auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken. Erlingen ist ein Dorf, eine Gemarkung und Ortsteil des Marktes Meitingen im schwäbischen Landkreis Augsburg in Bayern. Zur Gemarkung gehören Erlingen und die Einöde Ehekirchen. Erlingen liegt an der Bundesstraße 2 und besitzt mit der Ausfahrt Biberbach/Wertingen/Erlingen eine eigene Ausfahrt, über die der Ort problemlos erreicht werden kann. Derzeit hat der Ort, der in einer Ebene zwischen Lech und Schmutter gebettet ist, etwa 1.700 Einwohner, mit steigender Tendenz anhand der neu erschlossenen Baugebiete im Osten des Ortes.

Anfang der 1990er Jahre wurde in Erlingen viel Wohnraum geschaffen. Den erhöhten Kinderzahlen Rechnung tragend, entstand in dieser Zeit ein Anbau für einen Kindergarten am bestehenden Schulhaus. Wenige Jahre später war der Trend allerdings wieder rückläufig, was sich besonders auf den Schulbetrieb auswirkte. Nach dem Versuch jahrgangskombinierter Klassen entschied sich der Gemeinderat im Jahr 2012, die Erlinger Kinder „abzusprengeln“: Sie besuchen seit dem Schuljahr 2012/2013 die Grundschule in Meitingen. In das Erlinger Schulgebäude zog die schulvorbereitende Einrichtung ein, die sich speziell Kindern im Kindergartenalter widmet, die in der sprachlichen Entwicklung Defizite aufweisen. Das Schulgebäude steht auch den örtlichen Vereinen offen. Im Untergeschoss verfügen der Musikverein und der Obst- und Gartenbauverein über Räumlichkeiten, die ein lebendiges Vereinsleben sichern helfen. Vereinssinn und aktive Beteiligung am Dorfgeschehen bewiesen die Erlinger Bürger mit dem Bau der Gymnastikhalle des Sportvereins Erlingen und mit dem Bau der St.-Martins-Kapelle am Friedhof, ein Gemeinschaftswerk der Ortsvereine. Aktiv machte sich auch der Schützenverein „Unter Uns“ und die Freiwillige Feuerwehr ans Werk: Stemmten die Floriansjünger mit großem Engagement und viel Eigenleistung die Erweiterung des Feuerwehrhauses, bauten die Schützen komplett neu und schufen sich im Anbau an die Sportgaststätte ein Schützenheim mit modernem Schießstand.

Zur Geschichte
Die Gemarkung Erlingen besteht mutmaßlich seit dem 5./6. Jahrhundert. Eine erste urkundliche Erwähnung findet sich um 1150. In den Jahren 1184–1202 stiftete Bischof Udalschalk von Augsburg die Dorfherrschaft in Erlingen an das Domstift Augsburg. Bis 1803 stand Erlingen unter der Grundherrschaft des Domstifts. Vor dem Dreißigjährigen Krieg war das Gehöft Ehekirch als Einschicht der Siedlung Erlingen zum religiösen Mittelpunkt geworden. Bis zur Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 gehörte die selbständige Gemeinde Erlingen mit ihrem Ortsteil Ehekirchen zum Landkreis Wertingen. An diesem Tag wurde sie nach Meitingen eingemeindet, das zum 1. Juli 1972 dem Landkreis Augsburg, der bis 30. April 1973 den Namen Augsburg-West trug, zugeschlagen wurde. Erlingen gehört zur katholischen Pfarrei Sankt Clemens in Herbertshofen im Bistum Augsburg. Die ehemalige Gemeinde Erlingen führte ein amtlich genehmigtes Wappen. Die Blasonierung dieses Wappens lautet: „Geteilt von Rot und Silber. Oben ein silberner Taufstein, unten ein blauer Pflug“.

Sport und Vereinswesen
In Erlingen gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich in ortsansässigen Vereinen zu betätigen und das Leben zu bereichern: Dazu gehören der Sportverein Erlingen, der Musikverein Erlingen, der Schützenverein „Unter Uns“, die Freiwillige Feuerwehr Erlingen und der Obst- und Gartenbauverein Erlingen.

Unser Bilderbogen zeigt: So schön ist Erlingen, hier lässt es sich gut leben.

Bürgerreporter:in:

Florian Handl aus Augsburg

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